Na­tür­lich Kla­vier – Nono, Fur­rer und Lim

1. „The snow has no voice“ – Eike Wernhard spielt Werke von Nono und Furrer (25‘)
2. „The Four Seasons“ – Jiyun Kim spielt den Jahreszeiten-Zyklus von Liza Lim (25‘)

HfMDK, Großer SaalEschersheimer Landstraße 29,60322 Frankfurt am Main Auf Karte anzeigen
Neue Musik Nacht: Gesamtprogramm

Beat Fur­rer (*1954) „Voicel­ess­ness - the snow has no voice“ (1986, UA 1987)
Lui­gi Nono (1924-1990): „...sof­fer­te onde se­re­ne... (1975/76) für Kla­vier und Ton­band

Eike Wern­hard, Kla­vier

Eike Wern­hard, lang­jäh­ri­ger Pro­fes­sor für Kla­vier an der HfMDK Frank­furt, stu­dier­te in Frank­furt, Lon­don und Mün­chen und schloss sei­ne pia­nis­ti­sche Aus­bil­dung mit dem Kon­zert­ex­amen ab. Sein Re­per­toire reicht von der Re­nais­sance bis zur ak­tu­el­len zeit­ge­nös­si­schen Mu­sik und um­fasst auch sel­ten auf­ge­führ­te Wer­ke wie das zwei­te Kla­vier­kon­zert von Carl Ma­ria von We­ber, das Kla­vier­kon­zert von Ar­nold Schön­berg, „Mas­ques“ von Ka­rol Szy­ma­now­ski und die Kla­vier­wer­ke von Theo­dor W. Ador­no. In Kon­zer­ten u.a. in der Ber­li­ner Phil­har­mo­nie, der Al­ten Oper Frank­furt, im Rah­men der Schwet­zin­ger Fest­spie­le und der Darm­städ­ter Fe­ri­en­kur­se so­wie in Pro­duk­tio­nen zahl­rei­cher eu­ro­päi­scher Rund­funk­an­stal­ten hat er Kom­po­si­tio­nen von Stock­hau­sen, Li­ge­ti, Fur­rer, Berio, Ka­gel, Kurz und En­gel­mann ge­spielt bzw. ur­auf­ge­führt und da­bei mit Di­ri­gen­ten wie Bern­hard Kon­tars­ky, Jo­han­nes De­bus, Alex­an­der Win­ter­son und Den­nis Rus­sell Da­vies zu­sam­men­ge­ar­bei­tet.
Über sei­ne künst­le­ri­schen Ak­ti­vi­tä­ten hin­aus ist Eike Wern­hard auch als Au­tor tä­tig und hat ne­ben Vor­trä­gen und Ar­ti­keln ein Buch über die Pia­nis­tin Cla­ra Has­kil ver­fasst, das auch als Hör­buch vor­liegt, und die zwei­bän­di­ge Kla­vier­schu­le „Tast­sinn“ für Ju­gend­li­chen und Er­wach­se­ne.

Liza Lim (*1966): „The Four Sea­sons (af­ter Cy Twon­bly)“ (2008) (25‘)

I. Autumn
II. Win­ter
III. Spring
IV. Sum­mer (Sema)

Ji­yun Kim, Kla­vier

I spent time at the Mu­se­um of Mo­dern Art in New York in Ja­nu­a­ry 2007 and was very in­spi­red by the works by Cy Twom­bly on dis­play, in par­ti­cu­lar, the mas­si­ve four-pa­nel­led work "Quat­tro Sta­gio­ni". The com­bi­na­ti­on of ec­sta­tic sa­tu­ra­ted co­lour, li­ne­ar cal­li­gra­phic dy­na­mism and and paint wa­s­hes vei­ling poe­tic com­men­ta­ries scraw­led on can­vas, gave me many ide­as for a pia­no cy­cle in four parts. The­se ‘sea­sons’ are sea­sons of an in­ner life – they are made up of ‘cli­ma­tes of fee­ling’ – wea­ther pat­terns that are so­me­ti­mes ex­tra­va­gant­ly ba­ro­que in ex­pres­si­on or shot through with an ele­gaic sen­se of the pas­sa­ge of time ope­ning out to a ce­re­mo­ni­al dance: a ‘Sema’ or the Sufi’s me­di­ta­ti­ve whir­ling dance of uni­on.
„The Four Sea­sons (af­ter Cy Twom­bly)“ is de­di­ca­ted to Ma­ri­lyn Non­ken.  Sum­mer (Sema) ce­le­bra­tes the birth of her daugh­ter Gol­die.
LIZA LIM, 2009

Die aus Süd­ko­rea stam­men­de Pia­nis­tin Ji­yun Kim, die im Rah­men der Stif­tungs­gast­pro­fes­sur Kom­po­si­ti­on der HfMDK auch mit Liza Lim ar­bei­ten konn­te, stu­diert seit 2020 Kla­vier bei Flo­ri­an Höl­scher, wo sie nach dem Ba­che­lor­stu­di­um der­zeit ihr Mas­ter­stu­di­um fort­setzt. Be­reits als Ju­gend­li­che ge­wann sie meh­re­re Prei­se bei na­tio­na­len Wett­be­wer­ben in Süd­ko­rea und sam­mel­te Kon­zert­erfah­run­gen. 2023 er­hielt sie den 2. Preis beim Wett­be­werb in Te­ne­rif­fa (Spa­ni­en) und 2025 den 3. Preis beim an der Hoch­schu­le ver­an­stal­te­ten Dia­log-Wett­be­werb. Ne­ben so­lis­ti­schen Auf­trit­ten wid­met sie sich in­ten­siv der Kam­mer­mu­sik und hat an ver­schie­de­nen mu­si­ka­li­schen Pro­jek­ten teil­ge­nom­men.

 

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