Neues Streichquartett-Instrumentarium des Geigenbauers Frank Rittwagen.

pressemitteilung

„In­stru­men­ten­bau ist eine Mi­schung aus In­ge­nieurs­kunst, Hand­werk und In­tui­ti­on. Die gilt be­son­ders für den Bau ei­nes ge­sam­ten Streich­quar­tetts. Frank Ritt­wa­gen ist es ge­lun­gen, klang­mäch­ti­ge, fein auf­ein­an­der ab­ge­stimm­te In­stru­men­te zu bau­en. Für die Stu­die­ren­den der HfMDK, die auf ih­nen spie­len, brin­gen sie den Um­stieg in die Meis­ter­klas­se“, sagt Prof. El­mar Ful­da, Prä­si­dent der Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­fut (HfMDK).

Mit dem Satz von Meis­ter­in­stru­men­ten ge­winnt die HfMDK für jun­ge Mu­si­ker*in­nen zu­sätz­li­che At­trak­ti­vi­tät. Fort­ge­schrit­te­ne Stu­die­ren­de kön­nen hier eine ein­zig­ar­ti­ge Ba­sis für ihre Aus­bil­dung er­hal­ten.

Das Ehe­paar Dr. Alin Adom­eit und Mi­cha­el Hau­ger, Mit­glie­der der Ge­sell­schaft der Freun­de und För­de­rer der HfMDK, hat den hoch­wer­ti­gen In­stru­men­ten­satz er­wor­ben und stellt ihn der HfMDK als Dau­er­leih­ga­be zur Ver­fü­gung.
 
Am Don­ners­tag, den 5. Mai prä­sen­tiert das Oxa­lis Quar­tett – mit Mar­ta Ko­val­o­va (Vio­li­ne I), Frie­de­ri­ke Kam­pick (Vio­li­ne II), Tim Düll­berg (Vio­la) und Lu­ci­ja Ru­pert (Vio­lon­cel­lo) – die neu­en In­stru­men­te.

Das Oxa­lis Quar­tett ...

... fand sich 2017 an der Hoch­schu­le für Mu­sik Mainz zu­sam­men und ver­eint vier jun­ge Mu­si­ker*in­nen – aus der Ukrai­ne, Slo­we­ni­en und Deutsch­land stam­mend –, die ihre gro­ße Lei­den­schaft für die Li­te­ra­tur des Streich­quar­tetts tei­len und ge­mein­sam dar­in auf­ge­hen. Im Ok­to­ber 2021 be­gann das Streich­quar­tett sei­ne künst­le­ri­sche Aus­bil­dung im Mas­ter-Stu­di­en­gang an der HfMDK bei Prof. Tim Vog­ler. Ne­ben Stu­di­en bei Ben­ja­min Berg­mann, Ma­nu­el Fi­scher-Dies­kau, Pe­tra Mül­le­jans und Hans-Wer­ner Hup­pertz sam­mel­ten die vier Künst­ler*in­nen wich­ti­ge mu­si­ka­li­sche Im­pul­se auf Meis­ter­kur­sen des Gold­mund Quar­tetts, im Rah­men der Bad Hom­bur­ger Schloss­kon­zer­te so­wie durch Kon­zer­te, Gast­auf­trit­te bei Fes­ti­vals und ei­nem Live-Auf­tritt beim Ra­dio­sen­der Deutsch­land­funk Kul­tur.
Das Oxa­lis Quar­tett – ehe­mals Glücks­klee Quar­tett – ist ge­mein­sam mit dem Gi­tar­ris­ten Rus­sell Poy­ner Preis­trä­ger des In­ter­na­tio­na­len Ger­hard-Vogt-Kam­mer­mu­sik­wett­be­werbs 2019 in Schwein­furt und er­hielt zu­dem För­der­prei­se der Hans und Ger­trud Knei­fel-Stif­tung so­wie der Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten und der Li­te­ra­tur Mainz.

Die In­stru­men­te des neu­en Streich­quar­tetts

„Für ein pro­fes­sio­nel­les Streich­quar­tett stellt sich ir­gend­wann die Fra­ge, auf wel­chen In­stru­men­ten die Mu­si­ker*in­nen idea­ler­wei­se spie­len soll­ten. Zum ei­nen sol­len die In­stru­men­te mit­ein­an­der har­mo­nie­ren, also ho­mo­gen zu­sam­men­klin­gen. Zum an­de­ren soll sich jede ein­zel­ne Stim­me auch ge­gen die an­de­ren durch­set­zen kön­nen. So braucht die 1. Vio­li­ne un­be­dingt eine sehr so­lis­ti­sche, sin­gen­de Qua­li­tät, die 2. Vio­li­ne muss gut ar­ti­ku­lie­ren und als Stüt­ze der 1. ei­nen sehr trag­fä­hi­gen Ton ha­ben. Das Cel­lo braucht als Fun­da­ment ei­nen gu­ten Bass und viel Sub­stanz im Ton so­wie eine strah­lend klin­gen­de A-Sai­te. Die Vio­la braucht eben­so die so­lis­ti­sche Prä­senz, zu­dem soll sie die­se ty­pi­sche, mensch­li­che Wär­me im Klang ha­ben.
Die neu er­wor­be­nen In­stru­men­te von Frank Ritt­wa­gen er­fül­len die­se An­for­de­run­gen auf wun­der­ba­re Art und Wei­se. Vom Mo­dell her ori­en­tie­ren sie sich an der Bau­wei­se von An­to­nio Stra­di­va­ri, von dem es üb­ri­gens das be­rühm­te, einst Niccolò Pa­ga­ni­ni ge­hö­ren­de „Pa­ga­ni­ni“ Quar­tett gibt, wel­ches als Vor­bild des Quar­tetts gel­ten kann. Die In­stru­men­te ha­ben al­le­samt ei­nen sehr trag­fä­hi­gen, durch­set­zungs­fä­hi­gen Klang, sie tren­nen und ar­ti­ku­lie­ren her­vor­ra­gend. Und sie ha­ben eine Stim­me, die ich per­sön­lich als sehr mensch­lich und au­then­tisch emp­fin­de. Ich bin froh und glück­lich, dass es an der Hoch­schu­le jetzt die Mög­lich­keit gibt, gan­ze Stu­die­ren­den­quar­tet­te mit die­sen hoch­ka­rä­ti­gen In­stru­men­ten zu un­ter­stüt­zen und sie viel­leicht auch zu ani­mie­ren, noch mehr in die Kam­mer­mu­sik­ar­beit zu in­ves­tie­ren. Wir wer­den ge­mein­sam se­hen und er­le­ben, wie sich die In­stru­men­te ent­wi­ckeln, denn sie ste­hen erst am An­fang ei­nes hof­fent­lich sehr lan­gen Le­bens­we­ges.“ Tim Vog­ler, Pro­fes­sor für Strei­cher­kam­mer­mu­sik an der HfMDK

 

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