Trotz Kürzungen: HfMDK investiert in Qualität und Zukunft – Zielvereinbarung mit dem Land beschreibt den Kurs bis 2031

Kanzlerin Kerstin Hort-Schelm und Staatssekretär Christoph Degen bei der Unterzeichnung der Zielvereinbarungen 2026-2031
Kerstin Hort-Schelm, Kanzlerin der HfMDK Frankfurt, bei der Unterzeichnung der Zielvereinbarung mit Christoph Degen, Staatssekretär Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur am 12. August 2026 in Wiesbaden.(Photo: ©HMWK)
pressemitteilung

Frank­furt am Main, 13. Au­gust 2026. Die Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt (HfMDK) setzt in an­ge­spann­ten fi­nan­zi­el­len Rah­men­be­din­gun­gen glei­cher­ma­ßen auf Fo­kus­sie­rung und Wei­ter­ent­wick­lung. Mit der ges­tern un­ter­zeich­ne­ten Ziel­ver­ein­ba­rung mit dem Hes­si­schen Mi­nis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und For­schung, Kunst und Kul­tur for­mu­liert die Hoch­schu­le ihre Vor­ha­ben bis 2031. Die Ver­ein­ba­rung setzt für Hoch­schu­le und Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­um den Er­war­tungs­rah­men und de­fi­niert Schwer­punk­te, mit de­nen die HfMDK ihre künst­le­ri­sche und wis­sen­schaft­li­che Ex­zel­lenz auch un­ter den schwie­ri­gen Be­din­gun­gen des ak­tu­el­len Hes­si­schen Hoch­schul­pakts si­chert.

»Die Zielvereinbarung bindet beide Seiten: die HfMDK mit konkreten Vorhaben und das Ministerium mit finanziellen Zusicherungen bis 2031. Wir wollen die HfMDK unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen als hervorragenden Studienort und attraktiven Arbeitgeber erhalten. Dabei setzen wir auf Qualität, auf Innovation statt Stillstand und die enge Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft«HfMDK-Präsident Prof. Elmar Fulda

Stu­di­en­an­ge­bo­te wei­ter­ent­wi­ckeln

Im Fo­kus der stra­te­gi­schen Hoch­schul­ent­wick­lung ste­hen die Stu­di­en­an­ge­bo­te. Statt Stu­di­en­gän­ge ab­zu­bau­en, will die HfMDK ihr Pro­fil ent­spre­chend ge­sell­schaft­li­cher und künst­le­ri­scher Ent­wick­lun­gen schär­fen. Be­son­de­res Au­gen­merk gilt dem Aus­bau mu­sik­päd­ago­gi­scher An­ge­bo­te so­wie der stär­ke­ren Ver­mitt­lung päd­ago­gi­scher Kom­pe­ten­zen in künst­le­ri­schen Stu­di­en­gän­gen, um Stu­die­ren­de auf ein brei­tes Spek­trum be­ruf­li­cher Per­spek­ti­ven vor­zu­be­rei­ten. In den Mu­sik­schu­len ge­hen nach neu­es­ten Stu­di­en bis Mit­te der 2030er Jah­re fast drei­vier­tel der Mu­sik­leh­rer*in­nen in Ru­he­stand. Nach­wuchs wird drin­gend ge­sucht. Die HfMDK ver­stärkt ent­spre­chen­de Stu­di­en­mög­lich­kei­ten.

Di­gi­ta­li­sie­rung in Leh­re und Ver­wal­tung stär­ken

Ein wei­te­rer Schwer­punkt ist die Di­gi­ta­li­sie­rung. Künf­tig sol­len The­men wie di­gi­ta­le Pro­duk­ti­ons-, Dis­tri­bu­ti­ons- und Re­zep­ti­ons­for­men so­wie neue di­gi­ta­le Mög­lich­kei­ten, ins­be­son­de­re im Be­reich der Künst­li­chen In­tel­li­genz, durch die Ent­wick­lung ent­spre­chen­der künst­le­ri­scher Lehr­an­ge­bo­te in den Stu­di­en­gän­gen ver­an­kert wer­den. Gleich­zei­tig in­ves­tiert die Hoch­schu­le in die di­gi­ta­le In­fra­struk­tur und in die wei­te­re Di­gi­ta­li­sie­rung von ad­mi­nis­tra­ti­ven Pro­zes­sen.

Fo­kus­sie­ren und Ko­ope­ra­tio­nen fort­set­zen

Der Hoch­schul­pakt zwingt die Hoch­schu­len zur Re­duk­ti­on. Auch die HfMDK muss sich fo­kus­sie­ren und jus­tiert ihre Stu­die­ren­den­zah­len ent­spre­chend.

Ko­ope­ra­tio­nen mit Bil­dungs- und Kul­tur­part­nern wie En­sem­ble Mo­dern, hr-Big­band oder Kron­berg Aca­de­my wer­den fort­ge­setzt, um im en­gen Aus­tausch mit Kunst, Wis­sen­schaft, Be­rufs­feld und Ge­sell­schaft zu blei­ben. Ein sicht­ba­res Zei­chen die­ser Ent­wick­lung ist auch die Ein­rich­tung von drei Stif­tungs­pro­fes­su­ren in den kom­men­den Se­mes­tern, ins­be­son­de­re in päd­ago­gi­schen Fä­chern.

Lehr­be­auf­trag­te und aka­de­mi­schen Mit­tel­bau stär­ken

Ein be­son­de­res Au­gen­merk gilt den Lehr­be­auf­trag­ten, die wie an al­len Mu­sik­hoch­schu­len in Deutsch­land ei­nen wich­ti­gen Bei­trag zur Aus­bil­dung leis­ten. Die HfMDK setzt mit der An­he­bung der Ho­no­ra­re ein wich­ti­ges Zei­chen. Auch er­war­tet die Hoch­schu­le wei­ter­hin vom Land, dass es sie bei der Ein­rich­tung von fes­ten Stel­len im aka­de­mi­schen Mit­tel­bau un­ter­stützt.

Wei­te­re Zie­le bis 2031

Dar­über hin­aus um­fasst die Ziel­ver­ein­ba­rung Maß­nah­men zur För­de­rung von For­schung und künst­le­ri­scher Ent­wick­lung, zur Stär­kung von Chan­cen­gleich­heit und In­klu­si­on, zur För­de­rung von Ge­sund­heit und Re­si­li­enz der Hoch­schul­an­ge­hö­ri­gen so­wie zur nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung der Hoch­schu­le.

Kon­so­li­die­rung trifft vor al­lem For­schung und Leh­re

Die Um­set­zung die­ser Zie­le er­folgt un­ter an­spruchs­vol­len fi­nan­zi­el­len Rah­men­be­din­gun­gen. Der Hes­si­sche Hoch­schul­pakt führt für die HfMDK zu ei­ner dau­er­haf­ten struk­tu­rel­len Re­du­zie­rung des Fi­nanz­rah­mens. Zwar be­stehen grund­sätz­lich auch bei Sach­aus­ga­ben, etwa für Ge­bäu­de und In­fra­struk­tur, Ein­spar- und Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten, ihr Po­ten­zi­al ist je­doch be­grenzt. Da die Per­so­nal­kos­ten den größ­ten An­teil am Haus­halt aus­ma­chen, kon­zen­trie­ren sich die Kon­so­li­die­rungs­maß­nah­men zwangs­läu­fig auf den Per­so­nal­be­reich und auf­grund der spe­zi­fi­schen Al­ters­struk­tur der HfMDK ins­be­son­de­re auf For­schung und Leh­re. Frei­wer­den­de Pro­fes­su­ren wer­den da­her viel­fach vor­über­ge­hend nicht wie­der­be­setzt oder ent­fal­len dau­er­haft.

»Wir haben uns trotz der schwierigen Rahmenbedingungen bewusst für eine Weiterentwicklung entschieden. Kunsthochschulen müssen Orte bleiben, an denen gesellschaftliche Entwicklungen reflektiert und neue Ideen erprobt werden. Mit den Vereinbarungen mit dem Wissenschaftsministerium schaffen wir die Voraussetzungen, diesem Anspruch auch in Zukunft gerecht zu werden.«Hochschulpräsident Prof. Elmar Fulda

Pressemitteilung: Trotz Kürzungen: HfMDK investiert in Qualität und Zukunft - Zielvereinbarung mit dem Land beschreibt den Kurs der Hochschule bis 2031

Zielvereinbarungen 2026 bis 2031

zwi­schen der Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt am Main und dem Hes­si­schen Mi­nis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und For­schung, Kunst und Kul­tur (12.08.1988)

Kanzlerin Kerstin Hort-Schelm und Staatssekretär Christoph Degen bei der Unterzeichnung der Zielvereinbarungen 2026-2031

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