"Nora oder Ein Puppenhaus" am Nationaltheater Mannheim
Julia Gudi inszeniert ihre Abschlussinszenierung am Nationaltheater Mannheim.
»[Julia Gudi] inszeniert ein modernes Kammerspiel, in dem romantische Beziehungen als politischer Raum sichtbar werden und wie Liebe, Macht und ökonomische Abhängigkeit bis heute verstrickt sind. «Mannheim²
Das bürgerliche Lebensmodell als Theater, die Rolle der Frau: schön sein, lustig sein, harmlos sein. Nora spielt sie glänzend, erntet gesellschaftliche Privilegien und bezahlt mit dem Verlust ihrer Eigenständigkeit. Sie lebt in der Scheinwelt eines Hauses voller belangloser Dinge. Doch immer deutlicher treten harte Fakten seines Fundaments ans Tageslicht: patriarchale Strukturen, Wohlstand auf Kosten weniger Privilegierter, Kreditbetrug. Henrik Ibsens Nora ist eine schillernde Figur, changierend zwischen aufopfernder Selbstaufgabe und Luxusgirl, feministischer Ikone und privilegierter Lügnerin. Unzählige Male wurde das Stück überschrieben und neu gedeutet. 147 Jahre nach seinem Erscheinen eignet es sich hervorragend für einen Kassensturz zum Thema weiblicher Emanzipation. Julia Gudi überschreibt das Drama aus aktueller Perspektive. Sie inszeniert ein modernes Kammerspiel, in dem romantische Beziehungen als politischer Raum sichtbar werden und wie Liebe, Macht und ökonomische Abhängigkeit bis heute verstrickt sind.
Kommende Vorstellungstermine:
03. Oktober 2026 um 20 Uhr
21. Oktober 2026 um 20 Uhr
28. Oktober 2026 um 20 Uhr
01. November 2026 um 20 Uhr
Julia Gudi

Shirin Ali






