Mo­zart Down­town: Trio De­ly­ria

Kammermusik

Streicher

Klavier

Am Sonntag den 23. April 2023 heißt es im Rahmen des Festivals Mainly Mozart: 3x Kammermusik, 3x Stadt, 3x Ensemble. Jenseits der bekannten Frankfurter Konzertsäle stellen drei Kammermusikensembles Mozart und zeitgenössisches Komponieren gegenüber. Sie eröffnen an ungewöhnlichen Orten in Musik und Raum faszinierende Perspektiven und Dialoge.

Gefördert durch die Dr. Marschner Stiftung.

Mainly Mozart, eine Veranstaltung der Alten Oper Frankfurt in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.

Jüdisches Museum FrankfurtBertha-Pappenheim-Platz 1,60311 Frankfurt am Main Auf Karte anzeigen
Mainly Mozart

Wolf­gang Rihm (*1952)
Frem­de Sze­ne iii

Wolf­gang Ama­de­us Mo­zart (1757-1791)
Kla­vier­trio G-Dur, KV 564

Mie­c­zysław Wein­berg (1919-1996)
Kla­vier­trio a-Moll op. 24

 

Trio De­ly­ria
Da­vid Stron­gin, Vio­li­ne
Uriah Tut­ter, Vio­lon­cel­lo
Eli­sha Kra­vitz, Kla­vier

 

Bit­te be­ach­ten Sie, dass die Aus­stel­lun­gen des Jü­di­schen Mu­se­ums am 23.4.2023 bis 17.00 Uhr ge­öff­net sind.

 

Nur we­ni­ge Tri­os des spä­ten zwan­zigs­ten Jahr­hun­derts sind, wenn über­haupt, in glei­chem Maße zu ei­nem zeit­ge­nös­si­schen Klas­si­ker ge­wor­den wie Wolf­gang Rihms Fol­ge von "Frem­de Sze­nen", die den Un­ter­ti­tel "Ver­su­che für Kla­vier­trio" trägt. Die­sen Er­folg hat das Werk in der Tat ver­dient - ob­wohl es über­wie­gend ato­nal und schein­bar frag­men­ta­risch ist, ge­lingt es ihm, un­mit­tel­bar an­spre­chend und aus­drucks­stark zu sein, wäh­rend Rihms stän­di­ges Spiel mit Tra­di­ti­on und Er­war­tung fas­zi­nie­ren­de Über­ra­schun­gen birgt.

Zum Ab­schluss des Kon­zerts wer­den wir das a-Moll-Trio des in Po­len ge­bo­re­nen, jü­disch-so­wje­ti­schen Kom­po­nis­ten Mie­c­zysław Wein­berg spie­len. Kom­po­niert 1945, es ist gleich­zei­tig ein per­sön­li­ches Kla­ge­lied - Wein­bergs El­tern und sei­ne jün­ge­re Schwes­ter wur­den im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Traw­ni­ky er­mor­det - und ein Zeug­nis für das Leid und die Tra­gö­die des Kriegs im All­ge­mei­nen.

Zwi­schen den bei­den eher ernst­haf­ten Stü­cken spie­len wir Mo­zarts son­ni­ges, un­be­schwer­tes G-Dur Trio K.564. Als letz­tes Werk, das Mo­zart für die­se Gat­tung kom­po­niert hat, bleibt es in sei­ner Form ver­gleichs­wei­se schlicht und kom­pakt, ob­wohl ins­be­son­de­re der Mit­tel­satz die au­ßer­ge­wöhn­li­che Be­ga­bung des Kom­po­nis­ten für Me­lo­die, Va­ria­ti­on und sub­ti­le Cha­rak­ter­ver­schie­bun­gen vor­zeigt.