(Non)me­s­u­ré mit der HIP

Die Abteilung für Historische Interpretationspraxis spielt Werke von Morricone, Termöhlen, Finnendahl (UA), Shinohara, Brandt (UA), Tedde und Jež. Unter der Leitung von Eva Maria Pollerus, Jan van Hoecke und Kerstin Fahr.

HfMDK, Großer SaalEschersheimer Landstraße 29,60322 Frankfurt am Main Auf Karte anzeigen
Neue Musik Nacht: Gesamtprogramm

Überblick & Tickets

Ni­co­la Ter­möh­len (*1979): „Ra­indance” (2014) (6’)

  • Ly­dia Wal­ka (Block­flö­te)

En­nio Mor­rico­ne (1928-2020): „Neu­mi“ (1988) (6.30')

  • Waka Abe (Cem­ba­lo)

Ma­ko­to Shi­no­ha­ra (*1931): „Frag­men­te“ (1968) (8‘)

  • Jun-Hsi­en Lai (Block­flö­te)

Chris­to­pher Brandt (*1969): aus „Tan­gen­ten - Jour­nal in 49 Lie­dern für das Cla­vichord" (UA, 2023) (ca. 6‘)
Kei­ne Spur | Lü­gen mit Sta­tis­tik | Das muss doch nicht sein! | Ein Berg­hain im Au­en­land

  • Eva Ma­ria Pol­le­rus (Cla­vichord)

Gior­gio Ted­de (*1958): „Aus­tro“ (1991) (6‘)

  • Jas­min Rö­der (Block­flö­te)

Orm Fin­nen­dahl (*1963): „Or­dona­re­quin“ für mit­tel­to­ni­ges Cem­ba­lo (2020) (3‘)

  • Eva Ma­ria Pol­le­rus (Cem­ba­lo)

Bri­na Jež (*1957): „Birds“ (1991) für Block­flö­ten und Cem­ba­lo (7)

  • Dong­ju Seo, Ye­ong­shin Park, Yelim Moon (Block­flö­ten)
  • Ma­sha Kur­ty­ni­na (Cem­ba­lo)

Frei­heit! Frei­heit wo­von oder Frei­heit wo­für? Wo sind die Gren­zen der Frei­heit und braucht es die? Ge­ben Gren­zen mu­si­ka­lisch nicht auch viel In­spi­ra­ti­on? Ist eine Mu­sik ohne Gren­zen an­ar­chisch, chao­tisch, un­ver­ständ­lich und letzt­lich lang­wei­lig?

In der zeit­ge­nös­si­schen Mu­sik für his­to­ri­sche In­stru­men­te spielt das Stre­ben nach Frei­heit und die gleich­zei­ti­ge Be­schäf­ti­gung mit de­ren Gren­zen in un­ter­schied­lichs­ten Zu­sam­men­hän­gen eine enor­me Rol­le - und tut dies üb­ri­gens auch in der "tra­di­tio­nel­len" Mu­sik die­ser In­stru­men­te im 17./18. Jahr­hun­dert! Man den­ke an die sich über alle for­ma­len Re­geln hin­weg­set­zen­den früh­ba­ro­cken Toc­ca­ten oder die Pre­ludes non me­s­u­ré, die ih­ren Tö­nen kei­ne No­ten­wer­te zu­wei­sen. In un­se­rem Pro­gramm „(non) me­s­u­ré“ be­schäf­ti­gen wir uns mit Mu­sik, die be­son­ders viel In­ter­pre­ta­ti­ons­spiel­raum bie­tet, ei­nen ho­hen alea­to­ri­schen An­teil hat oder auch mit his­to­ri­schen Vor­la­gen oder In­spi­ra­tio­nen mehr oder we­ni­ger frei um­geht und da­mit völ­lig Neu­es schafft.