„Die schöns­ten Träu­me von Frei­heit wer­den im Ker­ker ge­träumt“ – Le­sung

Illustration: Eine türkise brennende Kerze schlängelt sich aus einer blauen Flasche, der Hintergrund ist rosa.
(Foto: Jan Buchczik)

Gedanken aus den Gefängnissen der Menschheit. Gelesen von Studierenden aus der Klasse von Stefanie Köhler. Mit der Arie der Sophie Scholl aus Udo Zimmermanns Oper „Die Weiße Rose“.

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Neue Musik Nacht: Gesamtprogramm

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Tex­te aus der Ab­schie­be­haft in Darm­stadt, aus dem Deut­schen Grund­ge­setz, von Bon­hoef­fer, Ril­ke, Rosa Lu­xem­burg, G. E. Moo­re, Jörn Pfen­nig und Har­ry Frank­furt.

Udo Zim­mer­mann: Arie der So­phie aus „Die Wei­ße Rose“, Kam­mer­oper auf ein Li­bret­to von Wolf­gang Wil­la­schek (1986)

  • Sas­kia Maas, So­pran
  • Vi­vi­en Schwarz, Flö­te
  • Ca­ri­na Tich­anow, Cla­ra Wa­cker, Mo­ritz Se­bas­ti­an, Re­zi­ta­ti­on
  • Ste­fa­nie Köh­ler, Lei­tung
  • Nel­ly Dan­ker, Sze­ni­sche Ein­rich­tung

Arie der So­phie

Der Him­mel, un­ter dem wir stan­den,
die kah­len Bäu­me dort am gel­ben Ho­ri­zont,
Kar­frei­tags­him­mel.
Man könn­te glau­ben, al­les gehe un­ter,
und doch steht dort ein Mond.

Ein­mal noch möch­te ich mit dir
durch uns­re Wäl­der lau­fen.
Ein­mal noch möch­te ich
den Duft dei­nes We­sens ein­at­men,
ihn ein­sau­gen, in ihm blei­ben,
wie an ei­nem hei­ßen Som­mer­tag
schwe­re Blü­ten Bie­nen zu Gast la­den
und sie be­rau­schen.

Ein­mal noch möch­te ich mit dir
auf ei­ner In­sel sein,
auf der ich tun und las­sen könn­te,
was ich wil.
Ein­mal noch wä­rest du bei mir,
nichts mehr ver­spre­chen,
nichts mehr sa­gen.
Ein­mal noch in dei­nem Arm.
Wie Laub fällt al­les von mir ab

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