Krieg und Bilder: vier szenische Auseinandersetzungen

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Krieg und Bilder

Pre­mie­ren am Frei­tag, 06. März 2026

20.30 Uhr: Can you pro­tect my light from the wind? (Tris­tan Steeg, Yev­he­niia Vi­dish­che­va) - im An­schluss Ar­tist Talk
22.30 Uhr: Si­lence of sys­tem/s (Kati Ki­ra­ly) - im An­schluss Ar­tist Talk

Pre­mie­ren am Sams­tag, 07. März 2026

19.00 Uhr: Aber sonst al­les "gut" so­weit (Au­ré­lie Feucht, Jo­ris Do­mog­al­ski) - im An­schluss Ar­tist Talk
20.30 Uhr: Ach­te auf dei­ne Hal­tung (Ne сутулься) (Ju­lia Chaply­gi­na, Eva Stall­baum) - im An­schluss Ar­tist Talk

Wei­te­re Vor­stel­lun­gen am Sonn­tag, 08. März 2026

Pro­gramm Teil 1
13.30 Uhr: Aber sonst al­les "gut" so­weit (Au­ré­lie Feucht, Jo­ris Do­mog­al­ski)
15.00 Uhr: Ach­te auf dei­ne Hal­tung (Ne сутулься) (Ju­lia Chaply­gi­na, Eva Stall­baum)
15.45 Uhr: Werk­statt­ge­spräch* 

Pau­se: Sup­pe im Foy­er

Pro­gramm Teil 2
17.00 Uhr: Can you pro­tect my light from the wind? (Tris­tan Steeg, Yev­he­niia Vi­dish­che­va)
19.00 Uhr: Si­lence of sys­tem/s (Kati Ki­ra­ly)
19.30 Uhr: Werk­statt­ge­spräch*

* Werk­statt­ge­sprä­che: Die Künst­le­rin, Ak­ti­vis­tin und Thea­ter­wis­sen­schaft­le­rin Aza­deh Gan­jeh und die Künst­le­rin und Fo­to­jour­na­lis­tin Sina Nie­mey­er spre­chen mit Pro­duk­ti­ons­be­tei­lig­ten über  Po­si­tio­nen und Po­si­tio­nie­run­gen so­wie Vor­ge­hens­wei­sen und Her­aus­for­de­run­gen in der künst­le­ri­schen An­nä­he­rung an das The­ma Krieg und Bil­der.  

Frank­furt LAB
Spra­che: Deutsch, Eng­lisch, Ukrai­nisch, Rus­sisch und mit eng­li­schen Über­ti­teln

"Krieg und Bil­der" ist ein Pro­jekt des BA Re­gie der HfMDK Frank­furt im Rah­men der Hes­si­schen Thea­ter­aka­de­mie.

Platzkarten

Aber sonst alles "gut" soweit (AT)

Krieg und Bil­der.Vier sze­ni­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen - Aber sonst al­les gut so­weit

Drei Frauen stehen mit Handmikrofonen an einem Tisch mit Arbeitsblättern.

Krieg und Bil­der.Vier sze­ni­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen - Aber sonst al­les gut so­weit

Ami­ra und Au­ré­lie sind seit über 10 Jah­ren be­freun­det. Die eine Per­son ist pa­läs­ti­nen­sisch-deutsch, die an­de­re ist jü­disch, bei­de le­ben in Deutsch­land - das Ge­sche­hen in Is­ra­el und Pa­läs­ti­na spielt schon im­mer eine Rol­le in ih­rer Freund:in­nen­schaft. Seit Ok­to­ber 2023 spü­ren sie eine Ver­än­de­rung in sich, in Deutsch­land und im öf­fent­li­chen Dis­kurs. Auch die Ge­sprä­che mit­ein­an­der sind dring­li­cher ge­wor­den.

In der Per­for­mance "Aber sonst al­les 'gut' so­weit" (AT) über­ge­ben Ami­ra und Au­ré­lie das “Ma­te­ri­al ih­rer Freund:in­nen­schaft” drei Per­for­me­rin­nen. Die­se wol­len das Ma­te­ri­al zu­gäng­lich ma­chen, in­dem sie es aus drit­ter Per­spek­ti­ve un­ter­su­chen, nach­zeich­nen und dis­ku­tie­ren.

Kon­zept: Ami­ra Al-Dari, Jo­ris Do­mog­al­ski, Au­ré­lie Feucht
Per­for­mance: Han­nah Lind­ner, Da­scha Du­mont
Re­gie und Aus­stat­tung: Au­ré­lie Feucht
Dra­ma­tur­gie: Jo­ris Do­mog­al­ski
Künst­le­ri­sche Mit­ar­beit: Ami­ra Al-Dari, Gil Hoz-Klem­me
Out­si­de Eye: Aza­deh Gan­jeh

Spra­che: Deutsch mit eng­li­schen Über­ti­teln
Con­tent no­tes: The­men von Ge­walt, De­pres­si­on und Angst­zu­stän­den, Krieg und Ter­ror

But other­wi­se ever­ything‘s „fine“ (WT)

Ami­ra and Au­ré­lie have been fri­ends for over 10 ye­ars. One is Pa­les­ti­ni­an-Ger­man, the other is Je­wish, both live in Ger­ma­ny - events in Is­ra­el and Pa­les­ti­ne have al­ways play­ed a role in their fri­endship. Sin­ce Oc­to­ber 2023, they sen­se a chan­ge wi­t­hin them­sel­ves, in Ger­ma­ny, and in pu­blic dis­cour­se. Their con­ver­sa­ti­ons have also be­co­me more ur­gent.

In the per­for­mance "Aber sonst al­les 'gut' so­weit" (WT) Ami­ra and Au­ré­lie hand over the “ma­te­ri­al of their fri­endship” to three per­for­mers. By ex­ami­ning, tra­cing and dis­cus­sing it from a third-par­ty per­spec­tive, they want to make the ma­te­ri­al ac­ces­si­ble.

Con­cept: Ami­ra Al-Dari, Jo­ris Do­mog­al­ski, Au­ré­lie Feucht
Per­for­mance: Han­nah Lind­ner, Da­scha Du­mont
Di­rec­ting and de­sign: Au­ré­lie Feucht
Dra­ma­tur­gy: Jo­ris Do­mog­al­ski
Ar­tis­tic Col­la­bo­ra­ti­on: Ami­ra Al-Dari, Gil Hoz-Klem­me
Out­si­de Eye: Aza­deh Gan­jeh

Lan­guage: Ger­man with Eng­lish sur­tit­les
Con­tent no­tes: to­pics of vio­lence, de­pres­si­on and an­xie­ty, war and ter­ror

Achte auf deine Haltung (Ne сутулься)

Krieg und Bil­der.Vier sze­ni­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen - Ach­te auf dei­ne Hal­tung

Frankfurt LAB
free admission
buy tickets
Frau sitzt an einem Tisch vor einem Laptop.

Krieg und Bil­der.Vier sze­ni­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen - Ach­te auf dei­ne Hal­tung

Mit „Ne сутулься“ (wört­lich: „nicht krumm“) kor­ri­gier­te der Schau­spiel­leh­rer in Mos­kau die Hal­tung von Ju­lia und ih­ren Kom­mi­li­ton*in­nen. Als So­zia­le Me­di­en ge­sperrt wer­den, wird die­se Mah­nung zum Na­men ih­res Te­le­gram-Ka­nals, auf dem Ju­lia ih­ren All­tag als Stu­den­tin in Mos­kau und spä­ter aus dem Exil in Deutsch­land do­ku­men­tiert.

Die­ser Ka­nal wird zum ro­ten Fa­den ei­ner Me­dia-Art-Per­for­mance, die sich mit ei­nem Le­ben in stän­di­ger Kon­fron­ta­ti­on mit Krieg, staat­li­chem Re­gime und Pro­pa­gan­da aus­ein­an­der­setzt. Da­bei ver­knüpft die Per­for­me­rin Ju­lia per­sön­li­ches Ma­te­ri­al mit me­dia­len Bil­dern des Kriegs zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne. Live na­vi­giert sie durch Mos­kau­er Stra­ßen, Te­le­gram-Posts, staat­li­che Nach­rich­ten und pri­va­te Auf­nah­men. Was be­deu­tet es, wenn pri­va­ter All­tag und po­li­ti­sche Ka­ta­stro­phe un­trenn­bar wer­den, und wie ist ein Wei­ter­le­ben mög­lich? In­mit­ten me­dia­ler Wi­der­sprü­che, Über­la­ge­run­gen und Über­set­zun­gen fin­det sich Ju­lia zwi­schen wach­sen­der Über­for­de­rung und Wi­der­stand.

Re­gie, Per­for­mance: Ju­lia Chaply­gi­na
Dra­ma­tur­gie: Eva Stall­baum

Spra­che: Deutsch, Eng­lisch, Rus­sisch, Ukrai­nisch

Con­tent no­tes: Es wer­den hohe Laut­stär­ke und in­ten­si­ve vi­su­el­le Rei­ze ein­ge­setzt. The­ma­ti­siert und teil­wei­se dar­ge­stellt wer­den phy­si­sche und psy­chi­sche Ge­walt, na­tio­na­lis­ti­sche Spra­che so­wie Krieg und Trau­ma.

Pay at­ten­ti­on to your pos­tu­re (Ne сутулься)

“Ne сутулься” (li­ter­al­ly: “don't slouch”) is how the ac­ting tea­cher in Moscow cor­rec­ted Ju­lia and her fel­low stu­dents' pos­tu­re. When so­ci­al me­dia is blo­cked, this re­min­der be­co­mes the name of her Te­le­gram chan­nel, whe­re Ju­lia do­cu­ments her ever­y­day life as a stu­dent in Moscow and la­ter from exi­le in Ger­ma­ny.

This chan­nel be­co­mes the cen­tral the­me of a me­dia art per­for­mance that deals with a life in con­stant con­fron­ta­ti­on with war, sta­te re­gime, and pro­pa­gan­da. In do­ing so, the per­for­mer Ju­lia com­bi­nes per­so­nal ma­te­ri­al with me­dia images of the war bet­ween Rus­sia and Ukrai­ne. She na­vi­ga­tes live through Moscows streets, Te­le­gram posts, sta­te news and pri­va­te re­cord­ings. What does it mean when pri­va­te ever­y­day life and po­li­ti­cal ca­ta­stro­phe be­co­me in­se­pa­ra­ble, and how is it pos­si­ble to con­ti­nue li­ving? Amid me­dia con­tra­dic­tions, over­laps and trans­la­ti­ons, Ju­lia finds herself bet­ween gro­wing over­load and re­sis­tan­ce.

Di­rec­ting, per­for­mance: Ju­lia Chaply­gi­na
Dra­ma­tur­gy: Eva Stall­baum

Lan­guage: Ger­man, Eng­lish, Rus­si­an, Ukrai­ni­an

Con­tent no­tes: Loud vo­lu­me and in­ten­se vi­su­al sti­mu­li are used. Phy­si­cal and psy­cho­lo­gi­cal vio­lence, na­tio­na­list lan­guage, war and trau­ma are ad­dres­sed and par­ti­al­ly de­pic­ted.

Silence of system/s

Krieg und Bil­der.Vier sze­ni­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen - Si­lence of Sys­tem/s

2 Frankfurt LAB
free admission
buy tickets

Wie lernt man zu trau­ern, wenn da­für nie ein Raum vor­ge­se­hen war?
Was bleibt von weib­li­chen Bil­dern, die zwi­schen Stär­ke, An­pas­sung und Schwei­gen ent­stan­den sind? Und wie kann man Trau­er be­geg­nen, ohne sie er­klä­ren oder auf­lö­sen zu müs­sen?

In Aus­ein­an­der­set­zung mit theo­re­ti­schen und künst­le­ri­schen Po­si­tio­nen, un­ter an­de­rem von Ber­tolt Brecht und Su­san Son­tag, fragt "Si­lence of sys­tem/s" da­nach, wie Leid ge­zeigt, be­trach­tet oder über­gan­gen wird – und wel­che Ver­ant­wor­tung sich dar­aus für Be­trach­ter:in­nen er­gibt. Vor dem Hin­ter­grund ak­tu­el­ler po­li­ti­scher Ge­walt in Ost­eu­ro­pa rich­tet sich der Blick nicht auf abs­trak­te Macht­ver­hält­nis­se, son­dern auf ihre lei­sen Wir­kun­gen auf die Selbst­si­cher­heit von Frau­en. Da­bei wer­den post-so­wje­ti­sche fe­mi­nis­ti­sche Ge­schich­ten so­wie Wer­ke von Künst­le­rin­nen der 1970er Jah­re des ehe­ma­li­gen Ost­blocks prä­sen­tiert. Die In­stal­la­ti­on lädt dazu ein, Trau­er als so­zia­le und po­li­ti­sche Pra­xis zu be­grei­fen, die sich zwi­schen per­sön­li­chen und kol­lek­ti­ven Er­fah­run­gen ent­fal­tet.

Kon­zept und Um­set­zung: Kati Ki­ra­ly
Out­si­de Eye: Lin Yang

Spra­che: Deutsch, Eng­lisch

Con­tent no­tes: The­ma­ti­sie­rung von Ge­walt und Trau­ma

Si­lence of sys­tem/s

How do you learn to grie­ve when the­re has ne­ver been a space for it? What re­mains of fe­ma­le images that have emer­ged bet­ween strength, con­for­mi­ty and si­lence? And how can you deal with grief wi­t­hout ha­ving to ex­p­lain or re­sol­ve it?

En­ga­ging with theo­re­ti­cal and ar­tis­tic po­si­ti­ons, in­clu­ding tho­se of Ber­tolt Brecht and Su­san Son­tag, "Si­lence of sys­tem/s" asks how suf­fe­ring is shown, view­ed or igno­red – and what re­spon­si­bi­li­ty this ent­ails for view­ers. Against the back­drop of cur­rent po­li­ti­cal vio­lence in Eas­tern Eu­ro­pe, the fo­cus is not on abs­tract power re­la­ti­ons, but on their quiet ef­fec­ts on wo­men's self-con­fi­dence. Post-So­viet fe­mi­nist sto­ries and works by fe­ma­le ar­tists of the 1970s in the for­mer Eas­tern Bloc are pre­sen­ted. The in­stal­la­ti­on in­vi­tes view­ers to un­der­stand grief as a so­ci­al and po­li­ti­cal prac­tice that un­folds bet­ween per­so­nal and collec­tive ex­pe­ri­en­ces.

By: Kati Ki­ra­ly
Out­si­de Eye: Lin Yang

Lan­guage: Ger­man, Eng­lish

Con­tent no­tes: Ad­dres­sing to­pics of vio­lence and trau­ma

Can you protect my light from the wind?

Krieg und Bil­der.Vier sze­ni­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen - Can you pro­tect my light from the wind

2 Frankfurt LAB
free admission
buy tickets

"Can you pro­tect my light from the wind?" ist die Ge­schich­te ei­ner Freund­schaft; eine Ge­schich­te von ge­gen­sei­ti­ger So­li­da­ri­tät und Für­sor­ge über eine Gren­ze hin­weg, die der Krieg durch Eu­ro­pa zieht. Der Re­gis­seur und Schau­spie­ler Tris­tan Steeg und die Re­gis­seu­rin und Do­ku­men­tar­thea­ter­künst­le­rin Yev­he­niia Vi­dish­che­va aus Kyiv ha­ben sich auf die Su­che be­ge­ben. In ih­rer künst­le­ri­schen Re­cher­che­ar­beit er­kun­den sie die Dis­kre­panz ih­rer Le­bens­wel­ten. Sie be­su­chen sich in ih­ren Hei­ma­ten und ler­nen ihre Fa­mi­li­en ken­nen. Вони відвідують рідні міста одне одного, знайомляться з родинами та друзями. Sie spre­chen über Trau­er. Über Angst. Über Wut. Über den Krieg. Über Schön­heit. Про страх. Про гнів. Про війну. Про красу. Über Si­cher­heit und Ge­bor­gen­heit. Über Iden­ti­tät. Und wie man für­ein­an­der da sein kann. Was ein Zu­hau­se ist. Що таке дім. Und was ist, wenn es an­ge­grif­fen wird. Sie über­set­zen für­ein­an­der und tei­len ihre Ge­schich­ten und Schmer­zen als Ver­such ei­ner Ant­wort auf eine ge­walt­vol­le Welt der Mul­ti­kri­sen. Намагаючись захистити одне одного.

Von und mit: Yev­he­niia Vi­dish­che­va und Tris­tan Steeg 
Out­si­de Eye: Eva Stall­baum 

Spra­che: Eng­lisch, Ukrai­nisch

Con­tent no­tes: Es wer­den Krieg und des­sen psy­chi­sche Fol­gen the­ma­ti­siert.

Die­ses Pro­jekt wird ge­för­dert vom Goe­the-In­sti­tut.

Can you pro­tect my light from the wind?

"Can you pro­tect my light from the wind?" is the sto­ry of a fri­endship; a sto­ry of mu­tu­al so­li­da­ri­ty and care across a bor­der drawn by war right through Eu­ro­pe. Di­rec­tor and ac­tor Tris­tan Steeg and di­rec­tor and do­cu­men­ta­ry thea­ter ar­tist Yev­he­niia Vi­dish­che­va from Kyiv have em­bar­ked on a jour­ney of dis­co­very. In their ar­tis­tic re­se­arch, they ex­plo­re the dis­crepan­cy bet­ween their worlds. They vi­sit each other's ho­mes and get to know each other's fa­mi­lies. Вони відвідують рідні міста одне одного, знайомляться з родинами та друзями. They talk about grief. About fear. About an­ger. About war. About be­au­ty. Про страх. Про гнів. Про війну. Про красу. About safe­ty and se­cu­ri­ty. About iden­ti­ty. And how to be the­re for each other. What a home is. Що таке дім. And what hap­pens when it is at­ta­cked. They trans­la­te for each other and sha­re their sto­ries and pain in an at­tempt to re­spond to a vio­lent world of mul­ticri­ses. Намагаючись захистити одне одного.

By and with: Yev­he­niia Vi­dish­che­va and Tris­tan Steeg
Out­si­de Eye: Eva Stall­baum

Lan­guage: Eng­lish, Ukrai­ni­an

Con­tent no­tes: War and its psy­cho­lo­gi­cal con­se­quen­ces are dis­cus­sed.

This pro­ject is sup­por­ted by the Goe­the-In­sti­tu­te.

Drei Frauen stehen mit Handmikrofonen an einem Tisch mit Arbeitsblättern.
(Photo: (c) Ilayda Dagli)
Mann mit Handmikrofon sitzt an einem Tisch vor einem Laptop.
(Photo: (c) Ilayda Dagli)
Frau sitzt an einem Tisch vor einem Laptop.
(Photo: (c) Ilayda Dagli)
Zwei Personen mit Handmikrofonen unterhalten sicht.
(Photo: (c) Ilayda Dagli)

Im Exil sam­mel­ten Ber­tolt Brecht und Ruth Ber­lau Fo­tos und Tex­te zum Zwei­ten Welt­krieg aus Zei­tun­gen und mon­tier­ten sie mit vier­zei­li­gen Epi­gram­men. Es ent­steht ein Buch, das das Le­sen von Kriegs­bil­dern und ih­ren ideo­lo­gi­schen Ein­schrei­bun­gen leh­ren soll und 1955 un­ter dem Ti­tel „Kriegs­fi­bel“ ver­öf­fent­licht wird. Aus­ge­hend von ei­ner Re­cher­che zur „Kriegs­fi­bel“ ha­ben sich Stu­die­ren­de des BA Re­gie (HfMDK) und MA Dra­ma­tur­gie (Goe­the Uni­ver­si­tät) auf ei­ge­ne Wei­se sze­nisch mit Bil­dern des Krie­ges aus­ein­an­der­ge­setzt. Ent­stan­den sind vier Ar­bei­ten, die sich aus un­ter­schied­li­chen Blick­win­keln ver­schie­de­nen Kon­tex­ten wid­men. Da­bei wird die Ver­schmel­zung von pri­va­tem All­tag und po­li­ti­scher Ka­ta­stro­phe be­trach­tet und nach Stra­te­gi­en der So­li­da­ri­tät und Sprach­fin­dung ge­sucht. Kon­struk­te wie Zu­hau­se, Iden­ti­tät und Er­in­ne­rung wer­den re­flek­tiert und die Im­pli­ka­tio­nen für un­se­re Freund:in­nen­schaf­ten be­leuch­tet. Es wer­den Ver­su­che un­ter­nom­men, der Stig­ma­ti­sie­rung von Ge­walt­er­fah­run­gen ent­ge­gen­zu­wir­ken. Me­dia­le Dar­stel­lun­gen wer­den dis­ku­tiert und im­mer wie­der tau­chen Fra­gen nach Ver­stän­di­gung, An­nä­he­rung und Hand­lungs­macht auf. Be­schäf­tigt wird sich vor al­lem mit den Krie­gen und der Ge­walt­ge­schich­te in der Ukrai­ne/Russ­land und im Ge­biet Is­ra­el/Pa­läs­ti­na. Da­bei wer­den se­xua­li­sier­te Ge­walt und psy­chi­sche Fol­gen von Ge­walt­er­fah­rung the­ma­ti­siert.

Men­to­ring

Plakat zum Studienprojekt 3 in schwarzweiß.
(Photo: (c) Regie)