Mozart Downtown: Trio Delyria
Wolfgang Rihm (*1952)
Fremde Szene iii
Wolfgang Amadeus Mozart (1757-1791)
Klaviertrio G-Dur, KV 564
Mieczysław Weinberg (1919-1996)
Klaviertrio a-Moll op. 24
Trio Delyria
David Strongin, Violine
Uriah Tutter, Violoncello
Elisha Kravitz, Klavier
Bitte beachten Sie, dass die Ausstellungen des Jüdischen Museums am 23.4.2023 bis 17.00 Uhr geöffnet sind.
Nur wenige Trios des späten zwanzigsten Jahrhunderts sind, wenn überhaupt, in gleichem Maße zu einem zeitgenössischen Klassiker geworden wie Wolfgang Rihms Folge von "Fremde Szenen", die den Untertitel "Versuche für Klaviertrio" trägt. Diesen Erfolg hat das Werk in der Tat verdient - obwohl es überwiegend atonal und scheinbar fragmentarisch ist, gelingt es ihm, unmittelbar ansprechend und ausdrucksstark zu sein, während Rihms ständiges Spiel mit Tradition und Erwartung faszinierende Überraschungen birgt.
Zum Abschluss des Konzerts werden wir das a-Moll-Trio des in Polen geborenen, jüdisch-sowjetischen Komponisten Mieczysław Weinberg spielen. Komponiert 1945, es ist gleichzeitig ein persönliches Klagelied - Weinbergs Eltern und seine jüngere Schwester wurden im Konzentrationslager Trawniky ermordet - und ein Zeugnis für das Leid und die Tragödie des Kriegs im Allgemeinen.
Zwischen den beiden eher ernsthaften Stücken spielen wir Mozarts sonniges, unbeschwertes G-Dur Trio K.564. Als letztes Werk, das Mozart für diese Gattung komponiert hat, bleibt es in seiner Form vergleichsweise schlicht und kompakt, obwohl insbesondere der Mittelsatz die außergewöhnliche Begabung des Komponisten für Melodie, Variation und subtile Charakterverschiebungen vorzeigt.