„Es wäre einmal...“
Studienprojekt 1 der Regiestudierenden in Kooperation mit dem Studiengang Schauspiel der HfMDK
Märchen: wieder... und wieder ... und weiter Erzähltes, diffus allgegenwärtig in unseren Kindheiten nisten die Geschichten, Bilder, Motive – im kollektiven Un(ter)bewusstsein als uralte Melodien - gleichsam vertraut und doch fremd - unsichtbare Bauteile von Wirklichkeitskonstruktionen und Lesehilfen fürs Leben.
Im Studienprojekt „Es wäre einmal...“ stehen Märchen - als Form und Inhalt - im Mittelpunkt der gemeinsamen Probenarbeit von Schauspiel- und Regiestudierenden; die Kraft des Konjunktivs, potentielle Zukunft und Vergangenheit gleichzeitig zu sein, und die Schönheit des gemeinsamen Erzählens unter der imaginären Dorflinde (das Spinnen am Abend: erquickend und labend).
Es entstehen drei Perspektiven auf ein weites Feld.
Regie: Alice Kieser, Josephine Nahrstedt und Simon Sladeck
Mentoring: Franz Henschel
Lichtdesign: Peter Vornhagen
Produktionsleitung: Gil Hoz-Klemme
...und wenn sie nicht gestorben sind – dann leben sie noch heute...
Der Eintritt ist frei, Ticketreservierungen sind nicht möglich!
First come, first served.
Beide Vorstellungen werden in Deutscher Gebärdensprache (DGS) übersetzt.
Josephine Nahrstedt

Alice Kieser

Simon Sladeck

Von Dreien, die immer noch da sind und nichts mehr fürchten (und auch sonst ziemlich Probleme haben mit Fühlen und so).
Dreimal Hans auf der Suche nach der Angst.
Mit ihr sind ihnen auch noch ein paar andere Gefühle abhanden gekommen. Wie bekommt man die zurück? Heute Abend suchen sie nach dem Verlorenen unter den lebendigen Seelen im Publikum.
Wie lange muss ich dir in die Augen schauen, bis ich deinen Schmerz fühle? Wie lange, um deine Angst zu entdecken?
Hansens Trauer um den Verlust sitzt ihnen wie eine Krähe in der Brust.
Die Krähe wiederholt: Es wäre einmal schön gewesen, wenn es anders gewesen wäre, aber es war einmal und ist immer noch...
Regie und Kostüm: Josephine Nahrstedt
Bühne: Loukas Anezakis
Es spielen: Rosa Baum, Titus Schumacher, Mara Haußler
Das Rumpelstilzchen
A candy-colored clown they call the sandman
Tiptoes to my room every night
Just to sprinkle stardust and to whisper
"Go to sleep, everything is alright"
Roy Orbinson - In Dreams
Niemand ist auf der Straße, außer denen die schlafen wollen, aber nicht können. Die Nacht ist lang und dunkel, der Weg ist weit. Müde sitzen wir auf Bordsteinkanten, warten auf Busse oder die Kraft um weiter zu wanken, Richtung Bett, Richtung Heim. Verlaufend, ängstlich werdend, begreifend; heute schaff ich es nicht mehr heim, heute Nacht gibt es kein Zimmer für mich. Also immer weiter wandern, laufen zwischen Welten und Häusern, dunklen Fenster hinter denen geschlafen und geträumt wird. Der Kopf und die Gedanken werden immer schwerer und man legt sich nieder auf der Parkbank unterm Pavillon, dem Absatz den Hauseingangs, einem Hinterhof. Man geht mit der Nacht einen Deal ein; Gold zu Stroh für ein Dach über dem Kopf.
Jetzt sind wir der Nacht, ihren Träumen und Gestalten ausgeliefert.
Regie: Simon Sladeck
Bühnenbild und Produktion: Romy Müller
Es spielen: Lea Sehlke, Giulia Pagliarini
Der Lügner und das Glück
Die Brüder Hieronymus und Urs wurden wieder einmal durch Urs Lügen aus dem Märchen-Königreich verbannt und finden sich im Wald wieder. An diesem ungewissen Ort wird Urs von seinem Bruder für seine Lügnerei zur Rede gestellt während Hieronymus sich selbst belügt. In verzweifeltem Verlangen nach dem Glück erscheint Urs in der Nacht ein Geschöpf, das alles verändert und die Bedeutsamkeit der Wahrheit auf die Probe stellt.










