BLÄSERAKADEMIEKONZERT: Mozarts Klangwelten
Aus einer gemeinsamen künstlerischen Vision der vier Holzbläserprofessor*innen heraus entstand im Jahr 2011 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) die Bläserakademie – ein Kammermusikprojekt, das Begegnung hörbar macht. Hier treten Lehrende und Studierende in einen lebendigen Dialog, der Hierarchien hinter sich lässt und Raum schafft für gemeinsames Atmen, Hören, Gestalten.
Im Zentrum steht das musikalische Erleben als gemeinsamer Prozess: von der ersten Probe bis zum Konzert. Die Studierenden sind nicht nur Teil des Ensembles, sondern Mitgestaltende eines künstlerischen Weges, auf dem sich Erfahrung und Entdeckung, Präzision und Ausdruck miteinander verweben. So entsteht ein Arbeitsraum, der weit über das Übliche hinausweist – hin zu einer künstlerischen Praxis, die gleichermaßen fordert, inspiriert und verbindet.
Am Dienstag, den 26. Mai stehen zwei Meisterwerke von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) im Mittelpunkt: die Serenade Nr. 10 B-Dur KV 361, Mozarts berühmte „Gran Partita“, sowie das Quintett Es-Dur KV 452 für Klavier und Bläser.
In der „Gran Partita“ entfaltet sich ein vielstimmiger Kosmos von berührender Tiefe – ein musikalisches Gewebe, in dem jede Stimme ihren eigenen Charakter trägt und zugleich Teil eines großen Ganzen wird.
Das Quintett KV 452 hingegen lebt vom feinsinnigen Dialog: Klavier und Bläser begegnen sich auf Augenhöhe, umspielen einander, verschmelzen zu einem Klang von eleganter Leichtigkeit und subtiler Raffinesse.
Wenn Studierende und Lehrende gemeinsam auf der Bühne stehen, wird die Idee der Bläserakademie auch für die Besucher*innen unmittelbar erfahrbar: als künstlerischer Austausch, als gemeinsames Forschen nach Klang – und als lebendiges Versprechen, dass Musik dort am eindrucksvollsten ist, wo sie miteinander entsteht.

Oboe

