Differenzierte Routinen: Die Tagung der Gesellschaft für Musikpädagogik

Ein Plakat an einer Magnetwand, das auf die Tagung der Gesellschaft für Musikpädagogik hinweist, mit einer handschriftlich notierten Wegweisung.
Die Tagung der Gesellschaft für Musikpädagogik fand von 20. bis 22. März an der HfMDK statt.(Photo: Bernhard Siebert)
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„Künst­le­ri­sche Pra­xis und Rou­ti­ne“ – zu die­sem The­ma lud von 20. bis 22. März 2026 die Ge­sell­schaft für Mu­sik­päd­ago­gik an die Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt. Gast­ge­ber*in­nen wa­ren so­wohl der Vor­stand der GMP als auch Ka­tha­ri­na Schil­ling-Sand­voß und Con­stan­ze Ti­na­wi für die HfMDK. Von Frei­tag­nach­mit­tag bis Sonn­tag­mit­tag wur­den The­sen vor­ge­tra­gen, ak­tu­el­le The­men dis­ku­tiert und neu­es­te For­schungs­er­kennt­nis­se aus­ge­tauscht.

Zwei Musiker*innen stehen vor einem Flügel, mit Blumen und kleinen Geschenken in den Händen.
Nach künstlerischen Beiträgen von Studierenden ...(Photo: Bernhard Siebert)
Constanze Rora steht mit einem Blatt in der Hand im Kleinen Saal der HfMDK.
... und Grußworten von Constanze Rora, der Vorsitzenden der GMP, ...(Photo: Bernhard Siebert)
Elmar Fulda steht im Kleinen Saal am Redepult.
... ebenso wie von Elmar Fulda, dem Präsidenten der HfMDK, ...(Photo: Bernhard Siebert)
Katja Schneider steht am Redepult im Kleinen Saal der HfMDK, hinter ihr auf der Präsentationsleinwand ist das Cover des von ihr herausgegebenen Buchs "Routinen im Tanz" zu sehen.
... wurden zwei Keynotes vorgetragen: Die erste von der Tanzwissenschaftlerin Katja Schneider (HfMDK Frankfurt) ...(Photo: Bernhard Siebert)
Ulrich Mahlert steht am Redepult des Kleinen Saals der HfMDK.
... und die zweite vom Musikpädagogen Ulrich Mahlert (UdK Berlin).(Photo: Bernhard Siebert)

Er­öff­net wur­de die Ta­gung durch künst­le­ri­sche Bei­trä­ge von Stu­die­ren­den und Be­grü­ßungs­wor­te von Con­stan­ze Rora (HMT Leip­zig) und El­mar Ful­da (HfMDK Frank­furt). Die ers­te Key­note kam von Sei­ten der Tanz­wis­sen­schaft: Kat­ja Schnei­der re­ka­pi­tu­lier­te das Kon­zept und die Er­geb­nis­se der Ta­gung „Re-rou­ting Rou­ti­nes“ aus dem Jahr 2022. Ul­rich Mah­lert (Uni­ver­si­tät der Küns­te Ber­lin) stell­te dann in der zwei­ten Key­note aus mu­sik­päd­ago­gi­scher Per­spek­ti­ve die Fra­ge, ob die An­wen­dung von Rou­ti­nen in künst­le­ri­scher Pra­xis nicht nur „gut­ge­hen“, son­dern auch „gut ge­hen“ kann.

Bei den über 25 Bei­trä­gen gab es aus­rei­chend Zeit für Dis­kus­si­on, im Klei­nen Saal der HfMDK eben­so wie am Buf­fet im Foy­er. Die Band­brei­te reich­te von his­to­ri­schen The­men bis hin zu Fra­gen des Post­di­gi­ta­len. Im­mer wie­der stand die Fra­ge neu im Raum: Wo sind Rou­ti­nen im Künst­le­ri­schen und in der Kunst­ver­mitt­lung sinn­voll und wo müs­sen sie durch­bro­chen wer­den?

Katharina Schilling-Sandvoß spricht zum Publikum im Kleinen Saal der HfMDK.
Katharina Schilling-Sandvoß hatte die Tagung nach Frankfurt geholt, ...(Photo: Bernhard Siebert)
Das Publikum im Kleinen Saal der HfMDK applaudiert.
die an allen Tagen sehr gut besucht war.(Photo: Bernhard Siebert)
Anna Catharina Nimczik vor ihrer Präsentation im Kleinen Saal der HfMDK.
Zwischen den über 25 Beiträgen ...(Photo: Bernhard Siebert)
Das Foyer des Kleinen Saals der HfMDK, in dem am Buffet und an Stehtischen in kleinen Gruppen diskutiert wird.
... konnten die Gäste im Foyer bei Kaffee und Tee weiter diskutieren.(Photo: Bernhard Siebert)

Im Zuge der Ta­gung wur­de am Sams­tag auch der För­der­preis der Gi­se­la und Pe­ter W. Schatt Stif­tung für mu­sik­päd­ago­gi­sche Dis­ser­ta­tio­nen ver­lie­hen: Pe­ter W. Schatt über­gab den För­der­preis per­sön­lich an Lea Tig­ges, die in ih­rer Ar­beit mit dem Ti­tel „Par­ti­zi­pa­ti­on im Chor“ die mu­si­ka­lisch-kul­tu­rel­len Bil­dungs­pro­zes­se in Kna­ben­chö­ren un­ter­sucht. Der Preis in Höhe von 2.000 Euro wird als Druck­kos­ten­zu­schuss zur Ver­öf­fent­li­chung der Dis­ser­ta­ti­on von der Stif­tung di­rekt an den Ver­lag ge­zahlt.

Lea Tigger und Peter W. Schatt diskutieren an einem Stehtisch im Foyer der HfMDK miteinander.
Lea Tigges (links) erhielt von Peter W. Schatt (rechts) den Förderpreis der Gisela und Peter W. Schatt Stiftung.(Photo: Bernhard Siebert)
Drei Personen sitzen in einer Stuhlreihe und besprechen gemeinsam ein Arbeitsblatt.
Das Programm der Tagung wurde ergänzt durch Workshops ...(Photo: Bernhard Siebert)
Martina Benz steht am Redepult des Kleinen Saals der HfMDK.
... und einen wissenschaftlichen Rückblick auf die erarbeiteten Positionen.(Photo: Bernhard Siebert)
Postkarten zur Bewerbung der Tagung liegen in einem Stapel auf einem Tisch, daneben eine Mappe mit den Logos der GMP und der HfMDK.
(Photo: Bernhard Siebert)

Die Ta­gung durch­brach da­bei selbst im­mer wie­der die gän­gi­ge Ta­gungs­rou­ti­ne, etwa durch Work­shop-An­ge­bo­te oder ei­nen Stadt­rund­gang durch Frank­furt. Und sie wur­de am Ende auch noch­mals kri­tisch zu­sam­men­ge­fasst: Mar­ti­na Benz hat­te sich wäh­rend al­ler drei Tage No­ti­zen ge­macht und lie­fer­te den An­we­sen­den ei­nen fun­dier­ten Rück­blick auf die Po­si­tio­nen und De­bat­ten. Und: Die nächs­te Ta­gung ist für 2028 be­reits in Pla­nung.

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