TIPPING POINTS. Vierzehn Arten den Klimawandel zu beschreiben

H. Lesch auf der Bühne mit Musiker*innen
(Photo: Lena Laine)
dirigierend
(Photo: Peter Adamik)
pressemitteilung

Ex­tre­me Wet­ter­ereig­nis­se, stei­gen­de Tem­pe­ra­tu­ren und schwin­den­de Res­sour­cen ma­chen deut­lich: Der Kli­ma­wan­del ist längst Rea­li­tät. Doch wie lässt sich die­se kom­ple­xe Ent­wick­lung künst­le­risch er­fahr­bar ma­chen? Das Ge­sprächs­kon­zert „Tip­ping Points. Vier­zehn Ar­ten den Kli­ma­wan­del zu be­schrei­ben“ am Sams­tag, den 14. No­vem­ber 2026 in der Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt (HfMDK) wid­met sich die­ser Fra­ge – und da­mit ei­nem der drän­gends­ten The­men un­se­rer Zeit.

Im Zen­trum steht das gleich­na­mi­ge Werk des Kom­po­nis­ten und Di­ri­gen­ten Gre­gor A. Mayr­ho­fer, in­spi­riert von Hanns Eis­ler. Dar­in er­kun­det er mu­si­ka­lisch die Kipp­punk­te un­se­res Kli­ma­sys­tems und den Kli­ma­wan­del – als dy­na­mi­sches Ge­fü­ge kri­ti­scher Schwel­len und mög­li­cher ab­rup­ter Ver­än­de­run­gen. In vier­zehn mu­si­ka­li­schen Ab­schnit­ten ent­fal­tet sich kein nar­ra­ti­ves Kon­ti­nu­um, son­dern ein viel­schich­ti­ges Hö­ren un­ter­schied­li­cher Zu­stän­de, Re­ak­tio­nen und Per­spek­ti­ven auf die Kli­ma­kri­se.
Das En­sem­ble Neue Mu­sik der HfMDK bringt ne­ben Mayr­ho­fers Werk auch Kom­po­si­tio­nen von Oli­vi­er Mes­siaen und Franz Liszt zur Auf­füh­rung und schafft da­mit ei­nen ein­dring­li­chen Klang­raum zwi­schen Na­tur­be­ob­ach­tung, spi­ri­tu­el­ler Auf­la­dung und zeit­ge­nös­si­scher Re­fle­xi­on.

Durch den Kon­zert­abend führt der Phy­si­ker, Na­tur­phi­lo­soph und Wis­sen­schafts­jour­na­list Ha­rald Lesch, der für sei­ne poin­tier­ten, ver­ständ­li­chen und zu­gleich ein­dring­li­chen Ein­ord­nun­gen kom­ple­xer wis­sen­schaft­li­cher Zu­sam­men­hän­ge be­kannt ist. Mit sei­ner cha­rak­te­ris­ti­schen Mi­schung aus ana­ly­ti­scher Schär­fe, er­zäh­le­ri­scher Klar­heit und Lei­den­schaft für wis­sen­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung schlägt er die Brü­cke zwi­schen For­schung, ge­sell­schaft­li­cher De­bat­te und künst­le­ri­scher Er­fah­rung.

Das Be­son­de­re an „Tip­ping Points“: das Zu­sam­men­spiel von Neu­er Mu­sik, Wis­sen­schaft und ge­sell­schaft­li­cher Re­fle­xi­on. Es macht den Kli­ma­wan­del sinn­lich und ge­dank­lich er­fahr­bar, er­öff­net neue Per­spek­ti­ven auf die öko­lo­gi­schen Her­aus­for­de­run­gen un­se­rer Zeit und lädt dazu ein, ver­trau­te Sicht­wei­sen zu hin­ter­fra­gen und die ei­ge­ne Rol­le im Um­gang mit der Kli­ma­kri­se neu zu re­flek­tie­ren. Das ge­lingt auf ver­ständ­li­che, viel­schich­ti­ge und un­mit­tel­ba­re Wei­se.

„Tip­ping Points“ ist ein ge­mein­sa­mes Pro­jekt der HfMDK in Zu­sam­men­ar­beit mit dem In­sti­tut für zeit­ge­nös­si­sche Mu­sik IzM und dem Green Of­fice der HfMDK.
 

Ha­rald Lesch …
… As­tro­phy­si­ker, Na­tur­phi­lo­soph, Wis­sen­schafts­jour­na­list und Fern­seh­mo­de­ra­tor so­wie Mit­glied im Baye­ri­schen Kli­ma­rat, ist seit 1995 Pro­fes­sor für theo­re­ti­sche As­tro­phy­sik an der Lud­wig-Ma­xi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen. 2002 er­hielt er zu­sätz­lich ei­nen Lehr­auf­trag für Na­tur­phi­lo­so­phie an der Hoch­schu­le für Phi­lo­so­phie in Mün­chen. Ei­ner brei­te­ren Öf­fent­lich­keit be­kannt wur­de er ab 1998 als Mo­de­ra­tor wis­sen­schaft­li­cher Sen­de­rei­hen im Fern­se­hen, un­ter an­de­rem des ZDF-Wis­sen­schafts­ma­ga­zins Aben­teu­er For­schung, das 2014 in Leschs Kos­mos um­be­nannt wur­de. 
2016 er­ober­te Ha­rald Lesch auch das In­ter­net – mit sei­nem You­Tube-Ka­nal Ter­ra X Lesch & Co, in dem er wö­chent­lich Span­nen­des aus der Wis­sen­schaft prä­sen­tiert und ak­tu­el­le Dis­kus­sio­nen zu wis­sen­schaft­li­chen The­men in den Blick nimmt. Für sei­ne Wis­sens­ver­mitt­lung wur­de er viel­fach aus­ge­zeich­net, un­ter an­de­rem von der Deut­schen For­schungs­ge­mein­schaft und von der Deut­schen Phy­si­ka­li­schen Ge­sell­schaft.

Gre­gor A. Mayr­ho­fer
Der Kom­po­nist, Pia­nist und Di­ri­gent Gre­gor A. Mayr­ho­fer, der sich in­zwi­schen mit un­kon­ven­tio­nel­len Kon­zert­pro­gram­men welt­weit ei­nen Na­men ge­macht hat, war As­sis­tent von Sir Si­mon Ratt­le und Di­ri­gier­sti­pen­di­at der Ka­ra­jan-Aka­de­mie der Ber­li­ner Phil­har­mo­ni­ker. Er stu­dier­te Di­ri­gie­ren und Kom­po­si­ti­on in Mün­chen, Pa­ris und Düs­sel­dorf, be­vor er in die Klas­se von Alan Gil­bert an der New Yor­ker Juil­li­ard School wech­sel­te. Mayr­ho­fer, der 2024 die mu­si­ka­li­sche Di­rek­ti­on des Münch­ner Hi­dal­go Fes­ti­vals über­nahm, di­ri­gier­te nam­haf­te Or­ches­ter wie das Or­chest­re de Bor­deaux, die Staats­ka­pel­le Ber­lin, das Baye­ri­sches Staats­or­ches­ter so­wie Mu­si­cAe­ter­na bei den Salz­bur­ger Fest­spie­len. 
Zu­dem ar­bei­te­te er mit re­nom­mier­ten So­lis­tin­nen und So­lis­ten wie Pa­tri­cia Ko­patchinska­ja, Kha­tia Bu­nia­tish­vi­li und Da­niil Trif­o­nov. Kom­po­si­ti­ons­auf­trä­ge er­hielt Mayr­ho­fer un­ter an­de­rem von der Baye­ri­schen Staats­oper, der Deut­schen Oper Ber­lin, dem Scharoun En­sem­ble und der Stif­tung Ber­li­ner Phil­har­mo­ni­ker.

H. Lesch auf der Bühne mit Musiker*innen

Harald Lesch mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker

dirigierend

Gregor A. Mayrhofer

Pres­se­kon­takt