Neue Regierung in Hessen: gute Perspektiven für die HfMDK

Luftbild des Hauptgebäudes der HfMDK in der Eschersheimer Landstraße
(Photo: Highvisionmedia)
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Am 18. Ja­nu­ar 2024 tritt der neu ge­wähl­te Hes­si­sche Land­tag erst­mals zu­sam­men. Die neue Lan­des­re­gie­rung aus CDU und SPD nimmt ihre Ar­beit auf. Für die Zu­kunft der HfMDK Frank­furt wer­den in der kom­men­den Le­gis­la­tur­pe­ri­ode zen­tra­le Wei­chen ge­stellt – vor al­lem für den Neu­bau. Dem Prä­si­di­um ist es ge­lun­gen, die Po­li­tik von wich­ti­gen An­lie­gen der Hoch­schu­le zu über­zeu­gen. 

Neu­bau

Der Ko­ali­ti­ons­ver­trag hebt die Be­deu­tung und Dring­lich­keit des Neu­baus für die HfMDK her­vor: „Die Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt am Main (HfMDK) ist eine staat­li­che Hoch­schu­le für Mu­sik, Thea­ter und Tanz und die ein­zi­ge ih­rer Art in un­se­rem Land. Wir wol­len ge­mein­sam mit der HfMDK und der Stadt Frank­furt den drin­gend er­for­der­li­chen Neu­bau for­cie­ren, be­vor­zugt in Form ei­nes in­te­grier­ten Kul­tur­cam­pus.“

Die HfMDK bleibt in Frank­furt. Po­li­ti­scher Fo­kus sind die Klä­rung der Stand­ort­fra­ge und eine schnel­le Ei­ni­gung, da­mit die Hoch­schu­le nach Jah­ren der Dis­kus­si­on end­lich zu ei­ner an­ge­mes­se­nen Wir­kungs­stät­te kommt.

»Der beschleunigten Umsetzung unseres so dringend benötigten Neubaus sehen wir mit Freude entgegen. Dafür haben wir mit Stadt, Land und allen Beteiligten, auch den Medien viele Gespräche geführt und immer wieder unsere Bedarfe artikuliert.«Prof. Elmar Fulda, Präsident der HfMDK

Aus­bau von Di­gi­ta­li­sie­rung und Mit­tel­bau

Die spe­zi­el­len Be­dar­fe der Kunst­hoch­schu­len im Di­gi­tal­pakt und der Aus­bau des Mit­tel­baus an den Kunst­hoch­schu­len wer­den im Ko­ali­ti­ons­ver­trag ex­pli­zit ge­nannt und sol­len ge­stärkt wer­den. Der Ver­trag greift hier For­de­run­gen des ge­mein­sa­men Po­si­ti­ons­pa­piers der hes­si­schen Kunst­hoch­schu­len auf.

»Die geplante Evaluierung der Beschäftigungs- und Arbeitssituation an Hessens Hochschulen, die Fortführung des Kodex für gute Arbeit sowie das Streben nach mehr unbefristeten Stellen im künstlerischen und wissenschaftlichen Mittelbau sind erfreuliche Entwicklungsaussichten.«Prof. Elmar Fulda, Präsident der HfMDK

Fi­nan­zie­rung

Die Zu­sa­ge für eine aus­kömm­li­che und ver­läss­li­che Fi­nan­zie­rung, die an­ge­streb­te Er­hö­hung der Mit­tel im Nach­fol­ge-Hoch­schul­pakt ab 2025 so­wie die trans­pa­ren­te­re Ad­mi­nis­tra­ti­on der Bud­get­mit­tel sind wei­te­re po­si­ti­ve Si­gna­le aus dem Ko­ali­ti­ons­ver­trag.

Nach­hal­tig­keit und Bau­pro­gram­me

Im Be­reich Nach­hal­tig­keit sieht der Ko­ali­ti­ons­ver­trag vor, Hoch­schu­len eine Vor­rei­ter­rol­le zu er­mög­li­chen. Dazu sol­len Ziel­ver­ein­ba­run­gen für eine „Kli­ma­neu­tra­le Hoch­schu­le“ ab­ge­schlos­sen wer­den. Für die Bau­pro­gram­me des Lan­des ist ge­plant, die Mit­tel spür­bar zu er­hö­hen.

Kul­tu­rel­le Bil­dung und Mu­sik­för­de­rung

Mu­si­ka­li­sche Bil­dung an Schu­len und er­folg­rei­che Mu­sik­ver­mitt­lungs­pro­gram­me sol­len ver­stärkt ge­för­dert wer­den. Eben­so wird eine sta­bi­le Fi­nan­zie­rung der Mu­sik­schu­len an­ge­strebt, denn sie bil­den den Nach­wuchs aus, der sich spä­ter für ein Stu­di­um be­geis­tert.

Gen­dern

Die im Ko­ali­ti­ons­ver­trag vor­ge­se­he­ne Ab­kehr von der Gen­der­spra­che mit Son­der­zei­chen wird an der HfMDK Frank­furt sehr kri­tisch be­trach­tet. Als Hoch­schu­le set­zen wir wei­ter auf eine in­klu­si­ve Sprach­ge­stal­tung und wer­den die Ent­wick­lun­gen auf­merk­sam ver­fol­gen.