"Nora oder Ein Puppenhaus" am Nationaltheater Mannheim

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Ju­lia Gudi in­sze­niert ihre Ab­schluss­in­sze­nie­rung am Na­tio­nal­thea­ter Mann­heim.

Zwei Personen sitzen lachend auf einem Sofa.
(Photo: (c) Nathalie Grebe)
Ein Mann steht mit einem roten Lutscher vor einem Kühlschrank, auf dem ein Totenkopf aufgemalt ist.
(Photo: (c) Nathalie Grebe)
Nahaufnahme einen Puppenhauses.
(Photo: (c) Nathalie Grebe)
Eine Frau sitzt auf einem Sofa, ein Mann liegt mit dem Kopf in ihrem Schoß.
(Photo: (c) Nathalie Grebe)
Ein Frau kniet vor einer Kamera und im Hintergrund wird ihr Video projiziert.
(Photo: (c) Nathalie Grebe)
Ein Mann steht im Vordergrund, eine Frau dahinter.
(Photo: (c) Nathalie Grebe)
»[Julia Gudi] inszeniert ein modernes Kammerspiel, in dem romantische Beziehungen als politischer Raum sichtbar werden und wie Liebe, Macht und ökonomische Abhängigkeit bis heute verstrickt sind. «Mannheim²

Das bür­ger­li­che Le­bens­mo­dell als Thea­ter, die Rol­le der Frau: schön sein, lus­tig sein, harm­los sein. Nora spielt sie glän­zend, ern­tet ge­sell­schaft­li­che Pri­vi­le­gi­en und be­zahlt mit dem Ver­lust ih­rer Ei­gen­stän­dig­keit. Sie lebt in der Schein­welt ei­nes Hau­ses vol­ler be­lang­lo­ser Din­ge. Doch im­mer deut­li­cher tre­ten har­te Fak­ten sei­nes Fun­da­ments ans Ta­ges­licht: pa­tri­ar­cha­le Struk­tu­ren, Wohl­stand auf Kos­ten we­ni­ger Pri­vi­le­gier­ter, Kre­dit­be­trug. Hen­rik Ib­sens Nora ist eine schil­lern­de Fi­gur, chan­gie­rend zwi­schen auf­op­fern­der Selbst­auf­ga­be und Lu­xus­girl, fe­mi­nis­ti­scher Iko­ne und pri­vi­le­gier­ter Lüg­ne­rin. Un­zäh­li­ge Male wur­de das Stück über­schrie­ben und neu ge­deu­tet. 147 Jah­re nach sei­nem Er­schei­nen eig­net es sich her­vor­ra­gend für ei­nen Kas­sen­sturz zum The­ma weib­li­cher Eman­zi­pa­ti­on. Ju­lia Gudi über­schreibt das Dra­ma aus ak­tu­el­ler Per­spek­ti­ve. Sie in­sze­niert ein mo­der­nes Kam­mer­spiel, in dem ro­man­ti­sche Be­zie­hun­gen als po­li­ti­scher Raum sicht­bar wer­den und wie Lie­be, Macht und öko­no­mi­sche Ab­hän­gig­keit bis heu­te ver­strickt sind.

Kom­men­de Vor­stel­lungs­ter­mi­ne:

03. Ok­to­ber 2026 um 20 Uhr
21. Ok­to­ber 2026 um 20 Uhr
28. Ok­to­ber 2026 um 20 Uhr
01. No­vem­ber 2026 um 20 Uhr

Julia Gudi

Regie (Bachelor of Arts)
Julia Gudi, verflucht sexy mit Bomberjacke
(Foto: Jessica Schäfer)

Shirin Ali

Schauspiel (Diplom)
Portraitbild Shirin Ali
(Foto: Maximilian Borchardt)

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