„Wie ich ein Sofa mit Bier be­strich“ – Per­for­mance (Va­ri­an­te 1)

Illustration einer Erdbeere, die sehr künstlich wirkt.
(Foto: Lisa Mahlberg)

Performance von und mit Studierenden aus den Bereichen Regie und Komposition sowie Gästen.

HfMDK, SchauspielstudioEschersheimer Landstraße 29,60322 Frankfurt am Main Auf Karte anzeigen
Neue Musik Nacht: Gesamtprogramm

Per­for­mance

Er­wei­ter­te Fas­sung des Stücks, das am 27.09.2024 Pre­mie­re im Frank­furt LAB hat­te. Im Rah­men des Stu­di­en­pro­jekts „Puh! Bis heu­te ist echt hart“ (Ba­che­lor­stu­di­en­gang Re­gie der HfMDK)

Tris­tan Steeg, Re­gie
Mer­lin Jo­na­than Fi­scher, Da­ni­el Sa­ta­novs­ky, Ro­bin Völ­bel, Kom­po­si­ti­on & Per­for­mance
Chris­ti­na Schul­te, Dra­ma­tur­gie
An­to­nia Kar­netz­ky, Aus­stat­tung

Es fängt mit nichts an oder eher mit we­nig, ei­gent­lich nur ei­nem Sofa. We­ni­ge Men­schen sind da. Es kom­men Ge­rä­te dazu, Ma­te­ri­al wird an- und ein­ge­sam­melt, Ge­gen­stän­de wer­den in Au­gen­schein ge­nom­men. Fühlst du et­was Wei­ches? Träu­me wer­den no­tiert. Viel­leicht wird doch auch ein Text ge­le­sen. Un­wahr­schein­lich. Ge­rä­te wer­den aus­ein­an­der- und zu­sam­men­ge­baut, heu­te viel­leicht ein al­tes UKW-Kof­fer­ra­dio, das an­fangs auch ohne drei Tran­sis­to­ren funk­tio­niert hat. Ir­gend­wo se­gelt ein Pu­der­zu­cker­korn aus ei­ner Wol­ke auf ein In­dus­trie­ge­biet.

Auf­bau­end auf der Ent­wick­lung, dass mensch­li­ches Han­deln zu­neh­mend von Ma­schi­nen er­setzt wird, stellt sich „Wie ich ein Sofa mit Bier be­strich“ die Fra­ge, wie ein Thea­ter aus­sieht, in dem die Haupt­fi­gu­ren die Ge­rä­te un­se­res All­tags sind. Durch die spon­ta­ne An­häu­fung von Au­to­ma­ten auf der Büh­ne und der da­mit ein­her­ge­hen­den au­to­ma­ti­sier­ten Be­we­gung, ent­steht eine An­ders-Welt in der das mensch­li­che Han­deln und das Sich-Be­we­gen, je­den Zweck ver­lo­ren hat. Doch eine Welt, in der sich die Din­ge von al­lein be­we­gen, lässt nur so lan­ge über die ent­stan­de­ne Lee­re hin­weg­täu­schen, bis der Strom aus­geht. Wo­hin be­wegt sich die Mensch­heit, in­dem sie im­mer mehr an­häuft? In­wie­weit lö­sen wir uns selbst ab, weil wir uns mit Au­to­ma­ten er­set­zen? „Wie ich ein Sofa mit Bier be­strich“ setzt sich durch die An­häu­fung von Ge­rä­ten mit ei­ner Form von Nach­hal­tig­keit aus­ein­an­der, in der wir ge­mein­sam au­di­tiv und vi­su­ell über die­se ent­ste­hen­de An­ders-Welt re­flek­tie­ren, nach­füh­len und stellt gleich­zei­tig die Fra­ge, ob in der zu­neh­men­den Ver­mül­lung un­se­rer Zeit nicht auch die Mög­lich­keit ei­ner Poe­sie lie­gen kann.

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