UMBRUCH – Studierende kuratieren Konzert im Industriemuseum Chemnitz

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Un­ter dem Ti­tel „UM­BRUCH – hear the un­he­ard“ ge­stal­ten die teil­neh­men­den Stu­die­ren­den des „Ku­ra­tie­ren“-Work­shops in die­sem Se­mes­ter eine ex­pe­ri­men­tel­le Kon­zert­per­for­mance in der Dau­er­aus­stel­lung des In­dus­trie­mu­se­ums Chem­nitz. Im krea­ti­ven Dia­log mit den Ma­schi­nen, Klän­gen und Ge­schich­ten der In­dus­trie­kul­tur ma­chen sie das Un­er­hör­te mu­si­ka­lisch und sze­nisch hör­bar.

Wel­che Um­brü­che präg­ten die In­dus­trie­kul­tur in Sach­sen? Wel­che Klang-Ge­schich­ten ver­ber­gen sich hin­ter den aus­ge­stell­ten Ob­jek­ten? Und was pas­siert, wenn Mu­sik auf In­dus­trie­kul­tur trifft? Mit Live-Elek­tro­nik, zeit­ge­nös­si­schem Re­per­toire, Spra­che und Im­pro­vi­sa­ti­on be­ge­ben sich die Mu­si­ker*in­nen auf die Su­che nach Ant­wor­ten – und ent­wi­ckeln spon­ta­ne Live-In­ter­ak­tio­nen di­rekt wäh­rend Ih­res Mu­se­ums­be­suchs.

Ein Cellist spielt neben einem großen Zahnrad.
(Photo: Theodor Müller)

Im Mai 2025 konn­ten die Teil­neh­men­den auf Klang­su­che im In­dus­trie­mu­se­um ge­hen und im Aus­tausch mit Mu­se­ums­di­rek­tor Jür­gen Ka­bus, Sound­künst­ler Jo­nas Ur­bat und Kul­tur­ver­mitt­ler Tom Rit­schel in die ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven der ku­ra­to­ri­schen Pra­xis ein­tau­chen. Aus die­sem Ma­te­ri­al ent­wi­ckeln sie zur­zeit die Kon­zert­per­for­mance.

Ein Mann sitzt an einem Spinnrad. Mehrere Studierenden nehmen die Geräusche mit Mikrofonen und Kameras auf.
Beim Soundwalk wurden auch die leisesten Töne des Spinnrads erkundet.(Photo: Franziska Ritter)
Mehrere Menschen stehen in einem Museum, einer von ihnen scheint den anderen etwas zu erklären.
Museumsdiektor Jürgen Kabus zeigt den Studierenden die neue Sonderausstellung "Tales of Transformation" und diskutiert mit ihnen, welche kuratorischen Praktiken für ihn essentiell sind.(Photo: Franziska Ritter)
Die Studierenden nehmen eine Webmaschine auf.
Wie entstehen rhythmische Muster auf einer Webmaschine?(Photo: Franziska Ritter)
Spektogramme werden an eine weiße Wann gebeamt. Ein Mann steht davor und zeigt darauf. Vorne sind andere Menschen zu sehen, die dort sitzen und zuhören.
Soundkünstler Jonas Urbat führt die Gruppe in die Welt der Spektogramme.(Photo: Franziska Ritter)

Die mu­si­ka­li­schen In­ter­ven­tio­nen fin­den am Sams­tag, den 12. Juli 2025 um 14 und 16 Uhr in der Dau­er­aus­stel­lung des In­dus­trie­mu­se­um Chem­nitz statt.

Mit:

El­vi­ra Stre­va, Kla­vier
Jen­ni­fer Ni­co­lay, Live-Elek­tro­nik und Vi­deo
Fan­ny Dom­mers, Spra­che
Jean­ne De­gos, Oboe
Mo­ritz Ebert, Live Elek­tro­nik und Vio­lon­cel­lo
Do­zen­tin: Fran­zis­ka Rit­ter, Co-Men­to­ring: Jo­nas Ur­bat

Portrait Franziska Ritter
Franziska Ritter leitet den Workshop.(Photo: Astis Krause)

Die Lei­tung des „Ku­ra­tie­ren“-Work­shops über­nimmt in die­sem Se­mes­ter die Mu­si­ke­rin, Büh­nen­bild­ne­rin und Kon­zert­ge­stal­te­rin Fran­zis­ka Rit­ter. In der Kunst­sze­ne ist sie be­kannt durch die Kon­zep­ti­on und er­folg­rei­che Um­set­zung von Kon­zert­er­leb­nis­sen und Pro­jek­ten wie 1:1 CON­CERTS, #free­bruck­ner und Im/ma­te­ri­al Thea­t­re Spaces.

Zwei­ter Work­shop-Teil im Win­ter­se­mes­ter

Ab Mit­te Ok­to­ber wird das ku­ra­to­ri­sche Pro­jekt in ei­ner zwei­ten Work­shop­p­ha­se ver­tieft und er­wei­tert. Die­se mün­det in ein Kon­zert im Rah­men des Mu­sik­fes­ti­vals UN:HEARD SOUNDS OF IN­DUS­TRY, das vom 6. bis 8. No­vem­ber in Chem­nitz statt­fin­det.

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