Förderprojekte - Highlights 2025
Förderungen für alle Studierenden
Freiräume Förderfonds
Unter dem Titel „Freiräume Förderfonds“ stellt die GFF dem Studierendenparlament (StuPa) der HfMDK jährlich 10.000 Euro zur Förderung studentischer Projekte zur Verfügung. Ziel ist es, die Studierenden zu ermutigen, eigene Initiativen zu eigene Initiativen zu entwickeln und künstlerische, kulturelle, politische, wissenschaftliche oder pädagogische Vorhaben außerhalb des regulären Hochschulangebots zu realisieren. Der Fonds bietet ihnen die Möglichkeit, kreative Konzepte zu entwerfen und eigenständig umzusetzen. Möglich gemacht hat dies eine Sammelaktion der GFF zu Weihnachten 2023, die 40.000 Euro einbrachte – eine Summe, die nun über vier Jahre hinweg ausgeschüttet wird.
Der Fonds wird über den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und damit durch Studierende selbstverwaltet. Mit den Projektgeldern können HfMDK-Studierende eigene Konzerte oder Inszenierungen, künstlerische Experimente, Forschungsprojekte oder pädagogische Vorhaben realisieren.
Das Deutschlandstipendium - Unterstützung für exzellente Studierende
Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte: Das Deutschlandstipendium, eine kombinierte Geldleistung von Privatpersonen, Stiftungen, Service-Clubs der Unternehmen und dem deutschen Staat, unterstützt besonders leistungsstarke und engagierte Studierende dabei, sich voll und ganz ihrem intensiven Studium zu widmen und ihr Talent optimal zu entfalten – ohne Existenzängste. Sie erhalten wertvolle Freiräume für ihre künstlerische Entwicklung und können ihren Karriereweg gestärkt und zielstrebig verfolgen.
Dank des Engagements der GFF konnten für das Studienjahr 2025/26 nicht nur die vom Bund geförderten 78 Deutschlandstipendien vergeben werden, sondern insgesamt 99 Stipendien an Studierende aller Fachbereiche der HfMDK. Für die zusätzlichen 21 Stipendien, für die private Förderungen vorlagen, übernahm die GFF aus ihren zweckungebundenen Mitteln das verdoppelnde „Matching“: Mit 216.000 Euro stellt der Beitrag der GFF zum Deutschlandstipendium damit das größte Förderprojekt des Vereins dar.
Exzellenzpreis für die beste wissenschaftliche Hausarbeit
Seit 2012 ermöglicht die GFF den Exzellenzpreis für die beste wissenschaftliche Hausarbeit an Studierende der Lehrämter und des Magisterstudiums Musikpädagogik. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis wird vergeben durch den Fachbereich 2 der HfMDK (Lehrämter, Wissenschaft & Komposition) und im Rahmen der Akademischen Feier verliehen. 2025 durfte sich der Lehramtsstudierende Valentin Michel über die Auszeichnung freuen: Das Thema seiner Arbeit im Fach Musikpädagogik lautete „Das Schlagzeug im Jazz 1910 bis circa 1950. Entwicklung des Instruments und seiner Spielpraktiken“. Der angehende Lehrer geht darin der Frage nach, wie sich das Drumset als Instrument im Jazz etablierte und wie sich dessen Spielpraktiken in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelten..
Musik
Konzerte
Mithilfe der GFF können regelmäßig große Konzertprojekte realisiert werden.
Ein Beispiel dafür ist das jährliche Konzert der HfMDK beim Rheingau Musikfestival. Unter der Leitung von Prof. Florian Lohmann präsentieren Hochschulchor und Hochschulorchester der HfMDK anspruchsvolle Chormusik im Kloster Eberbach. Zuletzt war dort Händels "Messiah" (2025) zu hören.
Der Gastauftritt der HfMDK-Ensembles, freundlich gefördert von der Deutsche Bank Stiftung, beschert sowohl den Studierenden als auch dem Publikum ein unvergessliches Erlebnis: „Es war nachgerade berührend zu erleben, mit welcher Lust, Energie, Konzentriertheit und Professionalität die Studenten gespielt und gesungen haben. Hätte es noch einer Bestätigung bedurft, sich bei der HfMDK zu engagieren, wäre der gestrige Abend ein mehr als schlagendes Argument gewesen." (Dr. Till Staffeldt, Mitglied der GFF)
Szeneprojekte
Die von der GFF geförderten Opern- und Szeneprojekte zeichnen sich durch ihren interdisziplinären Ansatz aus, da hier Studierende aus den Bereichen Musik, Schauspiel, Regie, Bühnenbild und Management zusammenkommen, um gemeinsam Werke zu erarbeiten und zur Aufführung zu bringen. Dabei sammeln die Beteiligten wertvolle Erfahrungen in der interdisziplinären Zusammenarbeit – eine Fähigkeit, die für ihren späteren Berufsweg von entscheidender Bedeutung ist.
Ensemblestipendium
Das Ensemblestipendium der HfMDK richtet sich an fortgeschrittene Studierende einer festen Ensemble-Formation (Trio oder Quartett) im Masterstudiengang Kammermusik oder im Studiengang Konzertexamen. Es wird jährlich ausgeschrieben und unterstützt hervorragende, an der HfMDK studierende Kammermusikensembles mit 5.000 € pro Person, die die GFF zur Verfügung stellt. Das Stipendium gibt Musiker*innen besonders im Übergang vom Studium ins Berufsleben die Möglichkeit, ihr Repertoire zu erweitern und möglichst viele Auftritte zu absolvieren, die sie auf ihre berufliche Karriere vorbereiten.
Im Jahr 2025 erhielt das FABRIK-Quartet aus den Klassen von Prof. Tim Vogler und Prof. Lukas Fels. Juror Dr. Markus Fein, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper Frankfurt hielt nach dem Auswahlspiel fest: „Hier hat sich die enorm hohe Qualität einmal mehr bestätigt. Einfach großartig, was die Professor*innen in der HfMDK leisten und auf welchem Niveau die jungen Ensembles agieren. Chapeau!“
Ankauf von Instrumenten
Die Freunde und Förderer ermöglichen der HfMDK immer wieder den Ankauf wertvoller und im Hochschulorchester benötigter Instrumente. So wurden unter anderem bereits eine Bassposaune, ein Kontrafagott, ein Fagott, ein Cello, mehrere Geigen und ein Hammerklavier angeschafft.
2025 konnte dank der großzügigen Unterstützung der Aventis Foundation, der Crespo Foundation, der Dr. Hans Feith und Dr. Elisabeth Feith-Stiftung und der GFF ein besonderes Instrument für die Studierenden der Kirchenmusik an der HfMDK angeschafft werden: Eine morderne Unterrichtsorgel mit drei Manualen und rund 20 Registern – ein kompaktes, klanglich herausragendes Instrument, das die Musik von der Romantik bis zur Moderne authentisch erlebbar macht. Damit wird die Kirchenmusik in der HfMDK wieder sichtbar und hörbar. Das stärkt nicht nur die Ausbildung der Studierenden, sondern auch das Bewusstsein für die Vielfalt und Zukunftsfähigkeit eines Fachs, das die Menschen berührt.
2026 ermöglichten zahlreiche Spender*innen den Ankauf eines restaurierten englisch-französischen Pleyel-Pianinos aus dem Jahre 1837 im Wert von 18.000 Euro für die Studierenden der HfMDK. Das Pianino erlaubt es den jungen Musiker*innen der "Historischen Interpretationspraxis" auf einem alten Instrument zu spielen, für das die Musik damals auch komponiert wurde. Ein großer Gewinn für die Fachabteilung.

Das Ehepaar Dr. Alin Adomeit und Michael Hauger überließ der HfMDK 2022 einen ganzen Streichquartettsatz als Dauerleihgabe: zwei Geigen, eine Bratsche und ein Cello aus der Werkstatt von Frank-Ulrich Rittwagen, die die Ausbildung der Hochschule im Bereich Streicherkammermusik seitdem bereichern.
Orchester für Konzertexamen
Das Konzertexamen ist der höchste zu vergebende Abschluss in der künstlerischen Ausbildung von Instrumentalist*innen. Nur die besten Studierenden der Ausbildungsgänge Künstlerische Ausbildung (KIA) Orchestermusik oder KA Soloinstrumente erhalten eine Zulassung zu diesem auf zwei Jahre angelegten weiterführenden Studiengang.
Seit 2017 werden die Orchestermusiker*innen für die Konzertexamina mit freundlicher Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung engagiert - dies ermöglicht den HfMDK-Absolvent*innen einen perfekten Abschluss für ihr künstlerisches Studium.
Schauspiel
Workshops
Im Bereich Schauspiel ermöglicht die GFF regelmäßig Workshops mit bekannten Künstler*innen. So gab es 2025 einen Exzellenzworkshop mit dem Schauspieler Sascha Nathan, der u. a. durch seine Festengagements am Schauspiel Frankfurt oder Berliner Ensemble sowie mit TV-Rollen wie in ""Polizeiruf 110" oder "Babylon Berlin" bekannt wurde. Sie arbeitete mit Studierenden fünf Wochen zum Thema "Komödie.
Zudem fand 2025 bereits zum zweiten Mal der von Walter H. Krämer geförderte „Backstage Workshop“ statt, angeleitet von dem Regisseur Andreas Kriegenburg: Er arbeitete mit den jungen Schauspieler*innen zum Thema Klassische Literatur. Das Ziel war es, Präzision aber auch Lebendigkeit um Umgang mit gebundener Sprache zu erlernen. Den Studierenden vermittelte der Workshop eine große Sicherheit und hilft ihnen in ihrer zukünftigen Bewerbungsphase: Denn die Fähigkeit, klassische Texte souverän und präzise zu sprechen, ist bei Vorsprechen und in Festengagements an Stadttheatern eine Grundvoraussetzung.
Theaterbesuche
Mit den Mitteln des Newcomer-Stipendienfonds in memoriam Peter Beer eröffnet sich den Studierenden des zweiten Jahrgangs Schauspiel die Möglichkeit, mit ihren Professor*innen bzw. Lehrbeauftragten ausgesuchte Theatervorstellungen zu besuchen und dabei auch mit Regieführenden, Schauspielenden bzw. Dramaturg*innen in einen direkten Austausch über die besuchten Stücke zu kommen. Konkret finanziert werden die Eintrittskarten, sei es im Rahmen von Tagesausflügen oder mehrtägigen Schauspiel-Exkursionen.
Im Jahr 2025 besuchten die Studierenden Aufführungen am Volkstheater Wien und an den Münchener Kammerspielen.
» Wir alle schätzen es sehr, an solchen Aktivitäten teilnehmen zu können. Denn wie kann man später im Theater erfolgreich sein, wenn man nicht regelmäßig Aufführungen besucht und sich immer wieder neuen und unterschiedlichen Formen und Inhalten aussetzt? «Kevin Krougliak, Studierender Schauspiel

Tanz
Physio Health Care Fonds
Tänzer*innen sind darauf angewiesen, dass ihr Körper stets möglichst fit und belastbar ist. Um die physische – und damit auch die psychische – Gesundheit der Tanz-Studierenden der HfMDK zu fördern, rief 2024 die Stiftung „AkzepTanz“ den Physio Health Care Fonds der GFF ins Leben.
Der mit 5.000 Euro ausgestattete Fonds unterstützt die Studierenden mit Zuschüssen für Physiotherapie-Behandlungen – nicht nur reaktiv bei akuten Beschwerden, sondern auch präventiv und gesundheitsfördernd.
Gaga-Workshop
Gaga ist eine innovative Bewegungssprache, die durch die choreografische und künstlerische Arbeit von Ohad Naharin, langjährigem Choreografen der renommierten Batsheva Dance Company in Tel Aviv, entwickelt wurde und die heutige Tanzgeneration maßgeblich prägt.
2025 fand zum zweiten Mal ein Gaga-Workshop an der HfMDK statt, geleitet von Chen Agron und Aya Israeli - ehemaligen Mitgliedern der Batsheva Dance Company - und gefördert von der GFF. Die Auseinandersetzung mit Gaga schärft das Körperbewusstsein der Tänzer*innen und und öffnet für die Tanzenden neue Horizonte, was ihr Bewegungsspektrum angeht. So kann auf körperschonende Weise eine völlig neue Kreativität freigesetzt werden. "Der Intensiv-Workshop markierte für die Studierenden einen wichtigen Entwicklungsschritt: In einer physisch intensiven und sensorisch herausfordernden Arbeitsphase erweiterten sie ihre technischen Grenzen und setzten sich vertieft mit dieser innovativen Tanzpraxis auseinander", sagt Jason A. Jacobs, Vertretungsprofessor Tanz an der HfMDK.
Zusätzlich zum Intensiv-Workshop boten Chen Agron und Aya Israeli in Zusammenarbeit mit dem Hochschulprogramm „The Artist Body“ insgesamt fünf "Gaga People"-Kurse an, offen für Studierende und Lehrende aller Fachbereiche. Gaga People ist ein Gaga-Kurs, der für alle Erfahrungsstufen geeignet ist, auch für diejenigen, die noch keine Tanzerfahrung haben. Zu den Teilnehmenden gehörten Musiker*innen, Schauspieler*innen, MACoDE-Studierenden sowie Tanzstudierende im ersten Jahr, die sich begeistert mit der Technik auseinandersetzen wollten.
Professuren und Gastprofessuren
Gastprofessur Liedgesang
Prof. Helmut Deutsch, international renommierter Liedbegleiter und Kammermusiker, hatte an der HfMDK Frankfurt seit dem Sommersemester 2012 eine Gastprofessur für Liedgestaltung inne. Vier bis fünf Mal pro Jahr arbeitete er in intensiven Blockseminaren mit den fortgeschrittenen Studierenden der Gesangsabteilung und deren Klavierbegleiter*innen. Die Einrichtung dieser Gastprofessur von Helmut Deutsch wurde durch die großzügige Unterstützung von Johanna Quandt (†) und Dr. Bernhard Scheuble ermöglicht.
Gastdozenturen Schauspiel und Regie
Auch im Bereich Schauspiel und Regie ermöglichen die Freunde und Förderer Gastdozenturen. Regelmäßig vermitteln renommierte und preisgekrönte Regisseur*innen und Schauspieler*innen den Studierenden ihr Wissen und geben ihnen ihre Erfahrungen weiter. Zu den Dozierenden, die bisher an der HfMDK zu Gast waren, gehören unter anderem die Schauspielerinnen Anke Sevenich, Birgit Minichmayr und Bibiana Beglau, die Schauspieler Sascha Nathan, Tobias Moretti und Till Weinheimer, der Schauspieler und Regisseur Christoph Mehler, die Regisseurin Julia Hölscher und der Regisseur Andreas Kriegenburg.

















































