"faulender Mond" am Stadttheater Gießen

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Noé­mie Ney spielt am Staats­thea­ter Wies­ba­den.

Ant­je und ihre na­men­lo­se Aus­hil­fe ste­hen in ei­ner Flei­sche­rei und be­rei­ten Wurst­wa­ren zu. Hier ist es über­schau­bar, das Geld stimmt, die Leu­te sind nett. Ge­plant war es trotz­dem nicht. Ei­gent­lich moch­te Ant­je ih­ren bis­he­ri­gen Job als Fahr­kar­ten­kon­trol­leu­rin, ehe sie raus­ge­wor­fen wur­de. Zu sehr hat­te sie sich zum Big-Moon-Jo­ker hin­ge­zo­gen ge­fühlt, ei­nem Spiel­au­to­ma­ten, der sich nicht satt schlu­cken konn­te an ih­ren Mün­zen. Ant­jes Kol­le­gin ist noch nicht lang hier. Ei­gent­lich woll­te sie ein­mal Schau­spie­le­rin wer­den, be­vor das Kind in ih­ren Bauch ein­zog. Wer bei all dem im­mer schon zu­ge­se­hen hat, ist der Mond. Auch jetzt, wo sie lus­ti­ge Sand­wi­ches mit Wurst be­le­gen. Für wen, wis­sen sie nicht so ge­nau – und als auch hier die Kün­di­gung kommt, bleibt nur der Griff nach den Ster­nen.

Anaïs Clerc schreibt me­lan­cho­lisch und mit skur­ri­lem Witz von zwei sehr un­ter­schied­li­chen Frau­en, die doch vie­les ge­mein­sam ha­ben. Vom Le­ben ent­täuscht wa­ten sie durch die Dun­kel­heit, kom­men vom Weg ab, und fal­len den Ver­spre­chun­gen ei­ner Par­tei an­heim. Aber dann ist da ja noch der Aus­weg hoch zum Him­mel.

Mehrere Personen stehen in einem weiß gefliesten Raum.
(Foto: (c) Christian Schuller)

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