"Als wäre es gestern gewesen" am Nationaltheater Mannheim

Zwei Personen singen im Vordergrund, im Hintergrund sitzt eine Person und spielt Flöte.
(Photo: (c) Christian Kleiner)
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La­ris­sa Voul­ga­re­lis spielt am Na­tio­nal­thea­ter Mann­heim.

»Als wäre es ges­tern ge­we­sen« ist eine Samm­lung lie­be­vol­ler Er­in­ne­run­gen an Be­trof­fe­ne rech­ter und ras­sis­ti­scher Ge­walt: ein Abend, der zum kol­lek­ti­ven Ge­den­ken ein­lädt, ein Akt der An­eig­nung von Ge­schichts­schrei­bung, eine Fei­er des Le­bens und der Zu­ver­sicht, trotz al­lem.

Un­zäh­li­ge Op­fer ras­sis­ti­scher und rech­ter Ge­walt zählt die­ses Land. Er­in­nert wer­den bes­ten­falls die Gräu­el­ta­ten, die sie er­lei­den muss­ten, über ihre Le­bens­ge­schich­ten wis­sen wir we­nig. Was wa­ren ihre Hoff­nun­gen und Sor­gen? Wor­über ha­ben sie ge­lacht und ge­weint, wo­von ge­träumt und wo­für ge­strit­ten? Die Re­gis­seu­rin Ayşe Gü­ven­diren fragt, wie ein an­de­res Ge­den­ken aus­se­hen könn­te und stellt die Per­spek­ti­ve von An­ge­hö­ri­gen und Über­le­ben­den ins Zen­trum: Er­leb­nis­se, die ih­nen wich­tig sind, wer­den auf der Büh­ne wei­ter­erzählt. Songs, die sie sich zum Ge­den­ken an ihre er­mor­de­ten Liebs­ten ge­wünscht ha­ben, wer­den von En­sem­ble­mit­glie­dern in­ter­pre­tiert. Denn die Er­in­ne­rung lebt!

»Wer muss zu Worte kommen? Wer hört zu? Wie kann es mehr Platz für die Geschichten der Betroffenen geben? Wie ist es möglich, Allianzen über Raum und Zeit hinweg zu schaffen? Wie können wir öffentliche Räume umgestalten und anders besetzen? Wie kann die Herausforderung des Gedenkens nicht nur auf den Betroffenen und den wenigen Verbündeten ruhen? Und wie können wir jene herausfordern, die entscheiden, sich nicht zu erinnern?«Ayşe Güvendiren
Drei Personen, singend.
(Foto: Christian Kleiner)

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Alle weiteren Spieltermine und Ticket-Infos finden Sie auf der Webseite des Nationaltheater Mannheims.

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