Damit uns die Welt nicht davonfährt

Drei Studierende sitzen mit dem Präsidenten am Tisch im Gespräch
(Foto: Maximilian Borchardt)
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Die Zahl lässt auf­hor­chen: In Deutsch­land ma­chen die Men­schen un­ter 30 Jah­ren nur 14 Pro­zent der Ge­samt­wäh­ler­schaft aus. Da­mit ver­schiebt sich der Fo­kus der Po­li­tik – weg von den The­men der Jün­ge­ren, stär­ker hin zu An­lie­gen der über Sech­zig­jäh­ri­gen, die die größ­te Wäh­ler­grup­pe bil­den. Die­ses Phä­no­men nennt die Wis­sen­schaft Adul­tis­mus. Des­halb for­dert Ala­din El-Ma­faa­la­ni, Pro­fes­sor für Mi­gra­ti­ons- und Bil­dungs­so­zio­lo­gie an der TU Dort­mund, eine „ra­di­ka­le Par­ti­zi­pa­ti­on von jun­gen Men­schen bei al­len Fra­gen, die sie be­tref­fen – auch und vor al­lem in Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen“.

Hoch­schul­prä­si­dent Prof. El­mar Ful­da im Ge­spräch mit Stu­die­ren­den über po­li­ti­sche Teil­ha­be in Ge­sell­schaft und Hoch­schu­le.

DO­KU­MEN­TA­TI­ON: BJÖRN HA­DEM

El­mar Ful­da: Wel­che Be­lan­ge Ih­rer Ge­nera­ti­on ver­mis­sen Sie in der ak­tu­el­len po­li­ti­schen De­bat­te?

An­na­bel Loui­se Bü­cker: Ich fin­de, dass ge­ne­rell zu we­nig da­nach ge­fragt wird, was jun­ge Men­schen be­schäf­tigt; sie sind sel­ten The­ma oder gar Teil der po­li­ti­schen Dis­kus­si­on. Die Boo­mer-Ge­nera­ti­on ver­sucht nicht all­zu oft, sich em­pa­thisch in un­se­re Lage zu ver­set­zen. Für mich ist ein wich­ti­ges The­ma die Fra­ge nach men­ta­ler Ge­sund­heit, ge­ra­de im Kon­text der zu­neh­men­den Di­gi­ta­li­sie­rung. Wel­che Aus­wir­kun­gen hat die­ser Wan­del auf un­se­re Ge­nera­ti­on? Die durch die Di­gi­ta­li­sie­rung ge­stie­ge­nen An­for­de­run­gen und die da­mit ver­bun­de­ne Be­schleu­ni­gung sind Be­las­tun­gen, de­nen die Po­li­tik zu we­nig Be­ach­tung schenkt. Statt­des­sen wer­den die jun­gen Men­schen oft als eher pas­siv und faul wahr­ge­nom­men.

Le­win Krel­la: Kon­kret müss­ten die Po­li­ti­ker eine Dis­kus­si­on mit der jun­gen Ge­nera­ti­on dar­über füh­ren, müss­ten wir alle be­spre­chen, wo wir als Ge­sell­schaft über­haupt hin­wol­len. Wel­che Vi­si­on ha­ben wir an­ge­sichts ei­nes ste­tig wach­sen­den Leis­tungs­drucks? Dazu ge­hört auch die Fra­ge nach der po­li­ti­schen Kul­tur: Was wir ak­tu­ell an De­bat­ten­stil im Bun­des­tag er­le­ben, ist Aus­druck da­für, dass der Ton in der Ge­sell­schaft ins­ge­samt rau­er wird.

Wie sieht ein op­ti­mal ent­wi­ckel­tes Deutsch­land Ih­rer Vor­stel­lung nach aus, wenn Sie selbst 60 Jah­re alt sind?

Bü­cker: Das ist schwer zu be­ant­wor­ten, weil ich in der po­li­ti­schen De­bat­te ein Den­ken er­le­be, das sich im­mer auf die ak­tu­el­le Le­gis­la­tur­pe­ri­ode be­schränkt und we­nig nach­hal­tig wirkt. In mei­ner „Wunschwelt“ sind Zu­ge­wan­der­te gut in­te­griert, weil wir ih­nen Deutsch bei­gebracht und un­se­re Kul­tur ver­mit­telt ha­ben, und zwar be­reits in der Schu­le. Statt Men­schen ab­zu­schie­ben, die nach Deutsch­land kom­men, soll­ten wir schau­en, wie wir von und mit ih­nen und sie von uns pro­fi­tie­ren kön­nen. Gleich­zei­tig ha­ben wir un­ser Ge­sund­heits­sys­tem sta­bi­li­siert und die öko­lo­gi­schen Res­sour­cen im Blick, die wir nut­zen und in die wir wei­ter in­ves­tie­ren.

Krel­la: Ich wün­sche mir So­li­da­ri­tät der Reichs­ten mit den Är­me­ren. Und eine Po­li­tik, die Pro­ble­me deut­lich schnel­ler löst als bis­her, zu­mal das In­ter­net wie ein Ka­ta­ly­sa­tor für Be­schleu­ni­gung wirkt. Es gibt vie­le Chan­cen, Pro­ble­me ge­mein­sam zu lö­sen: Wir müs­sen nur häu­fi­ger mu­tig sein und Neu­es wa­gen. Dar­in sind jun­ge Leu­te oft bes­ser, viel­leicht weil sie auf­grund we­ni­ger schlech­ter Er­fah­run­gen kei­ne gro­ße Angst vor Feh­lern ha­ben.

Eli­as Ben­ja­min Ohly: Wenn wir 60 sind, soll­ten gen­ügend Pfle­ge­plät­ze ver­füg­bar sein, eben­so eine an­ge­mes­se­ne Ren­te – im An­ge­sicht des de­mo­gra­fi­schen Wan­dels. Auf al­len Ebe­nen soll­te es eine stär­ke­re po­li­ti­sche Zu­sam­men­ar­beit ge­ben, zum Bei­spiel auf EU-Ebe­ne, um Fra­gen wie Kli­ma­wan­del und Bil­dungs­po­li­tik grö­ßer zu den­ken. Und: Ver­schie­de­ne Ge­nera­tio­nen ge­stal­ten dann ihr po­li­ti­sches Um­feld ge­mein­sam.

Prof. Elmar Fulda im Gespräch mit drei Studierenden
(Foto: Maximilian Borchardt)

Wel­che Fra­gen wür­den Sie Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz stel­len, wenn Sie ihn mor­gen tref­fen könn­ten?

Ohly: Ich wür­de von ihm wis­sen wol­len, wie­so er Men­schen aus der ge­sell­schaft­li­chen Teil­ha­be auf­grund von Ein­kom­men oder Her­kunft aus­schließt, wo­vor er Angst hat, war­um er die­se Angst schürt und war­um die Gren­zen für ihn ge­schlos­sen sein müs­sen.

Bü­cker: Ich möch­te von ihm wis­sen, ob es ihm wirk­lich um das Wohl des Lan­des geht. Er igno­riert mit sei­ner Po­li­tik ei­nen Teil der Be­völ­ke­rung und hört oft weg. Er müss­te aber hö­ren, dass wir ein so­zia­les Pro­blem ha­ben und es nicht nur um die deut­sche Wirt­schaft und die Bei­be­hal­tung des Wohl­stands für die Boo­mer-Ge­nera­ti­on geht. Ich spü­re bei ihm nicht den Wil­len, sich em­pa­thisch in die All­tags­welt von Frau­en oder in we­ni­ger wohl­ha­ben­de Leu­te hin­ein­zu­ver­set­zen, sich zu fra­gen, wie Ge­ring­ver­die­ner exis­ten­zi­ell über die Run­den kom­men.

„… wir [jun­gen Leu­te] äu­ßern uns nur so, dass es von der äl­te­ren Ge­nera­ti­on nicht wahr­ge­nom­men wird …“

Ihre Ge­nera­ti­on gilt – mei­nes Er­ach­tens zu Un­recht – als un­po­li­tisch. Wel­che Rol­le spielt Po­li­tik für Sie?

Krel­la: Die Bun­des­po­li­tik ver­fol­ge ich dau­er­haft und stän­dig – weil ich selbst auf der Su­che nach ei­ner trag­fä­hi­gen Vi­si­on bin, die das Land vor­an­bringt. In die­ser Hin­sicht hat Fried­rich Merz et­was rich­tig ge­macht, als er mehr Op­ti­mis­mus ein­for­der­te. Ein­bli­cke in die Lan­des­po­li­tik habe ich über mein En­ga­ge­ment an der Hoch­schu­le be­kom­men: Hier fin­de ich ei­ni­ges noch un­ver­ständ­li­cher als in der Bun­des­po­li­tik. Auf Lan­des­ebe­ne geht es in mei­nen Au­gen vor­nehm­lich um Her­zens­pro­jek­te von Lan­des­mi­nis­tern, es fehlt mir eine dau­er­haf­te Ge­rad­li­nig­keit.

Ohly: Wir jun­gen Leu­te sind schon sehr po­li­tisch – wir äu­ßern uns aber so, dass es von der äl­te­ren Ge­nera­ti­on nicht wahr­ge­nom­men wird, bei­spiels­wei­se über die so­zia­len Me­di­en. Ich ge­hö­re selbst ei­ner Par­tei an, bin da­mit aber ei­ner der sehr we­ni­gen mei­nes Al­ters. War­um das so ist? Viel­leicht, weil Par­tei­en mit ih­rem Pro­gramm ein Ge­samt­bild vor­ge­ben, das nicht zur jun­gen Ge­sell­schaft passt, die sehr in­di­vi­du­ell ist und wahr­ge­nom­men wer­den möch­te. Da fällt es schwer, sich voll­stän­dig mit ei­ner Par­tei zu iden­ti­fi­zie­ren.

Bü­cker: Ich gebe Eli­as Recht: Die äl­te­re Ge­nera­ti­on, die die Ta­ges­schau sieht, fin­det uns und un­se­re Ak­tio­nen dort nicht. Die Po­li­tik traut uns jun­gen Men­schen zu we­nig zu. Ich er­le­be, dass es in der Po­li­tik vor al­lem um Macht geht, und sich die Wer­te der Par­tei­en ver­schie­ben. Dar­um fin­de ich es schwer, sich für eine Par­tei zu ent­schei­den. Die Rol­le von Po­li­ti­kern soll­te nicht sein, sich wie in ei­ner Show ge­gen­sei­tig an­zu­fein­den und ein schlech­tes Ge­wis­sen zu ma­chen, son­dern viel­mehr das Land wirk­lich zu ver­ei­nen.

Krel­la: So­zia­les und Bil­dung sind Schlüs­sel­fak­to­ren für ein ge­sell­schaft­li­ches Wei­ter­kom­men. Im Mo­ment höre ich dazu in der Po­li­tik vie­le gro­ße Wor­te, er­le­be aber we­nig Kon­kre­tes. Wir ha­ben nicht end­los Zeit, um zu sor­tie­ren, wie die Si­tua­ti­on ge­ra­de ist: Die Welt fährt uns dann in ei­nem an­de­ren Tem­po da­von. Wir kön­nen uns nicht ent­span­nen. Die ak­tu­el­le Po­li­tik spielt klei­ne Ein­kom­men ge­gen kei­ne Ein­kom­men aus, also Ge­ring­ver­die­nen­de ge­gen Men­schen, die Bür­ger­geld emp­fan­gen. Das ist eine Schein­de­bat­te, es geht um sehr we­nig Geld, viel we­ni­ger, als eine an­ge­mes­se­ne Erb­schafts­steu­er ein­brin­gen könn­te. Die Po­li­tik kürzt fi­nan­zi­ell am un­te­ren Ende und se­ziert da­mit den So­zi­al­staat weg. Auch, was die Bil­dungs­po­li­tik in Hes­sen be­trifft: Der ge­for­der­te Spar­kurs ist aus ei­ner in­tel­lek­tu­el­len Per­spek­ti­ve her­aus nur schwer zu er­tra­gen. Ich den­ke da an den kürz­lich ver­han­del­ten Hoch­schul­pakt.

Lewin Krella während des Gesprächs
(Foto: Maximilian Borchardt)

Was är­gert Sie am Hoch­schul­pakt?

Krel­la: Dass der Ko­ali­ti­ons­ver­trag vor­sieht, Hoch­schu­len aus­kömm­lich zu fi­nan­zie­ren, und die­se nun über die nächs­ten Jah­re so viel Geld ein­spa­ren müs­sen. Ich mei­ne: Was wir heu­te ver­säu­men bzw. nicht in­ves­tie­ren, wird uns in zehn Jah­ren auf die Fü­ße fal­len.

Ohly: Schlimm ist, dass man mit dem ra­di­ka­len Spar­dik­tat des Hoch­schul­pak­tes so über den Hau­fen ge­fah­ren wird. Es wirkt wie zu­fäl­lig aus­ge­wählt, dass das Land Pro­fes­su­ren streicht, in­dem sie ein­fach nicht wie­der­be­setzt wer­den.

Wie neh­men Sie das in un­se­rer Hoch­schu­le wahr: Ha­ben Ihre Stim­men in Ent­schei­dun­gen ein star­kes Ge­wicht?

Krel­la: Ich den­ke, dass ge­ra­de im Pro­zess der Ide­en­fin­dung die Stu­die­ren­den viel ein­ge­bracht ha­ben – zum Bei­spiel ge­mein­sam mit dem Green­Of­fice die Be­grü­nung im In­nen­hof und die Ge­stal­tung der jähr­li­chen Earth Night; oder als Vor­schlag für al­ter­na­ti­ve Überäu­me etwa die Mu­sik­schu­le Frank­furt. Und im Se­nat er­le­be ich die Stu­die­ren­den als gu­tes und wich­ti­ges Ge­gen­ge­wicht zu an­de­ren Le­bens­rea­li­tä­ten wie bei­spiels­wei­se je­nen von Pro­fes­so­ren.

Bü­cker: Mein Ein­druck ist, dass wir in der Stu­die­ren­den­schaft bei der Raum­si­tua­ti­on der HfMDK et­was be­wir­ken konn­ten, bei­spiels­wei­se durch Voll­ver­samm­lun­gen. Zu­min­dest de­nen, die da wa­ren, konn­ten wir den Ernst der Lage ver­mit­teln. Die­se wa­ren dann eine Wo­che spä­ter auch prä­sent, als der hes­si­sche Mi­nis­ter für Wis­sen­schaft und Kunst ins Foy­er kam und uns dort mu­si­zie­ren sah, weil Überäu­me feh­len. Bei je­dem an­we­sen­den Stu­die­ren­den spür­te man die po­li­ti­sche Teil­ha­be.

Bei wel­chen The­men und Pro­zes­sen soll­ten Stu­die­ren­de in der HfMDK mit­re­den kön­nen?

Krel­la: Bei der Zu­kunfts­ent­wick­lung, also der Fra­ge, wo wir und die Hoch­schu­le hin­wol­len. Wel­che Vi­sio­nen füh­ren wir ins Feld? Was macht uns ein­zig­ar­tig? War­um ist die HfMDK hier in Frank­furt er­hal­tens­wert und wel­chen Etat­rah­men braucht sie, um gut ar­bei­ten zu kön­nen?

Ohly: Auf je­den Fall soll­ten wir dort mit­spre­chen kön­nen, wo es uns selbst und di­rekt be­trifft. Ich neh­me das Bei­spiel der Di­gi­ta­li­sie­rung und die In­stal­la­ti­on des neu­en in­ter­nen Dru­cker­sys­tems, das vie­le Stu­die­ren­de wahr­schein­lich noch nicht ver­stan­den ha­ben – oder die Ein­rich­tung der neu­en Cloud und der hoch­schul­ei­ge­nen E-Mail­adres­sen für alle. Da­bei hät­te es mehr Rück­spra­che mit den Stu­die­ren­den be­durft.

„… da­mit wir nicht so viel ge­gen­ein­an­der, son­dern mehr mit­ein­an­der re­den.“

Annabel Bücker während des Gesprächs
(Foto: Maximilian Borchardt)

Wie kann die Hoch­schu­le po­li­ti­sche Teil­ha­be von Stu­die­ren­den för­dern?

Bü­cker: Durch eine an­de­re Kom­mu­ni­ka­ti­on: Mit ei­ner Rund­mail ist es nicht ge­tan, weil sie nicht von al­len ge­se­hen wird. Es wäre gut, wenn noch mehr Stu­die­ren­de wüss­ten, mit was sich die Hoch­schul­mit­ar­bei­ter*in­nen und die Gre­mi­en be­schäf­ti­gen, bei­spiels­wei­se im Prä­si­di­um oder Se­nat. In­ter­es­sant wäre auch, von Stu­die­ren­den zu er­fah­ren, wo­für sie den Hoch­schul­etat vor al­lem ein­set­zen wür­den, wenn sie stär­ker mit­ent­schei­den könn­ten.

Krel­la: Den Ge­dan­ken, ein Vi­ze­prä­si­den­ten­amt mit ei­nem Stu­die­ren­den zu be­set­zen, fin­den wir sehr gut – und hof­fen, dass er im Se­nat an­ge­nom­men wird. Da­durch könn­ten ex­akt die an­ge­spro­che­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge ver­kürzt und ver­bes­sert wer­den. Da hat die Hoch­schu­le noch ein ge­wis­ses Po­ten­zi­al zu he­ben – da­mit wir nicht so viel ge­gen­ein­an­der, son­dern mehr mit­ein­an­der re­den.

Was sind ak­tu­ell die größ­ten Hür­den für Stu­die­ren­de, sich in Hoch­schul­pro­zes­se ein­zu­brin­gen?

Bü­cker: Vor al­lem die Zeit, sich mit wei­te­ren kom­pli­zier­ten The­men zu be­fas­sen. Denn das Le­ben von Stu­die­ren­den ist sehr un­be­stän­dig, voll und durch­ge­plant.

Aber Sie be­kom­men es ja of­fen­bar hin.

Bü­cker: Ja, weil ich Lust dar­auf habe, weil es mich er­füllt und ich ein In­ter­es­se dar­an habe, mich ein­zu­brin­gen – es macht mir ein­fach Spaß.

Ohly: Eine gro­ße Hür­de ist si­cher, sich ein­zu­ar­bei­ten und die Struk­tu­ren ken­nen­zu­ler­nen. Vie­le Stu­die­ren­de wis­sen gar nicht, dass es ei­nen Se­nat gibt. Dann bringt man sich dar­in na­tür­lich auch nicht ein.

Elias Ohly während des Gesprächs
(Foto: Maximilian Borchardt)

Auf wel­chen Platt­for­men wür­den Sie gern Ihre An­lie­gen sicht­ba­rer se­hen?

Bü­cker: Auf je­den Fall auf In­sta­gram. An­sons­ten wür­de ich sa­gen: in der Hoch­schu­le selbst, per­sön­lich zwi­schen Tür und An­gel, im Foy­er. Oft wür­de es schon hel­fen, ein Ge­sicht zu se­hen.

Krel­la: Egal, wel­che Platt­form: Die Bot­schaft muss au­then­tisch und mit Le­ben ge­füllt sein. Wir müs­sen ein Ge­mein­schafts­ge­fühl schaf­fen, das die Hoch­schu­le als Ein­heit er­leb­bar macht. Wenn Sie als Prä­si­dent ein­mal im Mo­nat oder im Se­mes­ter den Stand der Hoch­schu­le kom­mu­ni­zie­ren, kann die­ses Ge­mein­schafts­ge­fühl wach­sen. Wir dür­fen im di­gi­ta­len Zeit­al­ter nicht aus den Au­gen ver­lie­ren, dass das „ech­te“ Ge­gen­über wie die per­sön­li­che An­spra­che un­fass­bar wich­tig sind und blei­ben.

  • An­na­bel Loui­se Bü­cker, Stu­Pa-Prä­si­den­tin, stu­diert Lehr­amt Mu­sik an Gym­na­si­en.
  • Eli­as Ben­ja­min Ohly ist AStA-Vor­sit­zen­der und stu­diert Lehr­amt Mu­sik an Haupt- und Re­al­schu­len.
  • Le­win Krel­la ist ver­ant­wort­lich für die Fi­nan­zen der Stu­die­ren­den­ver­tre­tung und stu­diert im Ba­che­lor Vio­lon­cel­lo.
Annabel Bücker
(Foto: Nina Van Someren )

Annabel Louise Bücker

StuPa-PräsidentinLehramt Musik am Gymnasium (L3) (Staatsexamen)Gesang (populäre Musik)
Auf dem Bild ist ein Portrait von Lewin Krella
(Foto: Foto: Caspar Krella)

Lewin Krella

AStA-FinanzreferatKünstlerische Instrumentalausbildung (Bachelor of Music)Violoncello
Elias Ohly, SuPa Vizepräsident
(Foto: Nina Van Someren)

Elias Benjamin Ohly

AStA-VorsitzLehramt Musik an Hauptschulen und Realschulen (L2)Violine
Portrait von Elmar Fulda, dem Präsidenten der HfMDK Frankfurt
(Foto: Rebecca Hahn)

Prof. Elmar Fulda

PräsidentPräsidium

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