Ein Abschied voller Verbindungen: Prof. Dr. Maria Spychiger an der HfMDK

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Mit zwei in­ten­si­ven Ta­gen vol­ler Mu­sik, Aus­tausch und ge­mein­sa­mer Er­fah­rung wur­de Prof. Dr. Ma­ria Spychi­ger nach 18 Jah­ren an der HfMDK ver­ab­schie­det. Un­ter dem Leit­ge­dan­ken Con­nec­ting Pat­terns ent­stand ein fa­cet­ten­rei­ches Pro­gramm, das ihr wis­sen­schaft­li­ches und künst­le­ri­sches Wir­ken noch ein­mal in al­len Fa­cet­ten re­prä­sen­tier­te.

Eine Vor­le­sung, die ver­bin­det

Im Zen­trum des ers­ten Ta­ges stand die Ab­schieds­vor­le­sung mit dem Ti­tel Con­nec­ting Pat­terns. Von der Be­deut­sam­keit des Äs­the­ti­schen in äu­ße­ren und in­ne­ren Wel­ten. Sorg­fäl­tig vor­be­rei­tet und in ver­trau­ter Um­ge­bung durch­ge­führt, wur­de sie zu ei­nem eben­so re­flek­tier­ten wie be­we­gen­den Mo­ment.

Der Klei­ne Saal der Hoch­schu­le – ein Ort, der Prof. Spychi­ger be­son­ders am Her­zen lag – war bis auf den letz­ten Platz ge­füllt. Stu­die­ren­de, Kol­leg*in­nen und Weg­be­glei­ter*in­nen ver­folg­ten auf­merk­sam die Aus­füh­run­gen, die Theo­rie und künst­le­ri­sche Pra­xis mit­ein­an­der ver­ban­den. Auch das Foy­er wur­de Teil die­ses Ab­schieds, bei ei­ner an­schlie­ßen­den Be­geg­nung in per­sön­li­cher At­mo­sphä­re.

Abschiedsfeier Prof Spychiger
Zahlreiche Blumengestecke und Abschiedsgeschenke zierten die Bühne im Kleinen Saal.(Photo: Bernhard Siebert)

Mu­si­ka­li­sche Hö­he­punk­te und emo­tio­na­le Mo­men­te

Die in­halt­li­chen Ide­en der Con­nec­ting Pat­terns wa­ren nicht nur The­ma der Vor­le­sung, son­dern auch un­mit­tel­bar er­fahr­bar – vor al­lem in den mu­si­ka­li­schen Bei­trä­gen. Bei­spie­le aus dem Kom­po­si­ti­ons­pro­jekt Re­spon­se mach­ten die Ver­knüp­fung von Wahr­neh­mung, Ge­stal­tung und Be­deu­tung hör­bar.

Den ein­drück­lichs­ten Mo­ment bil­de­te der Ab­schluss: Ein von Ge­sangs­pro­fes­so­rin Me­lin­da Paul­sen in­iti­ier­ter ad-hoc Ab­schied­schor brach­te zwei nord­ame­ri­ka­ni­sche Hymns zur Auf­füh­rung, ei­nes da­von so­lis­tisch mit Lau­rie Re­vi­ol. Er­gänzt wur­de das Pro­gramm durch „Eine Brü­cke über den Main“ in ei­nem Ar­ran­ge­ment von Mat­thi­as Vö­ge­li.

Die­ser mu­si­ka­li­sche Schluss­punkt ent­fal­te­te eine be­son­de­re Wir­kung. Nach­dem Prof. Spychi­ger die zahl­rei­chen Re­den und Eh­run­gen mit gro­ßer Fas­sung auf­ge­nom­men hat­te, war es die­ser Mo­ment, der sie sicht­bar be­rühr­te.

» Es war wundervoll, dass so Viele gekommen sind und mich durch diese intensiven Stunden begleitet haben. Der damalige Dekan, als ich an die HfMDK kam, Prof. Eike Wernhard, hat mich überrascht mit einer Rede voller Erinnerungen und einem Musikbeitrag auf höchstem pianistischem Niveau, es gab weitere Reden, die ebenso ernst und anerkennend wie unterhaltsam waren, unvergessliche musikalische Beiträge von Studierenden, einer davon sogar mit musikpädagogischem Einbezug des gesamten Publikums, und dann kam zum Schluss der überwältigende Abschiedschor – alles war für mich höchst bewegend, und eine sehr sehr große Ehre. «Prof. Dr. Maria Spychiger
Portrait Maria Spychiger
(Foto: Luise Zuther)

Ein zwei­ter Tag zum Mit­ma­chen - Klang­räu­me

Ein be­son­de­rer Ak­zent des zwei­ten Ta­ges lag auf der Ver­bin­dung von Raum, Klang und Wahr­neh­mung. Prof. Mar­tin Lü­cker spiel­te auf der neu re­stau­rier­ten und er­wei­ter­ten Or­gel meh­re­re the­ma­tisch pas­sen­de Wer­ke und er­läu­ter­te die­se.

Den in­halt­li­chen Ab­schluss ge­stal­te­te Ma­ria Spychi­ger selbst mit Über­le­gun­gen zur Be­deu­tung äs­the­ti­scher und sa­kra­ler Räu­me im Mensch-Welt-Be­zug – ein The­ma, das ihr Schaf­fen über vie­le Jah­re ge­prägt hat.

Abschied Maria Spychiger
Prof. Dr. Maria Spychiger und Prof. Dr. Fabian Kolb, Dekan des Fachbereichs 1, bei der Abschiedsfeier.(Photo: Bernhard Siebert)
Abschiedschor
Ein Abschieds-Chor sorgte für unvergessliche Momente.(Photo: Bernhard Siebert)

Ein Ab­schied im Sin­ne von „Con­nec­ting Pat­terns“

Die Ver­ab­schie­dung von Prof. Dr. Ma­ria Spychi­ger wur­de so selbst zu ei­nem Bei­spiel des­sen, was sie in For­schung und Leh­re stets be­tont hat: das Ent­ste­hen von Ver­bin­dun­gen – zwi­schen Men­schen, zwi­schen Mu­sik und Er­fah­rung, zwi­schen in­ne­ren und äu­ße­ren Wel­ten.

 

Die GFF hat mit ih­ren För­de­run­gen das Er­eig­nis in dop­pel­ter Hin­sicht er­mög­licht, zum ei­nen mit der Fi­nan­zie­rung des Work­books, zum an­de­ren mit der Über­nah­me des Ho­no­rars für den Mo­de­ra­tor. Frau Prof. Spychi­ger be­dankt sich sehr herz­lich und in al­ler Form da­für!

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