Neue Musik und Orgelklänge: Ein Bericht vom „Spring Pipes“-Festival in Kassel

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Die Stu­di­en­fahrt nach Kas­sel er­mög­lich­te den Stu­die­ren­den der Kir­chen­mu­sik, sich in­ten­siv mit Neu­er Mu­sik aus­ein­an­der­zu­set­zen und in­no­va­ti­ve Klang­wel­ten der mo­der­nen Or­gel zu ent­de­cken. Das Fes­ti­val „Spring Pipes“ dien­te als Platt­form für den Aus­tausch zwi­schen Stu­die­ren­den, Leh­ren­den und Kom­po­nist*in­nen und för­der­te eine tie­fe­re Aus­ein­an­der­set­zung mit zeit­ge­nös­si­schen Mu­sik­stü­cken und -tech­ni­ken.

In der Mar­tins­kir­che tra­fen die Stu­die­ren­den auf eine Or­gel mit au­ßer­ge­wöhn­li­chen klang­li­chen Mög­lich­kei­ten, die es ih­nen er­laub­te, mit ver­schie­de­nen Re­gis­tern und dem Ex­pe­ri­men­tal­mo­dul zu ar­bei­ten. Die­se Or­gel bot eine idea­le Ge­le­gen­heit, die klang­li­chen Po­ten­zia­le mo­der­ner Or­gel­mu­sik aus­zu­tes­ten und neue krea­ti­ve Frei­räu­me zu ent­de­cken.

Orgelmusik
(Photo: Lutz Sternstein)

In­ter­ak­ti­ve Kon­zert­for­ma­te und neue Per­spek­ti­ven

Das Er­öff­nungs­kon­zert, bei dem Franz Dank­sag­mül­ler Wer­ke von Do­mi­nik Susteck und ei­ge­nen Kom­po­si­tio­nen prä­sen­tier­te, be­inhal­te­te in­no­va­ti­ve in­ter­ak­ti­ve Ele­men­te. Die Ver­wen­dung von QR-Codes er­mög­lich­te es dem Pu­bli­kum, Vi­de­os auf Smart­pho­nes ab­zu­spie­len, die mit den Or­gel­klän­gen syn­chro­ni­siert wa­ren, um so Teil des mu­si­ka­li­schen Er­leb­nis­ses zu wer­den.

Im Ver­lauf des Fes­ti­vals be­schäf­tig­ten sich die Stu­die­ren­den in­ten­siv mit mo­der­nen Par­ti­tu­ren und er­ar­bei­te­ten krea­ti­ve Im­pro­vi­sa­tio­nen. Der Aus­tausch mit den Leh­ren­den und das ge­mein­sa­me Aus­pro­bie­ren von Ide­en hal­fen den Stu­die­ren­den, die mo­der­ne Mu­sik noch bes­ser zu ver­ste­hen und ihr mu­si­ka­li­sches Re­per­toire zu er­wei­tern.

Mi­ni­mal Mu­sic und ex­pe­ri­men­tel­le Klän­ge

Die Stu­die­ren­den ent­deck­ten die Tech­ni­ken der Mi­ni­mal Mu­sic und ex­pe­ri­men­tier­ten mit un­ge­wöhn­li­chen Klän­gen der Or­gel. Un­ter An­lei­tung von Franz Dank­sag­mül­ler und Prof. Cars­ten Wie­busch setz­ten sie die­se auf der Or­gel um und er­schlos­sen sich neue Klang­wel­ten.

Im Ab­schluss­kon­zert prä­sen­tier­ten sie das Er­lern­te in ei­ner öf­fent­li­chen Auf­füh­rung. In Zu­sam­men­ar­beit mit der Mu­sik­klas­se der Ahn­tal­schu­le er­klan­gen Wer­ke von John Cage und ei­ge­ne Im­pro­vi­sa­tio­nen auf der Or­gel. Das Kon­zert zeig­te die Viel­falt der Neu­en Mu­sik und die krea­ti­ven Mög­lich­kei­ten, die die Or­gel zu bie­ten hat.

»Diese Studienfahrt hat mir völlig neue Klangwelten eröffnet und mir gezeigt, wie viel Kreativität und Freiheit in der Orgelmusik steckt.«Eva Müller, Teilnehmerin an der Studienfahrt

Eine Be­rei­che­rung für die ei­ge­ne mu­si­ka­li­sche Pra­xis

Die Teil­neh­men­den be­schrei­ben die Stu­di­en­fahrt nach Kas­sel als eine wert­vol­le künst­le­ri­sche und per­sön­li­che Er­fah­rung. Der Aus­tausch mit an­de­ren Mu­si­ker*in­nen und die Ent­de­ckung neu­er klang­li­cher Mög­lich­kei­ten an der Or­gel ga­ben ih­nen neue Im­pul­se für ihre wei­te­re mu­si­ka­li­sche Ent­wick­lung.

Die Stu­di­en­fahrt wur­de freund­lich un­ter­stützt durch die Ge­sell­schaft der Freun­de und För­de­rer der HfMDK (GFF).

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