"Die bitteren Tränen der Petra von Kant" am Staatstheater Mainz

erschrockener, direkter Blick
(Foto: Andreas Etter)
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Jo­han­na En­gel aus dem Stu­dio­jahr Schau­spiel spielt am Staats­thea­ter Mainz.

Die Mo­de­schöp­fe­rin Pe­tra von Kant führt ein er­folg­rei­ches und lu­xu­riö­ses Le­ben; in ih­rem In­ne­ren ver­birgt sich je­doch eine gro­ße Ein­sam­keit. Nach der Schei­dung von ih­rem zwei­ten Mann sehnt sie sich nach ei­ner be­din­gungs­lo­sen Lie­be und glaubt die­se in der jun­gen Frau Ka­rin Thimm ge­fun­den zu
ha­ben. Pe­tras Lie­be zu Ka­rin ist ob­ses­siv; sie be­stimmt all ihre Ge­dan­ken. Sie lässt Ka­rin bei sich woh­nen, ver­hilft ihr zu ei­ner aus­sichts­rei­chen Mo­del­kar­rie­re– und wird den­noch schon nach kur­zer Zeit wie­der von ihr ver­las­sen. Kant, ego­ma­nisch und ego­zen­trisch, lässt ihre gan­ze Ent­täu­schung und Ver­bit­te­rung an ih­rem Ge­burts­tag an al­len Men­schen in ih­rer Um­ge­bung aus – an ih­rer Freun­din Si­do­nie, ih­rer Toch­ter Ga­brie­le, ih­rer Mut­ter Va­le­rie und auch an der ihr treu er­ge­be­nen As­sis­ten­tin Mar­le­ne.

Fass­bin­ders Stück, das er 1972 sehr er­folg­reich ver­film­te, ist „eine Stu­die in De­ka­denz, ge­gen­sei­ti­ger Ab­hän­gig­keit, Lei­den­schaft, Ra­se­rei und Ver­zweif­lung, in sei­nem Hang zum Ex­zess viel­leicht das am wei­tes­ten vor­ge­trie­be­ne, in der Ge­stal­tung vir­tuo­ses­te Me­lo­dram Fass­bin­ders“ (Ul­rich Gre­gor, Ge­schich­te des Films ab 1960).

»100 Minuten lang ist man fasziniert von einer Frauenwelt voller Kleinlichkeiten, dem Tand der Modewelt und der ewigen Suche einer Frau, die besessen ist von dem Wunsch nach vollkommener Liebe und einer Beziehung, die sie nicht findet, weil sie sich selbst noch nicht gefunden hat.«Allgemeine Zeitung
Drei Frauen in rosa Kleider posieren vor der Kamera in überschwänglicher Stimmung.
(Foto: (c) Andreas Etter)

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