"Mac­beth" am Schau­spiel Frank­furt

Schauspiel

Theater

An einer langen Tafel sitzen neun schwarz gekleidete Personen, auf einem Stuhl am Kopfende steht ein Schauspieler.
(Foto: (c) Thomas Aurin)

Macbeth kann Herrscher werden und will es. In der Inszenierung des russischen Regisseurs Timofej Kuljabin gibt es keine Unheilsschwestern, keinen Glauben an Magie und Mystik, dafür aber einen Mann, dessen unstillbares Verlangen nach Macht ihn zum Tyrannen und Mörder werden lässt. Bei Kuljabin ist Duncan, der König, Macbeth‘ Vater, Banquo und Macduff seine Brüder. Macbeth begeht also einen Vater- und Brudermord, um sein Ziel zu erreichen. Es ist das Psychogramm eines Zerrissenen, der Lust am Bösen hat, der allerorts Angst verbreitet und alles, was sich ihm in den Weg stellt, auslöscht. Und sei es seine eigene Frau, Lady Macbeth. Es bleibt die beunruhigende Frage: Was kommt danach?

Schauspiel Frankfurt, SchauspielhausNeue Mainzer Str. 17,60311 Frankfurt am Main Auf Karte anzeigen