Mac­beth

Schauspiel

 
Schauspiel Frankfurt, SchauspielhausNeue Mainzer Str. 17,60311 Frankfurt am Main Auf Karte anzeigen

Mac­beth kann Kö­nig wer­den, also muss er es wer­den. Für Kö­nig Dun­can hat Mac­beth auf dem Kriegs­feld zu­vor den Than von Caw­dor und die Nor­we­ger be­siegt. Ei­ner Pro­phe­zei­ung zu­fol­ge soll er nun selbst den Staat an­füh­ren. Sei­ne Ty­ran­nen­herr­schaft be­ginnt mit dem Mord an Kö­nig Dun­can. Um sei­ne Macht zu fes­ti­gen, ver­folgt er mit sei­ner skru­pel­lo­sen Frau Lady Mac­beth ei­nen mör­de­ri­schen Plan. Pla­gen ihn Schuld­ge­füh­le, Angst­zu­stän­de und Schlaf­lo­sig­keit, rich­tet ihn Lady Mac­beth nach al­len Re­gis­tern er­folg­rei­cher Ma­ni­pu­la­ti­ons­stra­te­gi­en wie­der auf. Es folgt Mord auf Mord, bis die Blut­spur in den ei­ge­nen Tod von Mac­beth mün­det und der »eu­ro­päi­sche Ni­hi­lis­mus sei­ne Ge­burts­stun­de er­leb­t«, so der Schwei­zer Ger­ma­nist Pe­ter von Matt.
Shake­speares Tra­gö­die ist der Ur­stoff al­ler Thril­ler, Mac­beth und Lady Mac­beth das blut­rüns­tigs­te Kil­ler­lie­bes­paar der Li­te­ra­tur­ge­schich­te. Ist das ge­nu­in Böse in den auf Ge­walt be­grün­de­ten Macht­struk­tu­ren in ei­ner Ge­sell­schaft la­tent vor­han­den? Wie­viel Mac­beth und Lady Mac­beth steckt in uns selbst? Wie weit ge­hen wir in un­se­rem Ehr­geiz um Macht und An­er­ken­nung? Der re­nom­mier­te rus­si­sche Re­gis­seur Ti­m­ofej Kul­ja­bin, der für sei­ne prä­zi­se psy­cho­lo­gi­sche Fi­gu­ren­zeich­nung be­kannt ist, geht die­sen Fra­gen nach.