„Kabale und Liebe“ am Nationaltheater Mannheim (mit Shirin Ali)

Neuen Leute sitzen auf einem Sofa oder stehe davor und posieren wie eine Familie.
(Photo: (C) Christian Kleiner)
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Shirin Ali spielt am Na­tio­nal­thea­ter Mann­heim.

Lie­be, In­tri­gen und der Kampf um ein selbst­be­stimm­tes Le­ben – Char­lot­te Spren­gers In­sze­nie­rung er­zählt von Macht und Ohn­macht in ei­ner kor­rup­ten Welt.

Frau Mil­ler ist ner­vös. Ihre Toch­ter Lui­se ist letz­te Nacht nicht nach Hau­se ge­kom­men. Trifft sie sich wie­der mit Fer­di­nand von Wal­ter, dem Sohn des Prä­si­den­ten? Für die Lie­be zwi­schen ei­nem bür­ger­li­chen Mäd­chen und ei­nem ad­li­gen Spröss­ling ist hier kei­ne Luft! Im Lau­fe nur ei­nes Ta­ges über­stür­zen sich die Er­eig­nis­se: Um sei­ne Po­si­ti­on zu si­chern, zwingt Prä­si­dent von Wal­ter sei­nen Sohn zu ei­ner stra­te­gi­schen Hei­rat mit Lady Mil­ford. Se­kre­tär Wurm in­sze­niert eine per­fi­de me­dia­le In­tri­ge, um Fer­di­nands und Lui­ses Lie­be zu bre­chen. Fer­di­nand ver­liert zu­neh­mend die Kon­trol­le, Lui­se bleibt wi­der­stän­dig. Wäh­rend­des­sen hat sich Frau von Kalb längst in ih­rer ab­ge­klär­ten De­ka­denz ein­ge­rich­tet und die Lady spielt ihre ei­ge­nen Spie­le. Die­se kor­rup­te, pa­tri­ar­cha­le Ge­sell­schaft, in der Frei­heit nur für die Mäch­ti­gen vor­ge­se­hen ist, kennt nur Be­tei­li­gung, Un­ter­wer­fung oder Flucht!

1782 flüch­tet der 23-jäh­ri­ge Schil­ler vor Schreib­ver­bot und dro­hen­der Fes­tungs­haft aus dem würt­tem­ber­gi­schen Reich ins Mann­hei­mer Exil. Noch un­ter­wegs ent­steht die ers­te Skiz­ze für »Ka­ba­le und Lie­be« –ein lei­den­schaft­li­ches Zeug­nis sei­ner Kri­tik an den Au­to­ri­tä­ten im Staat, in der Fa­mi­lie und in der Lie­be. Er stu­diert die Me­cha­nik emo­tio­na­ler Ge­walt, treibt sei­ne Fi­gu­ren an die äu­ßers­ten Ex­tre­me der mensch­li­chen Exis­tenz: Ver­rat, Mord, Sui­zid. Schil­lers Pa­tri­ar­chen und Schur­ken, Lie­ben­de und Be­frei­ungs­süch­ti­ge drän­gen in Char­lot­te Spren­gers In­sze­nie­rung auf eine ex­po­nier­te Büh­ne und vor eine im­mer an­we­sen­de Ka­me­ra. Live-Film und Büh­ne sind Schau­platz und In­stru­ment der Macht, er­ge­ben ei­nen über­zeit­li­chen, hy­per­me­dia­len Raum. Die Fi­gu­ren sind Teil die­ses Sys­tems – Wie po­si­tio­nie­ren sie sich? Wo liegt ihr ei­ge­ner Spiel­raum? Sind Eman­zi­pa­ti­on und Be­frei­ung über­haupt mög­lich?

Neuen Leute sitzen auf einem Sofa oder stehe davor und posieren wie eine Familie.
(Foto: (C) Christian Kleiner)

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