"In turn": Ein Symposium zu Choreografien der Veränderung
Drei Tage Mitte Oktober sind der Tanzforschung gewidmet: „Unser Symposium“, sagt Katja Schneider, Professorin für Tanzwissenschaft an der HfMDK, „reagiert auf Dynamik, auf Wandel und Veränderung.“ Um das Symposium möglich zu machen, hat die Gesellschaft für Tanzforschung (gtf) mit dem Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der JLU Gießen (ATW), mit der Frankfurt University of Applied Sciences (FraUAS) und mit der HfMDK zusammengespannt. Für das Organisationsteam stellen Tanz und Choreografie einen privilegierten Ort dar, um zu erforschen, wie Veränderung durch Körper, Beziehungen und materielle Bedingungen wahrgenommen, verhandelt, bekämpft oder neugestaltet wird.
Der Titel des Symposiums „In turn – Choreographies of Change“ verweist auf eine doppelte Perspektive: Einerseits fragt es danach, wie laufende Transformationsprozesse Körper, Beziehungen und Temporalitäten choreografieren; andererseits blickt es darauf, wie künstlerische oder soziale Choreografien als Praktiken entstehen, die in diese Transformationsprozesse eingreifen, von ihnen geprägt sind oder sie neu konfigurieren. Für die Symposiumsteilnehmer*innen ist selbst Bewegung drin, denn nach dem Auftakttag an der HfMDK findet das Programm am Freitag (16.10.) in Gießen und am Samstag (17.10.) dann an der FraUAS statt. Shuttlebusse machen es möglich, dass alle zwischen den Städten hin- und herfahren können.
Die Kooperation von gtf, ATW, FraUAS und HfMDK wird möglich gemacht durch die Unterstützung der Hessischen Theaterakademie (HTA) und von NFDI4Culture (gefördert durch die DFG – 441958017) und die Universität Leipzig (Institut für Theaterwissenschaft).
Eines von vielen Highlights ist die Keynote von Dana Caspersen. Caspersen ist Konfliktexpertin, Tanzkünstlerin und Autorin. Über mehrere Jahrzehnte war sie zentrale Mitarbeiterin des Ballett Frankfurt und der Forsythe Company; seit rund fünfzehn Jahren arbeitet sie weltweit mit Führungskräften, Organisationen und Gemeinschaften zu konstruktiver Konfliktarbeit. Ihren Vortrag hat sie nun "Why I Love Dancers" genannt. Untertitel: "Physical Thinking and Transformative Change".
Zur Tagungswebsite mit dem gesamten Programm geht es hier.
