PORTRÄTKONZERT GEORGE LEWIS: Auf der Suche nach neuen Klangwelten
George Lewis in Frankfurt: Auf der Suche nach neuen Klangwelten
Porträtkonzert des Komponisten, Improvisationsmusikers und Visionärs
Am 11. Juni präsentiert die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) im Frankfurt LAB ein Porträtkonzert des Komponisten, Improvisationsmusikers und Musikdenkers George Lewis. Der HfMDK-Stiftungsgastprofessor für Komposition beschließt damit seine dritte und letzte Arbeitsphase an der HfMDK.
George Lewis gilt als Pionier der Computermusik, als herausragender Improvisationskünstler und als wichtiger Impulsgeber für aktuelle Debatten über Vielfalt, Teilhabe und die Zukunft musikalischer Praxis. Während seines Aufenthalts in Frankfurt arbeitete er mit Studierenden unterschiedlicher Studiengänge und Ensembles zusammen – stets mit dem Ziel, neue Formen des Hörens, Spielens und gemeinsamen Gestaltens zu erproben.
Das Konzert macht diese intensive Zusammenarbeit unmittelbar erlebbar. Zu hören sind mit „Seismologic“ für Fagott und Elektronik, „Mnemosis“ für Ensemble und dem Streichquartett 4.5 drei Werke, die exemplarisch für Lewis’ vielschichtiges Schaffen stehen. Es musizieren Mitglieder des IEMA-Ensembles sowie das Fabrik Quartet.
Besonders gespannt sein darf das Publikum auf den Konzertabschluss: In einem mehrtägigen Workshop widmet sich Lewis gemeinsam mit Studierenden des Masterstudiengangs Bigband, der Internationalen Ensemble Modern Akademie und weiteren Hochschulmitgliedern seinem Werk „Arcades“. Das Stück versteht Improvisation nicht als Zugabe, sondern als kreativen Motor musikalischer Begegnung. Die Beteiligten werden dabei ermutigt, Routinen hinter sich zu lassen, Risiken einzugehen und sich auf unerwartete musikalische Entwicklungen einzulassen.
Wenn schließlich Bigband-Studierende und IEMA-Ensemble gemeinsam „Arcades“ aufführen, entsteht ein musikalischer Raum, in dem Komposition und Improvisation, Struktur und Freiheit, individuelle Stimmen und kollektive Kreativität miteinander in Dialog treten.
Das Publikum erhält damit nicht nur Einblicke in das Werk eines bedeutenden Komponisten, sondern erlebt auch den künstlerischen Prozess selbst: lebendig, offen und nur für diesen Abend in genau dieser Form möglich.
Im anschließenden Gespräch blickt George Lewis gemeinsam mit Studierenden auf seine Zeit in Frankfurt zurück und spricht über die Erfahrungen, Ideen und Perspektiven, die aus der Zusammenarbeit entstanden sind.
Die Stiftungsgastprofessur Komposition wird ermöglicht durch die freundliche UNterstützung der HfMDK-Stiftung.

George Lewis
Pressefoto

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