New York – Frankfurt – Bern: ein Kompositionsprojekt
Drei Städte, neun neue Werke, ein gemeinsamer Klang
Fünf Tage, drei Hochschulen, 21 junge Musiker*innen und neun brandneue Kompositionen: Der „Transatlantische Klangbogen“ verbindet junge Komponist*innen und Musiker*innen aus drei Nationen. Hier wird ausprobiert, diskutiert, verworfen und neu gedacht. In Bern treffen unterschiedliche musikalische Handschriften aufeinander – und aus individuellen Ideen entsteht Schritt für Schritt ein gemeinsamer Klang.
Der „Transatlantische Klangbogen – Bern–Frankfurt Edition“ bringt Studierende der Hochschule der Künste Bern, der Manhattan School of Music in New York und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) zusammen.
Seit Juli entstehen an den drei Hochschulen neun neue Werke. In dieser Woche begegnen sie in Bern erstmals den Instrumentaist*innen aller drei Institutionen. Gemeinsam mit den Komponist*innen und Dirigent*innen werden die Stücke in einer intensiven fünftägigen Probenphase erarbeitet und am 30. Oktober in Bern uraufgeführt.
Am Sonntag, 1. November, kommt das Ensemble nach Frankfurt. Ab 16 Uhr erklingen im Großen Saal der HfMDK die neun Werke ein zweites Mal – doch keineswegs einfach als Wiederholung. Die Erfahrungen aus Bern, die Begegnungen, Diskussionen und künstlerischen Impulse werden ihre Spuren hinterlassen haben. Das Konzert macht hörbar, was entstehen kann, wenn junge Musiker*innen und Komponist*innen über Ländergrenzen hinweg zusammenarbeiten.
Aus einer Herausforderung wird eine Chance
Dass Bern in diesem Jahr zum Treffpunkt wird, hat einen besonderen Hintergrund: Aufgrund der politischen Rahmenbedingungen in den USA wurde die ursprünglich geplante Reise dorthin verworfen. Der Austausch der HfMDK mit der Manhattan School of Music sollte dennoch unbedingt weitergehen. Mit der Hochschule der Künste Bern kam eine dritte Partnerinstitution hinzu – und aus der Planänderung entwickelte sich ein neues Format mit zusätzlichen Perspektiven.
»Jede Hochschule ist anders, funktioniert anders und zeigt uns, dass wir die Dinge auch anders machen könnten.«Projektleiter und HfMDK-Vizepräsident Prof. Dr. Ulrich Kreppein
Gerade darin liegt der Reiz des Projekts: Die Studierenden begegnen anderen künstlerischen Arbeitsweisen, hinterfragen Gewohntes und entdecken neue Möglichkeiten. Musik entsteht hier nicht allein am Schreibtisch, sondern im direkten Austausch – durch genaues Zuhören, gemeinsames Experimentieren und den Mut, neue Wege einzuschlagen.
Neun neue Werke, drei Hochschulen und ein Ensemble, das erst durch die Begegnung entsteht: Der „Transatlantische Klangbogen“ zeigt, wie lebendig und überraschend zeitgenössische Musik sein kann, wenn unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen.
Die Begegnung New York – Frankfurt – Bern wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung aus QSL-Mitteln der HfMDK, dem SEMP-Austauschprogramm der Schweiz sowie von der Dwight und Ursula Mamlok-Stiftung.

Pressefoto: Probe in Bern_2: Kompositionsprojekt NY-F-B
