HfMDK-Alumna Bobin Kim gewinnt den siebten Deutschen Preis für Chordirigieren und zugleich den Publikumspreis
Der siebte Deutsche Preis für Chordirigieren geht an Bobin Kim. Sie ist seit der Spielzeit 2026/27 stellvertretende Chordirektorin an der Bayerischen Staatsoper. Beim Deutschen Preis für Chordirigieren setzte sie sich unter insgesamt drei Finalist*innen durch. Vergeben wird der Preis vom Forum Dirigieren, einem Projekt des Deutschen Musikrats, und dem RIAS Kammerchor Berlin. Gestiftet wird das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro von der Deutschen Musik- und Orchestervereinigung unisono und der Vereinigung deutscher Opern- und Tanzensembles. Zusätzlich erhält die Preisträgerin Engagements beim RIAS Kammerchor Berlin, beim SWR Vokalensemble, beim WDR Rundfunkchor sowie beim MDR-Rundfunkchor.
Den Publikumspreis in Höhe von 500 Euro vergab die Ursula-Lübbe-Stiftung am Samstagabend ebenfalls an Bobin Kim. Des Weiteren ermöglichte die Ursula-Lübbe-Stiftung den Livestream des Konzertes. Der Bärenreiter-Verlag überreichte allen drei Finalist*innen Notengutscheine in Höhe von je 300 Euro.
Der Juryvorsitzende Prof. Michael Alber, Professor für Chordirigieren an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen, erläuterte die Entscheidung der Jury: „Bobin Kim entlockt mit ihrer stupenden Dirigiertechnik dem Chor eine Vielzahl an Klang- und Charakterfarben. Gleichzeitig verströmt sie durch ihre große innere Ruhe eine erstaunliche Kraft und Energie, mit der sie eine starke Verbindung zum Chor aufbauen und ihre Vorstellungen durchzusetzen vermag.“ Neben dem Urteil der Jury floss auch das Gesamtvotum des Chors als Stimme in die Bewertung ein.
Bobin Kim absolvierte ihr Bachelorstudium im Fach Chorleitung an der Korea National University of Arts in Seoul. Den Master im Fach Chordirigieren bei Prof. Florian Lohmann schloss sie an der HfMDK Frankfurt mit Auszeichnung ab, gefolgt vom Konzertexamen in Chorleitung an der Hochschule für Musik Saar. Parallel dazu studierte sie Orchesterleitung an der HfMDK Frankfurt.
»Es freut mich sehr, dass Bobin Kim diesen Preis erhält, der sie für ihre Professionalität in der Probenarbeit mit Ensembles, ihren Fleiß und ihr exzellentes Dirigat auszeichnet.«Prof. Florian Lohmann
Bereits beim letzten Deutschen Preis für Chordirigieren zählte ein Alumnus aus der Frankfurter Chorleitungsklasse zu den Preisträgern: 2024 erhielt Lukas Siebert den Publikumspreis.
Der Deutsche Preis für Chordirigieren
Der Deutsche Preis für Chordirigieren wurde 2014 erstmals verliehen und ist Höhepunkt und Abschluss der Förderung junger, talentierter Chordirigentinnen und -dirigenten durch den Deutschen Musikrat. Analog zu der seit 1991 bestehenden Förderung junger Orchesterdirigentinnen und -dirigenten entstand 2008 mit dem Förderbereich Chordirigieren auch für den Nachwuchs im Chorbereich eine Plattform zur künstlerischen Weiterentwicklung.
Das Finalkonzert am 10. Oktober 2026 in der St. Elisabeth-Kirche Berlin-Mitte wurde von Deutschlandfunk Kultur mitgeschnitten und wird am 15. Oktober 2026 ab 20.03 Uhr gesendet. Im Anschluss ist es 30 Tage auf der Website des Senders und in der DLF Audiothek-App verfügbar. Das Konzert steht auch im Stream auf dem YouTube-Kanal des RIAS Kammerchor Berlin und auf der Website von Forum Dirigieren zum Nachschauen und -hören zur Verfügung.
Als Medienpartner begleiteten Deutschlandfunk Kultur und Chorzeit | Das Vokalmagazin den Deutschen Preis für Chordirigieren.
Über Bobin Kim
Bobin Kim ist seit der Spielzeit 2026/27 stellvertretende Chordirektorin an der Bayerischen Staatsoper. Zuvor war sie seit der Spielzeit 2024/25 als Assistentin der Chordirektion und Chorrepetitorin an der Semperoper Dresden tätig. 2023 wurde sie beim 2. Internationalen Dirigierwettbewerb für Chordirigent*innen in Marktoberdorf mit dem Ersten Preis ausgezeichnet. Seit 2022 ist sie Stipendiatin des Förderprogramms Forum Dirigieren des Deutschen Musikrats und wurde 2024 in die Konzertförderung aufgenommen.
In der Spielzeit 2023/24 assistierte sie dem Chordirektor der Deutschen Oper Berlin, Jeremy Bines, bei den Produktionen „Nixon in China“, „Anna Bolena“ und „Matthäuspassion“. Darüber hinaus arbeitete sie mit dem SWR Vokalensemble, dem WDR Rundfunkchor, dem Chorwerk Ruhr, dem Chor der Oper Frankfurt sowie dem Göttinger Symphonieorchester, dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie und dem Philharmonischen Orchester Gießen zusammen.
