Galina Tsiokos

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Der Tag be­ginnt mit Ga­li­na Tsio­kos. Sie ist im­mer die ers­te, die das Ge­bäu­de der HfMDK in der Eschers­hei­mer Land­stra­ße be­tritt.

Dann ver­teilt sie die Schlüs­sel an die sie­ben Mit­ar­bei­te­rin­nen, be­vor sich jede zur ei­ge­nen Sta­ti­on auf­macht. „Noch stö­ren wir nie­man­den beim Üben oder Un­ter­rich­ten. Und uns stört auch nie­mand“, sagt Ga­li­na Tsio­kos. Seit der Pan­de­mie stellt sie je­doch fest: Nach Par­tys sind In­nen­hof, Foy­er und Toi­let­ten oft sehr ver­dreckt. „Über­all fin­den wir lee­re Fla­schen und Zi­ga­ret­ten­stum­mel, ob­wohl alle zwei Me­ter ein Müll­ei­mer steht – das war vor­her nicht so. Hier wün­sche ich mir ein­fach mehr Re­spekt für un­se­re Ar­beit.“

Da­bei weiß sie, dass man sich auch täu­schen kann: „Eine Kol­le­gin hat im Opern­stu­dio mal lee­re Whis­ky-Fla­schen, Ser­vi­et­ten und Tel­ler ent­sorgt. Am nächs­ten Tag tob­te der Pro­fes­sor, weil die Re­qui­si­ten für sein Büh­nen­bild plötz­lich weg wa­ren.“

Ga­li­na Tsio­kos ar­bei­tet seit 2014 an der HfMDK und fühlt sich mit den Men­schen hier längst ver­bun­den wie mit ih­rer ei­ge­nen Fa­mi­lie, die sie als „ge­misch­ten Sa­lat“ be­schreibt: Sie hat ei­nen rus­si­schen Pass, ei­nen grie­chi­schen Ehe­mann und drei Kin­der mit deut­scher Staats­bür­ger­schaft. Mul­ti­kul­ti – wie die HfMDK …

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