Acting out music – ein neues interdisziplinäres Lehrangebot
Wie verändert sich musikalische Interpretation, wenn Kammermusiker*innen mit Methoden aus dem Schauspiel arbeiten?
Im neuen interdisziplinären Lehrangebot „Acting Out Music“ an der HfMDK bringt jedes Ensemble ein selbst gewähltes Kammermusikstück mit und erprobt neue Wege, Aussagen, Rollen und Stimmungen körperlich zu erfassen. Ziel ist nicht ein „perfektes Ergebnis“, sondern ein tieferes Verstehen von Interpretation.
Im Unterricht fließen Ansätze wie SourceTuning (nach Jens Roth), die Psychologische Geste (nach Michail Čechov) und szenische Improvisation ein. Sie öffnen intuitive Zugänge zum Werk, stärken die Vorstellungskraft und beleben das Zusammenspiel.
Vom Forschungsprojekt zum Lehrangebot: Im Frühjahr 2025 fand ein „Acting Out“-Workshop-Wochenende statt, ermöglicht durch das Förderprogramm „Forschung an der Kunsthochschule“ der HfMDK. Jetzt hat „Acting Out Music“ als Wahlfach seinen Platz in mehreren Studiengängen gefunden.
Im Video, das zu Beginn des Wintersemesters 2025/26 entstanden ist, geben Prof. Hansjacob Staemmler und Prof. Dr. Martin Nachbar gemeinsam mit einem Kammermusik-Ensemble Einblick in den „Acting Out“-Unterricht.
» Acting Out Music im Sinne des Wortes heißt, die Musik auszuagieren, tänzerisch und schauspielerisch, räumlich und emotional, und das dann wieder runterzudampfen, um durch den Körper eine andere oder bessere Interpretation der Musik hinzukriegen. «Prof. Dr. Martin Nachbar
