Füh­rungs­leit­li­ni­en der HfMDK

Gel­tungs­be­reich

Die Füh­rungs­leit­li­ni­en der Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt (HfMDK) gel­ten für alle Füh­rungs­kräf­te der Hoch­schu­le. Füh­rungs­kräf­te sind Hoch­schul­mit­glie­der, die Per­so­nal­ver­ant­wor­tung für Be­schäf­tig­te über­neh­men.

Grund­la­ge und Zie­le der Leit­li­ni­en

Die Füh­rungs­leit­li­ni­en der HfMDK sind aus dem Leit­bild und den all­ge­mei­nen Ent­wick­lungs­zie­len der Hoch­schu­le ab­ge­lei­tet.

In den all­ge­mei­nen Ent­wick­lungs­zie­len wird be­tont, dass alle Mit­glie­der der Hoch­schu­le sich als Teil ei­nes Gan­zen ver­ste­hen, Ge­hör fin­den und Ver­ant­wor­tung in ih­rem Be­reich über­neh­men sol­len. Ent­schei­dun­gen wer­den da­bei nach­voll­zieh­bar, sorg­fäl­tig und trans­pa­rent kom­mu­ni­ziert. Die Ent­wick­lungs­zie­le for­mu­lie­ren den An­spruch der Hoch­schul­an­ge­hö­ri­gen, die je­wei­li­gen Auf­ga­ben mit dem Ziel an­zu­ge­hen, un­ter den ge­ge­be­nen Rah­men­be­din­gun­gen die best­mög­li­chen Er­geb­nis­se zu er­zie­len.

Auf die­ser Ba­sis eta­blie­ren die Füh­rungs­leit­li­ni­en eine zu­kunfts­ori­en­tier­te und nach­hal­ti­ge Füh­rungs­kul­tur an der HfMDK. Gute Füh­rung zeich­net sich da­bei durch ge­gen­sei­ti­ges Ver­trau­en, kon­struk­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on und die Be­reit­schaft zur kon­ti­nu­ier­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung so­wohl auf Sei­te der Füh­rungs­kräf­te als auch auf Sei­te der Mit­ar­bei­ter*in­nen aus. Sie stärkt Ar­beits­be­zie­hun­gen, macht Er­fol­ge sicht­bar und wirkt da­durch po­si­tiv auf die Iden­ti­fi­ka­ti­on mit der Hoch­schu­le.

Ent­wick­lung

Die Füh­rungs­leit­li­ni­en sind das Er­geb­nis ei­nes par­ti­zi­pa­ti­ven Ent­wick­lungs­pro­zes­ses. In meh­re­ren Work­shops ha­ben Be­schäf­tig­te aus Leh­re und Ver­wal­tung im Bot­tom-up-Ver­fah­ren ge­mein­sam zen­tra­le Wer­te und Hand­lungs­an­ker de­fi­niert. Das Prä­si­di­um der Hoch­schu­le hat die Füh­rungs­leit­li­ni­en am 22. April 2025 ver­ab­schie­det.

Die Leit­li­ni­en ba­sie­ren auf den fol­gen­den sechs zen­tra­len Wer­ten: Ver­ant­wor­tung, Re­spekt, Wert­schät­zung, Ziel- und Er­geb­nis­ori­en­tie­rung, Ver­bind­lich­keit und Trans­pa­renz.

Für die kon­kre­te Um­set­zung die­ser Wer­te in der Pra­xis wur­den ent­spre­chen­de Hand­lungs­an­ker ent­wi­ckelt. Sie ge­ben Ori­en­tie­rung für die Füh­rungs­kräf­te und er­mög­li­chen den Mit­ar­bei­ter*in­nen, das Füh­rungs­ver­hal­ten ein­zu­ord­nen.

Um­set­zung und Ver­ant­wor­tung

Die HfMDK ver­pflich­tet sich, die Füh­rungs­leit­li­ni­en kon­se­quent um­zu­set­zen und Ver­ant­wor­tung für de­ren Ein­hal­tung zu über­neh­men. Sie be­rück­sich­tigt die er­for­der­li­chen Res­sour­cen und Ka­pa­zi­tä­ten und för­dert not­wen­di­ge Kom­pe­ten­zen und Ent­wick­lun­gen für die Um­set­zung. Wei­ter­hin wer­den Kri­te­ri­en ent­wi­ckelt, mit de­ren Hil­fe der Um­set­zungs­er­folg be­ur­teilt wer­den kann.

Eva­lua­ti­on und Wei­ter­ent­wick­lung

Die Füh­rungs­leit­li­ni­en wer­den re­gel­mä­ßig eva­lu­iert, um ihre Wirk­sam­keit zu prü­fen und An­pas­sun­gen vor­zu­neh­men. Die Er­geb­nis­se die­ser Eva­lua­tio­nen die­nen als Grund­la­ge für die Wei­ter­ent­wick­lung der Leit­li­ni­en und die Op­ti­mie­rung der Zu­sam­men­ar­beit.

Verantwortung

Definition

Verantwortung bedeutet, ethisch zu handeln, Ressourcen effektiv zu nutzen und Arbeitsprozesse sowie Aufgaben klar zu strukturieren, um die Ziele der Organisation zu erreichen.

Führungskräfte treffen Entscheidungen und sind für diese und ihre Konsequenzen verantwortlich.

Sie sorgen in ihren Teams für Fairness und Gleichberechtigung.

Handlungsanker 

  • Ich handele als Vorbild.
  • Ich lebe durch mein Verhalten die Führungswerte und Prinzipien der Hochschule vor und wirke auf die Einhaltung der Regeln hin.
  • Ich erkläre und verantworte meine Entscheidungen sowie die daraus resultierenden Konsequenzen.
  • Ich erkenne, moderiere, und kläre Konflikte und hole mir falls erforderlich Unterstützung.
  • Ich strukturiere und delegiere die anfallenden Aufgaben nach Ressourcen und Machbarkeit.

Respekt

Definition

Respekt bedeutet, zuzuhören, auf Augenhöhe zu kommunizieren sowie unterschiedliche Perspektiven zu erkennen und anzuerkennen.

Führungskräfte achten ihre Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen sowie deren Individualität und Meinungen. Sie erkennen ihre Rechte an.

Respekt fördert ein Arbeitsumfeld, in dem sich alle Teammitglieder sicher und geschätzt fühlen.

Handlungsanker 

  • Ich behandele alle Mitarbeiter*innen fair und gleichberechtigt, unabhängig von Hintergrund oder Position.
  • Ich nehme die individuellen Bedürfnisse und Herausforderungen der Mitarbeiter*innen ernst.
  • Ich praktiziere eine positive und entwicklungsorientierte Fehlerkultur.
  • Ich sorge für ein gutes Zeitmanagement und fördere Pünktlichkeit.
  • Ich wirke auf eine gute Gesprächskultur hin.

Wertschätzung

Definition

Wertschätzung bedeutet, die individuellen Stärken jedes Teammitglieds zu erkennen und zu fördern, positives Feedback zu geben und Erfolge zu feiern.

Führungskräfte anerkennen und würdigen die Kompetenzen und Leistungen ihrer Mitarbeiter*innen.

Wertschätzung fördert ein motivierendes und unterstützendes Arbeitsumfeld.

Handlungsanker

  • Ich erkenne die Kompetenzen meiner Mitarbeiter*innen an und beziehe diese ein.
  • Ich führe stärkenorientiert, fördere die Fähigkeiten meiner Mitarbeiter*innen und würdige ihre Leistungen.
  • Ich ermögliche Freiräume für Eigenständigkeit und Weiterentwicklung.
  • Ich kommuniziere mit meinen Mitarbeiter*innen unvoreingenommen und zugewandt.
  • Ich höre aktiv zu und zeige Empathie.

Ziel- und Ergebnisorientierung

Definition

Ziel- und Ergebnisorientierung bedeutet, Prioritäten zu setzen, Ressourcen effizient zu nutzen und Herausforderungen zu bewältigen.

Führungskräfte setzen sich selbst und dem Team klare, messbare Ziele und arbeiten konsequent auf ihre Erreichung hin. Sie überprüfen regelmäßig den Fortschritt und nehmen bei Bedarf Anpassungen vor.

Dadurch fördern sie Leistung, Motivation und Teamgeist.

Handlungsanker

  • Ich erarbeite zukunftsorientierte, realistische Ziele und eine Strategie für ihre Erreichung.
  • Ich führe stärkenorientiert und nutze die Potenziale der Mitarbeiter*innen.
  • Ich priorisiere Aufgaben, sorge für die nötigen Ressourcen und nehme bei Bedarf Anpassungen vor. Bei Herausforderungen handele ich frühzeitig.
  • Ich gebe regelmäßiges Feedback und erkenne erzielte Erfolge an.

Verbindlichkeit

Definition

Verbindlichkeit fördert eine Kultur der Zuverlässigkeit und Integrität.

Führungskräfte halten Regeln, Prozesse und Beschlüsse sowie ihre individuellen Zusagen ein.

Durch Verbindlichkeit schaffen die Führungskräfte Vertrauen und Glaubwürdigkeit auch in Krisen.

Handlungsanker 

  • Ich halte mich an Regeln, Prozesse und Beschlüsse sowie an meine Zusagen im Rahmen meiner Handlungsspielräume.
  • Ich handele konsequent und verlässlich, kommuniziere klar und erläutere Entscheidungswege nachvollziehbar.
  • Ich stehe zu meinen Entscheidungen und deren Auswirkungen.

Transparenz

Definition

Transparent handeln bedeutet, als Führungskraft offen, ehrlich, klar und verständlich zu kommunizieren – vor allem zu Zielen, Strukturen, Prozessen und Entscheidungen.

Transparenz fördert ein Arbeitsumfeld, in dem sich Mitarbeiter*innen ermutigt fühlen, sich aktiv einzubringen und Feedback zu geben.

Handlungsanker

  • Ich habe im Blick, dass alle Mitarbeiter*innen Zugang zu den notwendigen Informationen haben.
  • Ich kommuniziere regelmäßig und klar über Ziele, Entscheidungen, Herausforderungen und Vereinbarungen.
  • Ich hole Feedback ein und nehme es an. Ich bin kritikfähig und nutze Kritik für die eigene Weiterentwicklung.
  • Ich gebe meinen Mitarbeiter*innen entwicklungsorientiertes Feedback.
  • Ich kläre die Aufgaben und Zuständigkeiten im Team und kommuniziere diese.

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