Eintauchen in die Berliner Theaterlandschaft

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Zu Be­ginn des Jah­res reis­te Prof. Ma­ri­on Tiedt­ke mit Stu­die­ren­den des zwei­ten Jahr­gangs Schau­spiel ins win­ter­li­che Ber­lin. Die Aus­bil­dungs­di­rek­to­rin Schau­spiel an der HfMDK hat­te für die Ex­kur­si­on drei In­sze­nie­run­gen an drei Ber­li­ner Sprech­thea­tern aus­ge­sucht: „Heim­su­chung“ nach dem Ro­man von Jen­ny Er­pen­beck in ei­ner Fas­sung des Re­gis­seurs Alex­an­der Ei­sen­ach am Deut­schen Thea­ter, „Die Se­he­rin“ von Re­gis­seur Milo Rau an der Schau­büh­ne am Leh­ni­ner Platz und „KLEI­NER MANN, was nun?“ von Hans Fal­la­da in der Re­gie von Frank Cas­torf im Ber­li­ner En­sem­ble.

in­ten­si­ve Ein­bli­cke – in­ten­si­ver Aus­tausch

Doch es blieb nicht bei den drei Auf­füh­rungs­be­su­chen. Min­des­tens so wert­voll, wie die Büh­nen­er­leb­nis­se aus Pu­bli­kums­sicht, war der di­rek­te Aus­tausch mit den Thea­ter­pro­fis.

Im Ber­li­ner En­sem­ble tra­fen die Frank­fur­ter Gäs­te auf den Schau­spie­ler und En­sem­ble­spre­cher Paul Her­wig, der über den All­tag und den Um­gang in ei­nem En­sem­ble in­for­mier­te. Im An­schluss an die fünf­stün­di­ge Vor­stel­lung „KLEI­NER MANN, was nun?“ bot sich in der Thea­ter­kan­ti­ne zu­dem die Ge­le­gen­heit, mit ei­ni­gen Mit­wir­ken­den der Pro­duk­ti­on zu spre­chen. Im Deut­schen Thea­ter war es Ale­xej Loch­mann, Alum­nus der HfMDK und seit 2023/24 fes­tes En­sem­ble­mit­glied am Haus, der be­reit­wil­lig über sei­nen Weg vom Schau­spiel­stu­dio am Schau­spiel Frank­furt über die Schau­spiel­häu­ser Düs­sel­dorf und Graz bis nach Ber­lin be­rich­te­te. Bei ei­ner an­schlie­ßen­den Haus­füh­rung mit dem Chef­dra­ma­tur­gen Bernd Ise­le konn­ten die Stu­die­ren­den zu­gleich vie­le Fra­gen über den Be­trieb und den Spiel­plan des Deut­schen Thea­ters stel­len.  

Als wert­vol­le Be­rei­che­rung emp­fan­den die Teil­neh­men­den auch die in­ten­si­ven Aus­wer­tungs­run­den nach den Vor­stel­lun­gen. Die Dis­kus­sio­nen un­ter­ein­an­der er­mög­lich­ten es näm­lich, die un­ter­schied­li­chen Wahr­neh­mun­gen des Er­leb­ten mit­ein­an­der zu ver­glei­chen und ei­nen Per­spek­tiv­wech­sel zu­zu­las­sen.

Backstage
Auf der Bühne des Deutschen Theaters.(Photo: Marion Tiedtke)
» Es war sehr schön und zusammenschweißend, gemeinsam ein so intensives Wochenende erleben zu dürfen. Ein gestärktes Gruppengefühl hilft uns allen, auch künstlerisch weiter zu wachsen. Für mich war die Fahrt nach Berlin außerordentlich inspirierend. Mein Verständnis von Theater hat sich dadurch noch einmal erweitert. Besonders durch das Gespräch mit Paul Herwig und den anschließenden Austausch mit Prof. Marion Tiedtke ist mir erneut bewusst geworden, wie wichtig und erfüllend das gemeinsame Arbeiten im Theater ist. «Can Braastad-Tiffon, zweiter Jahrgang Schauspiel
Can Braastad-Tiffon
(Foto: Maximilian Borchardt)

Die Hoch­schu­le be­dankt sich herz­lich bei der Ge­sell­schaft der Freun­de und För­de­rer der HfMDK (GFF) für die groß­zü­gi­ge Un­ter­stüt­zung!

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