„Wölfinnen“ am Stadttheater Gießen

news

Noé­mie Ney spielt am Stadt­thea­ter Gie­ßen.

Als nun Rot­käpp­chen in den Wald kam, be­geg­ne­te ihr der Wolf. Rot­käpp­chen aber wuss­te nicht, was das für ein bö­ses Tier war, und fürch­te­te sich nicht vor ihm.
Ge­brü­der Grimm

Ich hab‘ ein ro­tes Käpp­chen auf, dann hat mich je­der lieb. Oder auch: Eine Ge­schich­te vom Auf­pas­sen. Denn Frau­en* al­lein im Wald, das kann ja nicht gut aus­ge­hen. Frau­en* sind nicht si­cher. Nicht al­lein, nicht nachts, nicht un­ter­wegs, nie ganz. Nicht si­cher vor wem? Dem Wolf na­tür­lich. Dem bö­sen, rau­haa­ri­gen Übel­tä­ter, der männ­li­chen Be­dro­hung. Der Wolf greift, beißt, ver­schlingt alle, die ihm in den Weg kom­men. Aber wie wäre das: Frau­en* ha­ben wo­mög­lich ihre pas­si­ve Rol­le satt. Even­tu­ell wol­len sie ihre Ge­schich­te selbst in die Hand neh­men. Et­was än­dern, ein­grei­fen, an­sto­ßen, ins Rol­len brin­gen – Wöl­fin­nen wer­den. Was pas­siert, wenn die Mär vom Rot­käpp­chen zur Em­power­ment-Stu­die wird? Zum Bei­spiel, Ach­tung, re­b­ran­ding: „Schre­ckens­rot­käpp­chen“ wird? Und was, wenn sich die Be­woh­ner*in­nen des Wel­ten­wal­des doch nicht so leicht in rot­be­kapp­te Op­fer und bös be­haar­te Beu­te­ma­cher ein­tei­len las­sen?

Vier Personen hocken beisammen und lächeln.
(Foto: (c) Christian Schuller)

|

Alle weiteren Spieltermine und Ticket-Infos finden Sie auf der Webseite des Stadttheaters Gießen.

Mehr Infos zum