Cel­lo­Do­cu

Eine di­gi­ta­le Platt­form von und für In­ter­pret*in­nen, Kom­po­nist*in­nen, Wis­sen­schaft­ler*in­nen und Hö­rer*in­nen mit Do­ku­men­ta­tio­nen au­then­ti­scher Auf­füh­rungs­pra­xis neu­er Mu­sik, fo­kus­siert auf Spiel­tech­nik, No­ta­ti­on und Den­ken – und all das frei zu­gäng­lich!

Prof. Lucas Fels spielt Violoncello
(Photo: Vincenzo Santarcangelo)

„Cel­lo­Do­cu“ ist ein di­gi­ta­les For­schungs­pro­jekt, das von Lu­cas Fels und Ans­si Kart­tu­nen in­iti­iert wur­de. Ziel ist es, ein um­fas­sen­des Ar­chiv mit Ton- und Bild­do­ku­men­ta­tio­nen zu er­stel­len, das eine au­then­ti­sche Auf­füh­rungs­pra­xis von Mu­sik für Cel­lo aus dem 20. und 21. Jahr­hun­dert ver­füg­bar macht.

 

Vor­ha­ben

Im For­schungs­vor­ha­ben wird un­ter­sucht, wie die fach­über­grei­fen­de und in­ter­dis­zi­pli­nä­re Ein­bet­tung ei­nes ein­zu­stu­die­ren­den Werks neu­er Mu­sik für Vio­lon­cel­lo mehr Mög­lich­kei­ten öff­net, Wege zu ei­ner ei­ge­nen, „gül­ti­gen“ In­ter­pre­ta­ti­on ge­hen zu kön­nen. Da­bei soll eine Web­site auf­ge­baut wer­den, die al­len in­ter­es­sier­ten, su­chen­den Men­schen kon­kret hel­fen soll, mu­si­ka­li­sche Fra­gen in grö­ße­re Zu­sam­men­hän­ge zu stel­len.

 

Drei Zie­le

  1. Den Spie­len­den das für un­mög­lich Ge­hal­te­ne „hand­werk­lich“ zu zei­gen und Le­se­hil­fe für un­ge­wohn­te No­ta­ti­on zu ge­ben und Kom­po­nist*in­nen im (Aus-)Pro­bie­ren am In­stru­ment und De­fi­nie­ren auf den Weg zur No­ta­ti­on zu be­glei­ten. 
  2. Den Spie­len­den durch künst­le­ri­sche For­schung die Un­si­cher­heit ge­gen­über Un­be­kann­tem in der Mu­sik zu neh­men. Hilf­reich und not­wen­dig ist da­bei ein (an­ge­lei­te­ter) Zu­gang zu ver­schie­de­nen wis­sen­schaft­li­chen Dis­zi­pli­nen, die sich (auch) mit Mu­sik be­fas­sen.
  3. Eine ge­pfleg­te Bil­dung ei­nes Re­per­toires zeit­ge­nös­si­scher Cel­lo-Wer­ke. Mit der Platt­form soll ein er­wei­ter­ter Kreis an­ge­regt und be­stärkt wer­den, die Zu­sam­men­ar­beit mit kom­po­nie­ren­den Zeit­ge­noss*in­nen als selbst­ver­ständ­lich zu neh­men, eben­so die Pro­gram­mie­rung ih­rer Wer­ke in Auf­füh­run­gen.

Im Tra­die­ren von Kennt­nis und Kön­nen im Spiel zeit­ge­nös­si­scher Mu­sik für Cel­lo kann man die Not­wen­dig­keit be­ob­ach­ten, an zwei Stel­len ein­zu­grei­fen: ge­gen das Nicht-Le­sen-Kön­nen ei­ner mit­un­ter sehr in­di­vi­dua­li­sier­ten No­ta­ti­on. Und ge­gen die Ver­un­si­che­rung, die aus der Über­for­de­rung mit der ver­ba­len Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Kom­po­nist*in­nen und Cel­list*in­nen ent­ste­hen kann. Es man­gelt an bes­se­rer De­fi­ni­ti­on des­sen, wor­über man spricht, ei­nem ge­mein­sa­men „Vo­ka­bu­lar“.

Auf der Platt­form soll ge­nau die­ses ent­wi­ckelt wer­den: Der Mu­sik für Cel­lo wird sich aus al­len mög­li­chen Per­spek­ti­ven (kom­po­nie­ren, spie­len, hö­ren, dis­ku­tie­ren, „ver­ste­hen“) an­ge­nä­hert. So soll Bild- und Ton-Ma­te­ri­al be­reit­ge­stellt wer­den, das ne­ben der No­ta­ti­on und Spiel­tech­nik auch Re­fle­xi­on und Mu­sik­phi­lo­so­phie in wei­tes­ter De­fi­ni­ti­on um­fasst. Von die­sem Vo­ka­bu­lar sol­len ne­ben den In­ter­pret*in­nen auch Kom­po­nist*in­nen, Wis­sen­schaft­ler*in­nen und Hö­rer*in­nen pro­fi­tie­ren kön­nen. 

Er­geb­nis­se

Die ers­ten Er­geb­nis­se die­ses For­schungs­pro­jekts wur­den beim Tag der For­schung 2023 an der HfMDK vor­ge­stellt. In ei­nem Vi­deo-In­ter­view er­zäh­len die bei­den Mu­si­ker, was sie bei ih­rer For­schung an­treibt und mit wel­chen Schwie­rig­kei­ten sie zu kämp­fen ha­ben.

Wei­te­re Ent­wick­lun­gen zu die­sem For­schungs­the­ma wer­den fort­wäh­rend ak­tua­li­siert.

Fra­gen & Kon­takt

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