Sze­nen­abend Ge­sang - Ser­se (Pre­mie­re)

Musiktheater

Gesang

Ge­org Fried­rich Hän­del: Serse

„Der König von Persien, Serse, befindet sich im Krieg. Auf seinem Eroberungsfeldzug ist er an der Grenze zu Europa angelangt: am Hellespont, der heutigen Grenze der Türkei zu Griechenland. Mit ihm sind auf diesem Feldzug: Sein Bruder Arsamene und sein Geheimdienstadmiral Elviro mit dessen zwei attraktiven Töchtern Romilda und Atalanta. Romilda ist aktuell die Geliebte seines Bruders Arsamene – und ihre jüngere Schwester wäre ihrerseits gerne genau das an Stelle ihrer Schwester. Für alle Untertanen gilt als oberste Regel: Nur wenn es König Serse gutgeht, geht es dem Staat Persien gut. Insofern ist es die oberste Pflicht aller, Serses Wohlbefinden über alles zu stellen. Auch wenn das dem eigenen Glück entgegensteht.

Serse wiederum kämpft sehr mit seiner Einsamkeit, ähnlich wie viele Machthaber heute: Denn die Macht macht wirkliche Nähe, uneigennützige Freundschaft und unvoreingenommene Liebe unmöglich. Daraus resultiert bei Serse mancherlei Verletzung und legitimiert für ihn zudem, andere zu verletzen. Die Oper beginnt mit der Sehnsucht des Königs, geborgen zu sein und geliebt zu werden. Beim bekannten Largo, eigentlich einem Larghetto, sorgen die Blätter eines Baumes, einer Platane, dafür, dass sich der Herrscher geborgen fühlt und sich in eine andere Welt träumt. Die Frau, deren Stimme der König während dieses Platanentraums hört, verheißt ihm eine bisher so nicht erlebte Intensität der Liebe. Deswegen soll die Frau, der diese Stimme gehört, ab sofort seine Geliebte werden. Dass diese Frau Romilda und die Geliebte seines Bruders ist, ist Serse gleichgültig: Denn schließlich ist dem Wohlbefinden des Königs ist alles andere unterzuordnen.

Schließlich taucht noch Serses zuvor verstoßene Braut Amastre auf, sie tarnt sich als persischer Soldat. Sie hat die Courage, den exzentrischen König, ihren untreuen Ex-Verlobten zur Rede stellen, denn der will inzwischen von ihr nichts mehr wissen. Das gibt dem 1738 in London uraufgeführtem, zeitweise farcehaften Geschehen, das um den Machtmissbrauch eines Herrschers kreist, eine neue Dynamik.“

Maximilian Schmitt, Elviro
Guénaelle Moerth, Arsamene
Annemarie Pfahler, Serse
Milena Haunhorst, Amastre
Suh Yoon Chang, Romilda
Ruoqi Sun, Atalanta

Jörg Behr, Regie
Prof. Eva Maria Pollerus, Musikalische Leitung
Leonhard Klimpke, Musikalische Assistenz
Maria Conti, Felice Venanzoni, Italienische Korrepetition
Natalie Krautkrämer. Kostüm
Andreas Wilkens, Bühnenbild

 

 

 

HfMDK, Kleiner SaalEschersheimer Landstraße 29,60322 Frankfurt am Main Auf Karte anzeigen

Sze­nen­abend Ge­sang - Ser­se (Pre­mie­re)

Musiktheater

Gesang

Ge­org Fried­rich Hän­del: Serse

„Der König von Persien, Serse, befindet sich im Krieg. Auf seinem Eroberungsfeldzug ist er an der Grenze zu Europa angelangt: am Hellespont, der heutigen Grenze der Türkei zu Griechenland. Mit ihm sind auf diesem Feldzug: Sein Bruder Arsamene und sein Geheimdienstadmiral Elviro mit dessen zwei attraktiven Töchtern Romilda und Atalanta. Romilda ist aktuell die Geliebte seines Bruders Arsamene – und ihre jüngere Schwester wäre ihrerseits gerne genau das an Stelle ihrer Schwester. Für alle Untertanen gilt als oberste Regel: Nur wenn es König Serse gutgeht, geht es dem Staat Persien gut. Insofern ist es die oberste Pflicht aller, Serses Wohlbefinden über alles zu stellen. Auch wenn das dem eigenen Glück entgegensteht.

Serse wiederum kämpft sehr mit seiner Einsamkeit, ähnlich wie viele Machthaber heute: Denn die Macht macht wirkliche Nähe, uneigennützige Freundschaft und unvoreingenommene Liebe unmöglich. Daraus resultiert bei Serse mancherlei Verletzung und legitimiert für ihn zudem, andere zu verletzen. Die Oper beginnt mit der Sehnsucht des Königs, geborgen zu sein und geliebt zu werden. Beim bekannten Largo, eigentlich einem Larghetto, sorgen die Blätter eines Baumes, einer Platane, dafür, dass sich der Herrscher geborgen fühlt und sich in eine andere Welt träumt. Die Frau, deren Stimme der König während dieses Platanentraums hört, verheißt ihm eine bisher so nicht erlebte Intensität der Liebe. Deswegen soll die Frau, der diese Stimme gehört, ab sofort seine Geliebte werden. Dass diese Frau Romilda und die Geliebte seines Bruders ist, ist Serse gleichgültig: Denn schließlich ist dem Wohlbefinden des Königs ist alles andere unterzuordnen.

Schließlich taucht noch Serses zuvor verstoßene Braut Amastre auf, sie tarnt sich als persischer Soldat. Sie hat die Courage, den exzentrischen König, ihren untreuen Ex-Verlobten zur Rede stellen, denn der will inzwischen von ihr nichts mehr wissen. Das gibt dem 1738 in London uraufgeführtem, zeitweise farcehaften Geschehen, das um den Machtmissbrauch eines Herrschers kreist, eine neue Dynamik.“

Maximilian Schmitt, Elviro
Guénaelle Moerth, Arsamene
Annemarie Pfahler, Serse
Milena Haunhorst, Amastre
Suh Yoon Chang, Romilda
Ruoqi Sun, Atalanta

Jörg Behr, Regie
Prof. Eva Maria Pollerus, Musikalische Leitung
Leonhard Klimpke, Musikalische Assistenz
Maria Conti, Felice Venanzoni, Italienische Korrepetition
Natalie Krautkrämer. Kostüm
Andreas Wilkens, Bühnenbild

 

 

 

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