Wiein­sein – Mu­sik­thea­ter im Mo­ment der Ka­ta­stro­phe

Autorin Maike Graf, Regisseur Konrad Amrhein, Komponist Florian Briegel, Bühnenbildnerin Judith Gebhardt und ein mehrköpfiges interdisziplinäres Ensemble verhandeln das Phänomen der Dissoziation als Methode der Traumakompensation in Sprache, Gesang, Geräusch, Tanz und Teppich.

HfMDK, SchauspielstudioEschersheimer Landstraße 29,60322 Frankfurt am Main Auf Karte anzeigen
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Wiein­sein (2023) (UA)

Kom­po­si­ti­on: Flo­ri­an Brie­gel
Text: Mai­ke Graf
Re­gie: Kon­rad Am­rhein
Büh­nen­bild: Ju­dith Geb­hardt

Ein Mensch:
Lisa Frei­ber­ger (Schau­spiel)
Da­ni­el Krims­ky (Schau­spiel)
Jo­nas Harksen (Schau­spiel, Kla­vier)
Ka­tha­ri­na Blatt­mann (Ge­sang)
Jo­hann Hol­land (Tanz)

„Wiein­sein“ ist ein mu­sik­thea­tra­les Stück das in Spra­che, Ge­sang, Ge­räusch, Tanz und Tep­pich das Phä­no­men der Dis­so­zia­ti­on als Me­tho­de der Trauma­kom­pen­sa­ti­on ver­han­delt. Trau­ma­ta wer­den tief­ge­kühlt, in den Hin­ter­grund ge­zählt oder vom Sub­jekt ge­trennt. Die Fol­gen sind hyp­noi­de Zu­stän­de, eine ent­frem­de­te Rea­li­tät…sund­haf­te Mu­sik. „Jetzt füh­le ich nichts mehr. Bin ich fort? Bin ich frei?“ Fünf Per­for­mer*in­nen spre­chen, sin­gen, tan­zen ei­nen Men­schen. In der Über­for­de­rung trau­ma­ti­sche Er­fah­run­gen zu kom­pen­sie­ren, ver­sucht der Mensch sich von Schmerz und Schwe­re zu be­frei­en. „Al­les gut. Al­les gut!“ In ei­nem dis­so­zia­ti­ven Tep­pich fin­den sich Um­ar­mun­gen und Be­frei­ung, doch der Mensch in­te­griert sich im­mer mehr in das Ge­we­be. Bald kommt es zu ei­ner Kon­fron­ta­ti­on mit ei­nem tief-dis­so­zi­ier­ten Ob­jekt, wel­ches nicht so­fort er­kenn­bar ist. Ein Hor­ror zieht auf. Wird das Ob­jekt auch die­ses Mal dis­so­zi­ier­bar sein?

mit freund­li­cher Un­ter­stüt­zung von MBG Tech­belt

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