HANS DIETER RESCH in memoriam

pressemitteilung

Am 29. Juni 2022 ist Prof. Hans Die­ter Resch, lang­jäh­ri­ger ehe­ma­li­ger Rek­tor der Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt, im Al­ter von 90 Jah­ren in Frank­furt ge­stor­ben.

Seit 1975 hat­te der Kom­po­nist und Di­ri­gent zwan­zig Jah­re lang die­ses Amt ne­ben sei­ner Lehr- und Mu­si­zier­tä­tig­keit aus­ge­führt. Er voll­ende­te den Aus­bau des Fä­cher­ka­nons durch er­neu­te Eta­blie­rung der Jazz- und Po­pu­lar­mu­sik so­wie der Mu­sik­wis­sen­schaft an der Hoch­schu­le. Dar­über hin­aus ge­wann er nam­haf­te Künst­le­rin­nen und Künst­ler wie Edith Pei­ne­mann, Hart­mut Höll, Charles Spen­cer, Hans Zen­der, Bern­hard Kon­tars­ky, Ray­mund Ha­ve­nith, Karl Ber­ger, Isa­bel Mund­ry und Ta­bea Zim­mer­mann für das Haus.

1982 wur­de ein mu­sik­wis­sen­schaft­li­ches Se­mi­nar ein­ge­rich­tet, 1989 er­hielt der da­ma­li­ge Fach­be­reich „Mu­sik­päd­ago­gik und Mu­sik­wis­sen­schaft“ das Pro­mo­ti­ons­recht. Zu­dem wur­de mit dem Hin­de­mith-In­sti­tut eine re­nom­mier­te For­schungs­ein­rich­tung im Hau­se an­ge­sie­delt.

Mas­siv setz­te sich Hans Die­ter Resch für die Rea­li­sie­rung ei­nes drin­gend be­nö­tig­ten Er­wei­te­rungs­baus zum al­ten Funk­haus ein, des­sen Di­men­sio­nen dem stark aus­ge­wei­te­ten Lehr­an­ge­bot und den ent­spre­chend ge­stie­ge­nen Stu­die­ren­den­zah­len schon lan­ge nicht mehr ge­nüg­ten. Dank sei­ner be­harr­li­chen Be­mü­hun­gen konn­te schließ­lich 1990 ein mo­der­ner Neu­bau fer­tig­ge­stellt wer­den, der seit­her die Funk­ti­on des Haupt­hau­ses über­nom­men hat. 1993 folg­te, als vor­erst letz­te Bau­maß­nah­me, die Fer­tig­stel­lung ei­nes neu­en Bi­blio­theks­ge­bäu­des.

Zu sei­nen zahl­rei­chen hoch­schul­über­grei­fen­den Leis­tun­gen zählt der Auf­bau des Hes­si­schen Jun­gend­sin­fo­nie­or­ches­ters und der Sin­fo­ni­et­ta Frank­furt.
Im Jahr 2003 hat die HfMDK Hans Die­ter Resch für sei­ne Ver­diens­te zum Eh­ren­se­na­tor er­nannt.

Von Crim­mit­schau über Salz­burg und Köln nach Frank­furt

Hans Die­ter Resch wur­de 1932 in Crim­mit­schau ge­bo­ren. Er stu­dier­te Kom­po­si­ti­on, Kla­vier, Di­ri­gie­ren und Mu­sik­erzie­hung am Mo­zar­te­um Salz­burg (1946/1947) und an der Mu­sik­hoch­schu­le Köln (1953–1961).
1957 leg­te Resch die staat­li­che Prü­fung für Mu­sik­erzie­her ab. Zu­nächst war er von 1962 bis 1964 Do­zent am Kon­ser­va­to­ri­um in Dort­mund und an der Mu­si­schen Bil­dungs­stät­te Rem­scheid, an­schlie­ßend von 1964 bis 1969 stell­ver­tre­ten­der Di­rek­tor der Ju­gend­mu­sik­schu­le Frank­furt am Main. Von 1967 bis 1969 un­ter­rich­te­te er be­reits an der Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt, wo er ab 1969 haupt­amt­lich eine Pro­fes­sur über­nahm. 

1992 er­hielt Hans Die­ter Resch die Goe­the-Pla­ket­te des Lan­des Hes­sen, 1997 die Goe­the-Pla­ket­te der Stadt Frank­furt. 2010 wur­de er mit dem Bun­des­ver­dienst­kreuz 1. Klas­se ge­ehrt.

Die HfMDK trau­ert um ih­ren ehe­ma­li­gen Rek­tor, Kol­le­gen und Leh­rer.

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