Violastudent Eike Coetzee gewinnt Elsie Kühn-Leitz Stipendium

Portraitfoto von Eike Coetzee mit Viola
(Photo: Barbara Czernek)
Drei Personen mit ihren Instrumenten - zwei Celli und eine Bratsche - lächeln in die Kamera.
Drei Finalist*innen spielten am 5. September 2025 in Haus Friedwart in Wetzlar um das Stipendium.(Photo: Barbara Czernek)
erfolgsmeldung

Eike Coe­tzee, Vio­lastu­dent in der Klas­se von Prof. Ta­bea Zim­mer­mann, hat das El­sie Kühn-Leitz Sti­pen­di­um 2025/26 ge­won­nen. Herz­li­chen Glück­wunsch! Er wird für zwei Se­mes­ter mo­nat­lich 400 Euro er­hal­ten und zwei Kon­zert­enga­ge­ments in Wetz­lar so­wie in Wetz­lars Part­ner­stadt Avi­gnon ha­ben, dort in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Or­ches­t­re Na­tio­nal Avi­gnon Pro­vence.

Das in­ter­na­tio­nal be­setz­te Aus­wahl­gre­mi­um zeig­te sich be­geis­tert von der künst­le­ri­schen Rei­fe des neu­en Sti­pen­dia­ten: „Die Wahl un­ter den drei Fi­na­lis­ten fiel der Jury au­ßer­or­dent­lich schwer. Doch Coe­tze­es Spiel be­rühr­te uns tief – sei­ne Brat­sche sprach in Far­ben, die über­rasch­ten und be­weg­ten. Mu­si­ker und In­stru­ment wur­den auf ein­mal eins“, kom­men­tiert Ju­ry­mit­glied Dr. Oli­ver Nass, Vor­sit­zen­der der Ernst Leitz Stif­tung.

»Ich freue mich sehr auf die finanzielle Unterstützung, aber vor allem auf die Konzerte, mit der Hoffnung, dass die Zusammenarbeit mit der Wetzlarer Kulturgemeinschaft auch in der Zukunft weiterläuft. Sehr spannend für mich wäre auch Musik zu entdecken, die bisher wenig gespielt oder vergessen blieb. Ich finde, Musiker sind dafür verantwortlich, immer neue Musik zu suchen und vergessene Komponisten der Vergangenheit auszugraben.«Eike Coetzee, Violastudent

Das El­sie Kühn-Leitz Sti­pen­di­um, das die Wetz­la­rer Kul­tur­ge­mein­schaft mit Un­ter­stüt­zung der Ernst Leitz Stif­tung und des Or­ches­t­re Na­tio­nal Avi­gnon Pro­vence seit 2023 jähr­lich aus­schreibt, soll jun­ge Mu­si­ker*in­nen da­bei un­ter­stüt­zen, ihr künst­le­ri­sches Po­ten­ti­al best­mög­lich zu ent­fal­ten. Im Aus­schrei­bungs­zeit­raum 2025/26 rich­te­te sich das Sti­pen­di­um an Mu­si­ker*in­nen im Al­ter von 18 bis 25 Jah­ren, die an ei­ner deut­schen Mu­sik­hoch­schu­le Vio­la, Vio­lon­cel­lo, Horn oder Oboe stu­die­ren bzw. stu­diert ha­ben. Be­wor­ben hat­ten sich Stu­die­ren­de aus 16 Na­tio­nen von 17 Mu­sik­hoch­schu­len in Deutsch­land.

Vita

Der namibische Bratschist Eike Coetzee, geboren 2002, begann im Alter von sieben Jahren mit dem Geigenspiel. Mit zehn Jahren gab er sein Debüt als Solist mit dem Namibian National Symphony Orchestra.
Derzeit absolviert Eike sein Bachelorstudium bei Prof. Tabea Zimmermann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Zuvor besuchte er die HfM Franz Liszt und das Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar, wo er zur Bratsche wechselte und bei Prof. Erich Krüger und Prof. Ditte Leser studierte. Eike Coetzee erhielt weitere musikalische Inspiration von Roland Glassl, Thomas Riebl, Florian Richter, Friedemann Eichhorn, Tim Vogler und Beate Hartmann.

Kammermusik ist eine seiner größten Leidenschaften. Seit Sommer 2024 ist Eike Coetzee Stipendiat der Kammermusikakademie der Villa Musica und tritt mit Musikern wie Frank Dupree und Marc Bouchkov auf. Bei der „Chamber Music Connects the World 2024” der Kronberg Akademie trat er mit Miklós Perényi, Gary Hoffmann und Gidon Kremer auf. Auf Festivals wie den WestfalenClassics und dem Camino Lituano muzikos festivalis arbeitete er mit Musikern wie Alexey Stadler, Piotr Szumieł, José Gallardo, Gernot Süßmuth, Luka Coetzee und Charlotte Thiele zusammen.

Zu seinen Orchestererfahrungen zählen Vertretungsprojekte mit den Münchner Philharmonikern und der Internationalen Ensemble Modern Akademie sowie frühere Erfahrungen mit Jugendorchestern, teilweise als Solobratschist im Bundesjugendorchester, der Deutschen Streicherphilharmonie und den Hochschulorchestern der HfM Franz Liszt Weimar und der HfMDK Frankfurt.

Eike Coetzee hat mehrere Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen. Zuletzt war er im Oktober 2024 Halbfinalist beim Internationalen Max-Rostal-Viola-Wettbewerb. Im März 2023 wurde er mit dem Grand Prix des Internationalen Szymon-Goldberg-Wettbewerbs ausgezeichnet. Zu seinen früheren Erfolgen zählen erste Preise bei „Jugend musiziert“ und die Silbermedaille beim Nationalen Jugendmusikwettbewerb 2021 in Südafrika.

Fra­gen & Kon­takt

Erfolge

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