Wenn Bilder klingen - neue Filmmusik live an der HfMDK

Bildschirm + Schlagzeug
(Photo: Leonard Kötters)
Leinwand Orchester + im Vordergrund
(Photo: Leonard Kötters)
Leinwand + Dirigent + Orchester
(Photo: Leonard Kötters)
Zeichentrickfilm + Dirigent + Orchester
(Photo: Leonard Kötters)
pressemitteilung

Ein da­da­is­ti­scher Film­klas­si­ker von 1928, eine bit­ter­bö­se Wüs­ten­sa­ti­re und ein poe­ti­scher Blick in ein Künst­ler­ate­lier: Bei „Mu­sik für Stumm­fil­me“ tref­fen am 3. und 4. No­vem­ber an der Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt (HfMDK) be­weg­te Bil­der auf ei­gens kom­po­nier­te Mu­sik. Stu­die­ren­de prä­sen­tie­ren ge­mein­sam mit der Kam­mer­phil­har­mo­nie Frank­furt die Er­geb­nis­se ei­nes sie­ben­mo­na­ti­gen krea­ti­ven Pro­zes­ses.

Was ge­schieht, wenn All­tags­ge­gen­stän­de re­bel­lie­ren, ein Tou­rist sich fa­tal über­schätzt oder Bil­der ei­nen Raum jen­seits der Zeit öff­nen? Die Ant­wort liegt auch in der Mu­sik. Bei „Mu­sik für Stumm­fil­me“ wer­den Fil­me nicht ein­fach be­glei­tet – sie er­hal­ten neue Klang­wel­ten, die ihre Ge­schich­ten ver­än­dern, zu­spit­zen, über­ra­schend neu er­zäh­len.

Zu er­le­ben etwa Hans Rich­ters avant­gar­dis­ti­scher Trick­film „Vor­mit­tags­spuk“ (1928). Yao-Hung Huang hat hier­für eine neue Film­mu­sik kom­po­niert. Der Klas­si­ker ent­stand ur­sprüng­lich für die Kam­mer­mu­sik­ta­ge Ba­den-Ba­den und wur­de mit ei­ner heu­te ver­schol­le­nen Mu­sik von Paul Hin­de­mith auf­ge­führt. In „Dan­gerous Ani­mal“ von Tho­mas Frick führt der Ver­such ei­nes selbst­si­che­ren Tou­ris­ten, eine ver­meint­li­che Ge­fahr in der Wüs­te zu ban­nen, in eine Ka­ta­stro­phe. Die Mu­sik stammt von Bye­ong-Jun Nam. Ei­nen poe­ti­schen Kon­trast setzt Ales­san­dra Co­ro­na­tos Kurz­film „Raum ohne Zeit“ (2026): Das Por­trät der Künst­le­rin Sa­rah Schrof er­kun­det Far­ben, Pflan­zen und Ate­lier­at­mo­sphä­re; Juan Var­gas kom­po­nier­te die Mu­sik dazu.
Stumm­film be­deu­tet hier kei­nes­wegs Stil­le. Im Ge­gen­teil: Die Bil­der tre­ten in ei­nen Dia­log mit der Mu­sik – mal wi­der­spens­tig, mal ko­misch, mal von bei­na­he schwe­ben­der Schön­heit. Und je­der neue Klang ver­än­dert, was auf der Lein­wand zu se­hen ist.

Ins­ge­samt 13 Fil­me und ihre neu­en Kom­po­si­tio­nen ste­hen auf dem Pro­gramm. Die Kam­mer­phil­har­mo­nie Frank­furt spielt da­für in vier un­ter­schied­li­chen In­stru­men­tal­be­set­zun­gen – vom klei­nen Kam­mer­en­sem­ble bis zum Zu­sam­men­spiel al­ler Mu­si­ker*in­nen. Die Fil­me kom­men aus dem Netz­werk der hes­si­schen Film- und Me­di­en­aka­de­mie (hFMA).
Für die Stu­die­ren­den ist der Kon­zert­abend der Mo­ment, in dem aus Ent­wür­fen, Ex­pe­ri­men­ten und Pro­ben ein öf­fent­li­ches Werk wird.
Für das Pu­bli­kum bie­tet sich die Ge­le­gen­heit, Film­ge­schich­te und neue Kom­po­si­tio­nen in ei­ner Form zu er­le­ben, die Kino und Kon­zert­saal mit­ein­an­der ver­bin­det.

Seit 2011 ver­bin­det das Pro­jekt Mu­sik- und Film­stu­die­ren­de aus ganz Hes­sen; be­tei­ligt sind Hoch­schu­len aus Darm­stadt, Kas­sel, Of­fen­bach und Wies­ba­den. Die Film­mu­si­ken ent­ste­hen über sie­ben Mo­na­te hin­weg, von der ers­ten Idee über Work­shops und Pro­ben bis zur fer­ti­gen Par­ti­tur. Vie­le der jun­gen Kom­po­nist*in­nen di­ri­gie­ren ihre Wer­ke selbst. Un­ter der Lei­tung von Prof. Ralph Abel­ein tref­fen so Kom­po­si­ti­on, Film, Or­ches­ter und Di­ri­gat un­mit­tel­bar auf­ein­an­der.

Das Pro­jekt wird durch fi­nan­zi­el­le Mit­tel des Hes­si­schen Mi­nis­te­ri­ums für Wis­sen­schaft und For­schung, Kunst und Kul­tur (HMWK), der hes­si­schen Film- und Me­di­en­aka­de­mie (hFMA), der Ge­sell­schaft der Freun­de und För­de­rer der Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt (GFF) so­wie durch QSL-Mit­tel er­mög­licht.

Bildschirm + Schlagzeug

Musik für Stummfilme_2025_1

Leinwand Orchester + im Vordergrund

Musik für Stummfilme_2025_2

Leinwand + Dirigent + Orchester

Musik für Stummfilme_2025_3

Zeichentrickfilm + Dirigent + Orchester

Musik für Stummfilme__2025_4

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