Bundesweite Studie zu Machtmissbrauch: HfMDK beteiligt sich

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Mu­sik­hoch­schu­len sind Orte künst­le­ri­scher Ex­zel­lenz und in­ten­si­ver Zu­sam­men­ar­beit. Gleich­zei­tig zei­gen Er­fah­rungs­be­rich­te und ers­te Stu­di­en: Macht­miss­brauch, Dis­kri­mi­nie­rung und se­xua­li­sier­te Ge­walt kön­nen auch im Hoch­schul­kon­text auf­tre­ten. Ei­ni­ge Un­ter­su­chun­gen wei­sen dar­auf hin, dass Mu­sik­hoch­schu­len auf­grund ih­rer spe­zi­fi­schen Lehr- und Ar­beits­for­men be­son­de­re Ri­si­ko­fak­to­ren auf­wei­sen.

Die HfMDK Frank­furt be­tei­ligt sich ab Mai 2026 an ei­ner un­ab­hän­gi­gen hoch­schul­über­grei­fen­den Stu­die zu Er­schei­nungs­for­men und Prä­ven­ti­on von Macht­miss­brauch an den deut­schen Mu­sik­hoch­schu­len. Be­auf­tragt wur­de die Stu­die von der Rek­to­ren­kon­fe­renz der Mu­sik­hoch­schu­len (RKM), mit fin­zi­el­ler Un­ter­stüt­zung des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für For­schung, Tech­no­lo­gie und Raum­fahrt.

Rah­men der Stu­die

Die Durch­füh­rung der Stu­die über­nimmt das In­sti­tut für Pra­xis­for­schung und Pro­jekt­be­ra­tung (IPP) Mün­chen. Die Un­ter­su­chung er­folgt un­ab­hän­gig und ab­so­lut an­onym.

Die Stu­die um­fasst:

  • eine breit an­ge­leg­te On­line­be­fra­gung im Mai 2026 und 
  • vier ver­tie­fen­de qua­li­ta­ti­ve Fall­stu­di­en an aus­ge­wähl­ten Hoch­schu­len im Jahr 2026.
  • Be­fragt wer­den Stu­die­ren­de und Leh­ren­de an 22 deut­schen Mu­sik­hoch­schu­len.

Teil­nah­me an der On­line­be­fra­gung

Die On­line­be­fra­gung fin­det vom 4. bis 31. Mai 2026 statt. Sie kann auf Deutsch oder Eng­lisch aus­ge­füllt wer­den.

Stu­die­ren­de und Leh­ren­de der HfMDK er­hal­ten hier­zu ei­nen Link mit per­sön­li­chem Zu­gangs­code in Ihr HfMDK-E-Mail-Post­fach. Die Teil­nah­me ist frei­wil­lig und voll­stän­dig an­onym. We­der das durch­füh­ren­de In­sti­tut noch die Hoch­schu­le kön­nen Rück­schlüs­se auf ein­zel­ne Per­so­nen zie­hen.

Eine mög­lichst brei­te Be­tei­li­gung ist ent­schei­dend, um aus­sa­ge­kräf­ti­ge Er­geb­nis­se zu ge­win­nen.

Zie­le der Un­ter­su­chung

Ziel der Stu­die ist es, erst­mals flä­chen­de­cken­de be­last­ba­re Er­kennt­nis­se über Aus­maß und Er­schei­nungs­for­men von Macht­miss­brauch an den deut­schen Mu­sik­hoch­schu­len zu ge­win­nen. Da­bei sol­len auch struk­tu­rel­le Be­son­der­hei­ten an den Mu­sik­hoch­schu­len be­trach­tet und die Wirk­sam­keit be­reits be­stehen­der Prä­ven­ti­ons- und Sank­ti­ons­maß­nah­men über­prüft wer­den.

Im Ein­zel­nen geht es dar­um:

  • qua­li­ta­ti­ve Er­kennt­nis­se dif­fe­ren­ziert nach Fach­be­rei­chen und hoch­schul­spe­zi­fi­schen Be­son­der­hei­ten zu ge­win­nen
  • struk­tu­rel­le Be­son­der­hei­ten von Lehr­for­ma­ten – etwa im künst­le­ri­schen Ein­zel­un­ter­richt oder im Klein­grup­pen­un­ter­richt – hin­sicht­lich mög­li­cher Ri­si­ken und Schutz­fak­to­ren zu un­ter­su­chen
  • die Wirk­sam­keit be­stehen­der Prä­ven­ti­ons- und Sank­ti­ons­maß­nah­men zu über­prü­fen, auch im Kon­text der Hand­lungs­emp­feh­lun­gen der Rek­to­ren­kon­fe­renz der deut­schen Mu­sik­hoch­schu­len (RKM) aus dem Jahr 2024

Ein­ord­nung

Mit der Teil­nah­me an der Stu­die un­ter­streicht die HfMDK Frank­furt ihr En­ga­ge­ment für eine of­fe­ne Aus­ein­an­der­set­zung mit Macht­ver­hält­nis­sen so­wie für ein re­spekt­vol­les, dis­kri­mi­nie­rungs­frei­es und si­che­res Stu­di­en- und Ar­beits­um­feld.

Die Er­geb­nis­se der Stu­die wer­den vor­aus­sicht­lich im Früh­jahr 2027 ver­öf­fent­licht.

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