„Die kahle Sängerin" von Eugène Ionesco - Ensembleprojekt des 2. Jahrgangs Schauspiel
Ionesco war sehr erstaunt, als die Zuschauenden über sein Stück lachten. Es war von ihm doch tragisch gemeint. Seine Figuren überdecken mit ihrem Gerede nur die zwischen ihnen herrschende Gedankenlosigkeit und Langeweile. Sie sind Opfer ihrer Sprache, Gefangene im Alltagsgeschwätz. Die Beschäftigung mit einem Stück, das man – im weitesten Sinne – dem „Absurden Theater“ zuordnen kann, ist für die Studierenden des dritten Semesters eine große sprachliche, körperliche und insbesondere komödiantisch-darstellerische Herausforderung. Es ist auch eine Einladung, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen und die Vielschichtigkeit der Sprache und ihrer Bedeutung spielerisch zu erforschen.
Leitung: Werner Wölbern, Choreographie: Martin Nachbar, Stimmcoach: Philipp Wiegand, Dramaturgische Mitarbeit: Marion Tiedtke