"Angst / Fressen / Männerherzen" ist die Folgeinszenierung zu Menancholia von Amaru Albancando, Nora Frizzi Auerbach, Jakob Boyny und Gil Hoz-Klemme (Premiere 2023 im Frankfurt LAB). Gemeinsam mit dem Chor der melancholischen Männer erforschten sie die Kulturgeschichte der Melancholie, die Unfähigkeit, über Gefühle zu sprechen, und erprobten neue Beziehungsweisen. Ausgehend von einer Recherche über Generationskonflikte mit Vater und Sohn, Vincent Eissing-Boyny und Jakob Boyny, stellt die Stückentwicklung die ganz großen Fragen nach Nähe, Verantwortung und Solidarität.
Jetzt ist der Chor der melancholischen Männer zurück auf der Bühne – jedoch in anderer Besetzung. Männer im Alter von 24 bis 70 Jahren grübeln über ihre Nutzlosigkeit angesichts politischer und persönlicher Krisen: Pflegenotstand, Einsamkeit, Wehrdienst, Zukunftsangst, Kriege, Polarisierung, Klimakatastrophe, Abstiegsangst. Sie teilen ein Gefühl von Ohnmacht und den Wunsch, doch etwas zu bewegen. Sie machen, was sie am besten können: Musik, tanzen, Anekdoten erzählen, miteinander und übereinander sprechen. Der Chor der melancholischen Männer fragt sich: Was können wir in krisenhaften Zeiten beitragen und voneinander lernen? Und wird es tatsächlich reichen?