"Nathan" am Nationaltheater Mannheim

Zweigeteilter Bühnenraum. Links ein Hotelzimmer, rechts ein dunkler Raum.
(Photo: (c) Maximilian Borchardt)
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Shirin Ali spielt am Na­tio­nal­thea­ter Mann­heim.

Auf den Vor­sit­zen­den der jü­di­schen Ge­mein­de, Na­than Gross­mann, sei­ne Stief­schwes­ter Daja und sei­ne Ad­op­tiv­toch­ter Re­cha wird ein An­schlag ver­übt. Alle drei über­le­ben. Da an den Wän­den ih­rer aus­ge­brann­ten Woh­nung an­ti­se­mi­ti­sche Pa­ro­len in ara­bi­scher Schrift ge­fun­den wer­den, ver­däch­tigt die Po­li­zei schnell den sun­ni­ti­schen Un­ter­neh­mer Sa­la­tin Denk­taş als Draht­zie­her des An­schlags. Doch Daja zwei­felt dar­an, wie auch Jo­nas, Po­li­zist beim BKA und mit der Auf­klä­rung des Falls be­traut. Je tie­fer er in den Fall ein­taucht, des­to mehr ver­strickt er sich per­sön­lich dar­in, bis ihn plötz­lich sei­ne ei­ge­ne Ver­gan­gen­heit ein­holt.

Für sei­ne Pro­jek­te greift der Au­tor, Re­gis­seur und Fil­me­ma­cher Nuran Da­vid Ca­lis so­wohl auf klas­si­sche Thea­ter­stü­cke als auch auf ei­ge­ne Tex­te zu­rück, die stets auf um­fang­rei­chen Re­cher­chen ba­sie­ren. Für das NTM ver­bin­det er bei­de Vor­ge­hens­wei­sen und über­schreibt Les­sings "Na­than der Wei­se". Er ver­or­tet den Stoff in ei­ner deut­schen Groß­stadt un­se­rer Zeit und zeigt, wie die ver­schie­de­nen Iden­ti­tä­ten, die in un­se­rer Ein­wan­de­rungs­ge­sell­schaft auf­ein­an­der­tref­fen, um ihre Exis­tenz rin­gen und wie kom­plex ihre Ge­schich­ten zu­sam­men­hän­gen. Ca­lis‘ "Na­than" ist eine Groß­stadt­bal­la­de und ein span­nen­der Kri­mi, in des­sen Mit­tel­punkt die Per­spek­ti­ve der Op­fer ras­sis­ti­scher und an­ti­se­mi­ti­scher Ge­walt steht.

Aufnahme des gesamten Bühnenaufbaus.
(Foto: (c) Maximilian Borchardt)

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