VORAUSHÖREN: „Hommage“ – Konzert mit dem Track3 Trio

drei Musiker*innen
Track3 Trio(Photo: Noah Perkins)
pressemitteilung

Die Kon­zert­rei­he Vor­aus­hö­ren wid­met sich am 23. April un­ter dem Ti­tel „Hom­mage“ den viel­fäl­ti­gen mu­si­ka­li­schen Dia­lo­gen zwi­schen Ver­gan­gen­heit und Ge­gen­wart. Im Zen­trum steht da­bei Györ­gy Kur­tág, des­sen 100. Ge­burts­tag in die­sem Jahr ge­fei­ert wird. Über sein ge­sam­tes Schaf­fen hin­weg hat Kur­tág im­mer wie­der Freund*in­nen und künst­le­ri­schen Weg­be­glei­ter*in­nen kur­ze Wer­ke ge­wid­met. Die­se Hom­ma­gen grei­fen per­sön­li­che Ver­bin­dun­gen auf und spie­geln zu­gleich sei­nen un­ver­wech­sel­ba­ren, kon­zen­trier­ten Aus­druck.

Das Kon­zert spannt ei­nen dra­ma­tur­gi­schen Bo­gen, der mit zwei Wid­mun­gen be­ginnt und en­det: Kur­tágs „Hom­mage à R. Sch.“ er­öff­net den Abend als Re­ve­renz an Ro­bert Schu­mann, wäh­rend Mar­co Stop­pas „Hom­mage à Gy. K.“ den Kom­po­nis­ten Kur­tág selbst wür­digt und das Pro­gramm be­schließt.

Zwi­schen die­sen bei­den Stü­cken er­klin­gen Schu­manns zar­te „Mär­chen­er­zäh­lun­gen“ so­wie zwei neue Kom­po­si­tio­nen von Hanurij Lee und Ro­bin Völ­bel. Lees „Stuff #2B“ ba­siert auf dem Kon­zept der „be­grenz­ten Ma­te­ria­li­en“ und kon­zen­triert sich auf die An­ord­nung klei­ner Bau­stei­ne in ei­ner Schlei­fen­struk­tur, wo­bei be­wusst auf mu­si­ka­li­sche Ent­wick­lung ver­zich­tet wird. In den ein­zel­nen Sät­zen, die an eine ba­ro­cke Tanz­sui­te er­in­nern, be­zieht Lee Be­zü­ge zu Kom­po­nis­ten ver­schie­de­ner Epo­chen – so­wohl in Be­zug auf mu­si­ka­li­sche For­men als auch durch di­rek­te Zi­ta­te. Ro­bin Völ­bels Stück er­kun­det die Low-Fi­de­li­ty des mensch­li­chen Mit­ein­an­ders – fei­ne Nu­an­cen, die in tech­ni­scher Prä­zi­si­on leicht ver­lo­ren ge­hen. Elek­tro­ni­sche HiFi-Klän­ge tref­fen auf Low Fi­de­li­ty und ma­chen das fra­gi­le, mensch­li­che Ver­ste­hen hör­bar. Zwi­schen die­sen Wer­ken las­sen sich un­zäh­li­ge Be­zü­ge her­stel­len, da sie sich di­rekt oder in­di­rekt ge­gen­sei­tig be­ein­flus­sen.
Die­ses Kon­zert soll als eine Rei­se durch die mu­si­ka­li­schen Dia­lo­ge die­ser Kom­po­nis­ten ver­stan­den wer­den.

Track3 Trio

Das Track3 Trio mit Taa­vi Orro (Kla­ri­net­te), Eli­jah Spies (Vio­la), Shan-Chi Hsu (Kla­vier) ist ein be­son­de­res High­light der ak­tu­el­len Sai­son. Die drei Mu­si­ker*in­nen aus Tai­wan, Est­land und den USA wid­men sich lei­den­schaft­lich den Wer­ken des 20. und 21. Jahr­hun­derts und ha­ben jah­re­lan­ge Er­fah­run­gen in klas­si­scher und zeit­ge­nös­si­scher Mu­sik, so­wohl als So­list*in­nen als auch im Kam­mer­mu­sik­be­reich. 2025 war Das Kla­ri­net­ten-Vio­la-Kla­vier-Trio En­sem­ble-in-Re­si­dence beim im­puls Fes­ti­val in Graz, wo es in­ten­siv mit der Kom­po­nis­tin Cla­ra Ian­not­ta als Men­to­rin zu­sam­men­ar­bei­te­te und Stü­cke von Giu­sep­pe Fran­za, Shi­wei Liu and Mi­che­le Sel­va­g­gi zur Ur­auf­füh­rung brach­te. Zu den wei­te­ren Hö­he­punk­ten zählt die Ur­auf­füh­rung von Je­sper Nordins Werk „Fro­zen Still Trio“ beim Ma­ga­zin-Fes­ti­val in Han­no­ver. Track3 plant, wei­ter­hin neue Wer­ke zu ent­wi­ckeln und in Auf­trag zu ge­ben, um das Re­per­toire für die­se Be­set­zung – im­mer im Be­mü­hen um mög­lichst viel­fäl­ti­ge kom­po­si­to­ri­sche An­sät­ze – zu er­wei­tern.

Mit ih­rer Er­fah­rung aus re­nom­mier­ten Sta­tio­nen wie dem im­puls Fes­ti­val in Graz brin­gen sie in­ter­na­tio­na­le Ex­per­ti­se und fri­sche Im­pul­se nach Frank­furt.

Die Kon­zert­rei­he VOR­AUS­HÖ­REN

Ge­mein­sam mit der Frank­fur­ter Bür­ger­stif­tung im Holz­hau­sen­schlöss­chen hat die Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt (HfMDK) vor drei Jah­ren die­se be­son­de­re Kon­zert­rei­he für Kam­mer­mu­sik ins Le­ben ge­ru­fen.
Mit ih­ren Kon­zert­pro­gram­men ver­fol­gen die aus­ge­wähl­ten ex­zel­len­ten En­sem­bles ei­nen je­weils ei­gen­stän­di­gen, in­no­va­ti­ven Ver­mitt­lungs­an­satz und er­wei­tern das gän­gi­ge Re­per­toire.
Zu­vor muss­ten sich die En­sem­bles mit ei­nem pro­fes­sio­nel­len Kon­zept be­wer­ben – und durf­ten da­bei pro­gram­ma­tisch nicht auf aus­ge­tre­te­nen Pfa­den un­ter­wegs sein. Hin­ter­grund­ge­dan­ke ist: Wie er­stellt man gute Pro­gram­me, und wie fasst man sie mit kon­zep­tio­nel­len Ge­dan­ken in Wor­te und in eine an­spre­chen­de, Form? Da­bei sol­len alle Pro­gram­me das Werk ei­ner Kom­po­nis­tin oder ei­nes le­ben­den Kom­po­nis­ten ent­hal­ten. Au­ßer­dem soll eine schlüs­si­ge Dra­ma­tur­gie so­wie ein in­no­va­ti­ver Mu­sik­ver­mitt­lungs­an­satz er­kenn­bar sein. Das heißt, die Pro­gram­me kön­nen mo­de­riert oder dem Pu­bli­kum auf an­de­re, in­no­va­ti­ve Art ver­mit­telt wer­den.

Das nächs­te Kon­zert der Rei­he fin­det statt am Mitt­woch, 10. Juni 2026 um 19.30 Uhr mit dem Fa­brik Quar­tet.

Alle In­fos zur Ver­an­stal­tungs­rei­he VOR­AUS­HÖ­REN: https://www.hfmdk-frank­furt.de/the­ma/sti­pen­di­um-fuer-die-kon­zert­rei­he-vor­aushoe­ren

drei Musiker*innen

Track3 Trio

Pres­se­fo­to: Track3 Trio

Pres­se­kon­takt