Demokratie stärken – Engagement fördern: HfMDK vergibt erstmals Demokratiestipendien

pressemitteilung

De­mo­kra­tie ist für 80 Pro­zent und da­mit für die Mehr­heit der Men­schen in Deutsch­land ein zen­tra­ler Wert. Zu die­sem Er­geb­nis kommt die re­prä­sen­ta­ti­ve Mit­te-Stu­die der Fried­rich-Ebert-Stif­tung von 2025. Gleich­zei­tig ma­chen ge­sell­schaft­li­che Span­nun­gen, ein wach­sen­des Miss­trau­en ge­gen­über Par­tei­en so­wie zu­neh­men­de Po­la­ri­sie­run­gen deut­lich, dass De­mo­kra­tie kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit ist. Umso wich­ti­ger ist es, de­mo­kra­ti­sche Kom­pe­ten­zen ak­tiv zu för­dern und zu stär­ken. Hoch­schu­len spie­len hier­bei eine Schlüs­sel­rol­le: Als Orte der frei­en Rede, kri­ti­schen Re­fle­xi­on und Mit­be­stim­mung för­dern sie de­mo­kra­ti­sche Kom­pe­ten­zen wie Dia­log­fä­hig­keit, Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein und kri­ti­sches Den­ken.

Auch die Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt (HfMDK) hat ihre ge­sell­schafts­po­li­ti­sche Ver­ant­wor­tung neu in den Blick ge­nom­men und zum Win­ter­se­mes­ter 2025/26 erst­mals zwei De­mo­kra­tie­sti­pen­di­en ver­ge­ben. Aus­ge­zeich­net wer­den Stu­die­ren­de, die sich in be­son­de­rer Wei­se hoch­schul­po­li­tisch en­ga­gie­ren und sich ak­tiv für de­mo­kra­ti­sche Wer­te in­ner­halb der Hoch­schu­le ein­set­zen.

»Hochschulen sind Labore der Gesellschaft. Wir brauchen junge Menschen, die sich für die Hochschulgemeinschaft einsetzen, sie mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Deshalb hat die HfMDK ein neues Stipendium eingerichtet, um demokratisches Engagement unserer Studierenden gezielt zu ermöglichen.«HfMDK-Präsident Prof. Elmar Fulda

Ge­ra­de in künst­le­ri­schen Stu­di­en­gän­gen sind die zeit­li­chen Res­sour­cen stark be­grenzt: In­ten­si­ve Pro­ben­pha­sen, zahl­rei­che Lehr­ver­an­stal­tun­gen und ein ho­her Leis­tungs­druck er­schwe­ren häu­fig eine kon­ti­nu­ier­li­che Mit­ar­beit in Gre­mi­en und In­itia­ti­ven. Das Demokratie­stipendium soll da­her nicht nur An­er­ken­nung für her­aus­ra­gen­des En­ga­ge­ment sein, son­dern ganz kon­kret zeit­li­che Frei­räu­me und fi­nan­zi­el­le Ent­las­tung schaf­fen – da­mit de­mo­kra­ti­sche Mit­ge­stal­tung an der Hoch­schu­le mög­lich bleibt.

Elin May­er (Vize-Vor­sit­zen­de des AStA) und Eli­as Ohly (AStA-Vor­sit­zen­der) – bei­de brin­gen sich seit vie­len Se­mes­tern hoch­schul­po­li­tisch un­ter an­de­rem im AStA, in der Men­tal Health AG ak­tiv ein, be­treu­en den El­tern-Kind-Raum und sind in­vol­viert in das The­ma Neu­bau und Sa­nie­rung des C-Ge­bäu­des – sind die ers­ten bei­den Stu­die­ren­den, die am 12. Fe­bru­ar 2026 im Rah­men ei­ner klei­nen Ver­ga­be­fei­er ihre Sti­pen­di­en ent­ge­gen­neh­men kön­nen.
Elin May­er über ihre Mo­ti­va­ti­on:„Die Ar­beit in Gre­mi­en stärkt Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein, Selbst­wirk­sam­keit und so­zia­le Kom­pe­ten­zen so­wie Frus­tra­ti­ons­to­le­ranz, Re­si­li­enz und Durch­hal­te­ver­mö­gen. Zu­gleich geht es dar­um, die An­lie­gen ak­tu­el­ler und zu­künf­ti­ger Stu­die­ren­der ver­ant­wor­tungs­voll zu ver­tre­ten. Be­son­ders wich­tig ist mir, die viel­fäl­ti­gen Be­dürf­nis­se un­se­rer Stu­die­ren­den sicht­bar zu ma­chen und zu re­prä­sen­tie­ren – ge­ra­de dort, wo un­ter­schied­li­che In­ter­es­sen, Dis­zi­pli­nen und Le­bens­rea­li­tä­ten auf­ein­an­der­tref­fen.“

Die För­de­rung be­trägt bis zu 500 Euro mo­nat­lich für ma­xi­mal zwölf Mo­na­te; eine er­neu­te Be­wer­bung ist mög­lich.

Be­wer­ben kön­nen sich an der HfMDK im­ma­tri­ku­lier­te Stu­die­ren­de, die sich in Selbst­ver­wal­tungs­gre­mi­en wie Stu­Pa, AStA, Se­nat oder Fach­be­reichs­rä­ten en­ga­gie­ren.

Über die Ver­ga­be hat die Jury ent­schie­den un­ter Vor­sitz des HfMDK-Prä­si­den­ten, ge­mein­sam mit Han­nah Lind­ner, stu­den­ti­sche Ver­tre­tung und Mit-In­itia­to­rin des Sti­pen­di­ums so­wie Frank­furts Bür­ger­meis­te­rin Dr. Nar­gess Eskan­da­ri-Grün­berg.

Die HfMDK dankt al­len För­der*in­nen des Demokratie­stipendiums so­wie der Ge­sell­schaft der Freun­de und För­de­rer der HfMDK, die mit ih­ren Spen­den die Ver­ga­be der Demokratie­stipendien er­mög­li­chen.

Eloin und Elias

Elin Mayer und Elias Ohly, die ersten HfMDK-Demokratie-Stipendiat*innen

Pres­se­kon­takt