LUX PERPETUA: Konzertmitschnitt auf YouTube

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Im Juni 2022 wa­ren der HfMDK-Kam­mer­chor und das Vo­kal­ensem­ble Et Hepe­ra zu Gast beim Rhein­gau Mu­sik Fes­ti­val. Flo­ri­an Loh­mann blickt zu­rück auf das Kon­zert in der be­son­de­ren At­mo­sphä­re des Klos­ter Eber­bach – die sich im frisch er­schie­nen Kon­zert­mit­schnitt auf You­Tube nach­emp­fin­den lässt.

TEXT: FLO­RI­AN LOH­MANN

Man­che Orte strah­len eine solch dich­te und ein­drucks­vol­le At­mo­sphä­re aus, dass sie zu be­stimm­ten Pro­gram­men ge­ra­de­zu in­spi­rie­ren. Die Ba­si­li­ka des Klos­ters Eber­bach in Elt­vil­le am Rhein, eine im 12. Jahr­hun­dert er­bau­te, ro­ma­ni­sche Klos­ter­kir­che, ist ein sol­cher Ort, der durch sei­ne Ge­schich­te, sei­ne äu­ßer­li­che Schlicht­heit und sei­ne schie­re Grö­ße be­ein­druckt.

Als die An­fra­ge an den Kam­mer­chor im Herbst 2021 her­an­ge­tra­gen wur­de, ein Kon­zert der Rei­he „Next Ge­nera­ti­on: HfMDK Frank­furt zu Gast“ beim re­nom­mier­ten Rhein­gau-Mu­sik­fes­ti­val im Klos­ter Eber­bach zu ge­stal­ten, war die Freu­de dar­über rie­sen­groß. Die Nach­richt wur­de zu ei­ner mo­ti­vie­ren­den Per­spek­ti­ve in schwie­ri­gen Zei­ten, in der der Chor pan­de­mie­be­dingt mit dro­hen­den Kon­zert­ab­sa­gen und an­dau­ern­den Ein­zel­aus­fäl­len zu kämp­fen hat­te.

Außenansicht des Kloster Eberbach im Abendlicht
(Photo: Marvin Fuchs)
Ein Auftritt des Kammerchors im Kloster Eberbach im Rahmen des Rheingau Musik Festivals
(Photo: Marvin Fuchs)
Die acht Sänger*innen des Ensembles Et Hepera auf der Bühne im Kloster Eberbach. Im Vordergrund ist Publikum zu sehen.
(Photo: Marvin Fuchs)
Pressefoto: Der Kammerchor der HfMDK unter der Leitung von Florian Lohmann im Kloster Eberbach 2022. Foto: Marvin Fuchs
(Photo: Marvin Fuchs)
Konzert des Kammerchors im Kloster Eberbach. Im Hintergrund Sängerinnen, im Vordergrund (unscharf) Prof. Florian Lohmann.
(Photo: Marvin Fuchs)

Die Pro­gramm­ge­stal­tung muss­te den akus­ti­schen Er­for­der­nis­sen des Rau­mes Rech­nung tra­gen: Die Ba­si­li­ka ist durch ihre drei­schif­fi­ge Ar­chi­tek­tur, ihre Län­ge und Höhe nicht leicht zu be­sin­gen. All­zu po­ly­pho­ne Struk­tu­ren und fi­li­gra­ne ba­ro­cke Kom­po­si­tio­nen ka­men nicht in Fra­ge, ge­for­dert wa­ren viel­mehr klang- und pracht­vol­le Stü­cke, die sich in der Wei­te des Rau­mes ent­fal­ten kön­nen. Gleich­zei­tig soll­te für pro­gram­ma­ti­sche Ab­wechs­lung ge­sorgt sein, um die Viel­falt der klas­si­schen Chor­li­te­ra­tur, wie sie an der HfMDK ge­pflegt wird, wi­der­zu­spie­geln.

Dar­um hat es mich au­ßer­or­dent­lich ge­freut, dass das Pro­gramm durch ei­nen ei­gen­stän­di­gen Block des wun­der­ba­ren stu­den­ti­schen Ok­tetts Et Hepe­ra be­rei­chert wur­de. Dar­über hin­aus sang An­ne­ma­rie Pfah­ler, Ge­sangs­stu­den­tin der HfMDK und Kam­mer­chor­mit­glied der ers­ten Stun­de seit Neu­grün­dung des En­sem­bles im Win­ter­se­mes­ter 2019/20, ein kom­ple­xes An­ti­phon von Hil­de­gard von Bin­gen – ent­stan­den also zur Er­bau­ungs­zeit des Klos­ters und in des­sen un­mit­tel­ba­rer geo­gra­fi­schen Nähe. Ge­mein­sam konn­te so ein stim­mungs­vol­les und viel­fäl­tig schat­tier­tes Kon­zert­pro­gramm rund um das The­ma „Licht“ ge­stal­tet wer­den, das Pu­bli­kum und Auf­füh­ren­de glei­cher­ma­ßen be­glück­te.

Das Kon­zert der HfMDK beim Rhein­gau Mu­sik­fes­ti­val fand mit freund­li­cher Un­ter­stüt­zung der Deut­sche Bank Stif­tung statt.

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