Response
„Response“ ist ein Projekt, in dem Kinder und Jugendliche aller Klassenstufen (Ausnahme Klasse 1, Abiturabschlussklassen und Klassen der Jahrgangsstufe 10, die Abschlussprüfungen ablegen) und aller Schulformen zeitgenössischer Musik begegnen und darauf mit eigenen Improvisationen und Kompositionen antworten.
Komponist*innen, Interpret*innen und Lehrkräfte arbeiten im Team mit einer Schulgruppe zusammen. Die Kinder und Jugendlichen werden spielerisch durch Experimente und Übungen an musikalische Erfindungsaufgaben herangeführt. Dabei wird ihnen Mut zur eigenen Kreativität gemacht: Denn mit Neugier und Motivation kann jeder Mensch musikalische Ideen entwickeln.
Schon seit 1990 finden in Hessen Response-Projekte statt, an denen bereits 260 Schulen und über 8400 Kinder und Jugendliche teilgenommen haben. Seit 2009 ist die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) Trägerin des Schulprojekts Response, das vom Hessischen Kultusministerium und mehreren Stiftungen gefördert wird.
Response 2025/2026 war erstmals ein Kooperationsprojekt mit dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Auch 2027/2028 werden die Abschlusskonzerte wieder in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden stattfinden.
Rückblick auf Response 2025/26: ZeitGeräusch
Das Thema des vergangenen Durchgangs von "Response" war „ZeitGeräusch“ mit dem Referenzwerk
„Formen der Luft“ für Flöte, Violoncello, Akkordeon und Klavier (2021) (Auszüge)
von Ulrich Alexander Kreppein (*1979).
Zeit können wir messen, wir können sie fühlen und überblicken – aber können wir sie auch hören? Und wenn ja: wie hört sie sich an?
„Zeitgeräusch“ heißt eines der vier Stücke aus dem Zyklus „Formen der Luft“ von Ulrich Alexander Kreppein. Luft ist leicht, sie ist flüchtig und kann Träger ganz verschiedener Substanzen sein. Sie verändert ihre Aggregatzustände und ist nie richtig greifbar. So gibt Ulrich Alexander Kreppein jedem der vier Stücke einen Titel, und diese Titel sind fast bildhafte Benennungen von Gesten, die er in seiner Musik hörbar macht: „Sonnenrieseln“ oder „Guirlande“ oder „Staub“. Wir können uns darunter etwas Visuelles vorstellen, das der Komponist in Musik übersetzt.
Ganz fein entwickeln sich musikalische Gestalten, die sich permanent wandeln, die kaum greifbar sind und so flüchtig wie Luft. Mit den Instrumenten Flöte, Violoncello, Akkordeon und Klavier schafft der Komponist eine gleichzeitig verdichtete und nie zur Ruhe kommende Atmosphäre, deren ununterbrochener Fluss sich wie tönende Luft im Raum verteilt. Flöte und Akkordeon brauchen Luft, um Klänge zu erzeugen. Die Mischungen mit den anderen beteiligten Instrumenten lassen uns schnell vergessen, dass die anderen Instrumente für die Klangerzeugung keine Luft benötigen.
Auch „Zeitgeräusch“, das Response 2025/26 seinen Namen gab, zeigt permanent sich wandelnde Bewegungen von Klängen und Klangfarben. Luft und Zeit lassen sich nicht als „Ganzes“ fassen, sondern nur in ihren verhältnismäßigen Ausprägungen: als Luftdruck, Luftfeuchtigkeit etc. die Eine, als Unterteilung von Tag und Nacht, von Wochen, Monaten und Jahren die Andere.
So sind auch Ulrich Alexander Kreppeins „Formen der Luft“ keine abgeschlossenen Stücke, sondern eher Momentaufnahmen des Lauschens, die Ausschnitte eines großen Kontinuums repräsentieren: Sind Anfang und Ende der Musik durch die Zeitpunkte fixiert, in denen wir anfangen und aufhören, sie wahrzunehmen? Oder war sie schon vorher da und wird danach noch weiterklingen?
Luft und Zeit zeigen uns, dass auch wir nur Teil eines Kontinuums sind: wir kommen und gehen, Zeit und Luft bleiben.
Mit dem Referenzwerk wollten wir die beteiligten Schüler*innen und Teamer*innen dazu motivieren, auf die Suche zu gehen, um Musik zu kreieren, die ein Ausschnitt von dem ist, was uns als Ganzes dauernd umgibt. Die Ergebnisse waren im April 2026 im Hessischen Staatstheater zu erleben.
Ausblick 2027/28
Die nächste Projektphase findet 2027/2028 statt. Die Anmeldung erfolgt auf dieser Seite. Melden Sie sich gerne für den Verteiler unter info.response@orga.hfmdk-frankfurt.de an, wenn Sie den Projektstart und die Anmeldung nicht verpassen wollen!
Nach Anmeldung erarbeiten Sie als Lehrkraft im Team mit Komponist*in und Interpret*in und mit Ihrer Schulklasse zusammen eine musikalische Antwort auf das Referenzwerk. Der Auftakt findet an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst statt, mit den Lehrkräften und den Profi-Musiker*innen, die das Projekt begleiten und für die Projektarbeit in die Schulen gehen.
Zusammenfassung des Ablaufs und der voraussichtlichen Termine:
- Online-Anmeldung (voraussichtlich 2027)
- Rückmeldung zu Ihrer Teilnahme
- Halbtägiger Auftaktworkshop an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt
- Projektarbeit in den Klassen nach dem Auftaktworkshop (voraussichtlich 6 Monate)
- Abschlusskonzerte (Projektpräsentation/voraussichtlich 2028)
- Termin zur Online-Nachbesprechung

News
Programmheft der Response-Abschlusskonzerte 2026
Projektleitung
- Dr. Matthies Andresen
- Aylin Günel
- Dr. Karin Dietrich
- Prof. Ernst August Klötzke
- Bettina Freiman
Kooperationspartner*innen
Das Schulprojekt Response 2025/26 ist ein Kooperationsprojekt mit dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden.
Wir bedanken uns herzlich für die Zusammenarbeit und die Unterstützung!
Förderpartner*innen
Das Schulprojekt Response wird im Durchgang 2025/26 unterstützt vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, der con moto foundation, der Holger Koppe Stiftung, dem Inner Wheel Club Frankfurt Rhein Main und der Deutsche Börse AG.
Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung!
Fragen & Kontakt
Aylin Günel: info.response@orga.hfmdk-frankfurt.de

























