as light­ning from hea­ven – Neue Mu­sik mit der Gi­tar­ren­klas­se

Die Gitarrenklasse spielt Werke von Cage und Brandt.

HfMDK, Großer SaalEschersheimer Landstraße 29,60322 Frankfurt am Main Auf Karte anzeigen
Neue Musik Nacht: Gesamtprogramm

Überblick & Tickets

  • John Cage (1912-1992): „Four“, in ei­ner Fas­sung für 4 Gi­tar­ren (1981) (5‘)
  • Chris­to­pher Brandt (*1969): „Ich sah den Sa­tan vom Him­mel fal­len wie ei­nen Blitz“ für 12 Gi­tar­ren (2018) (7‘)
  • John Cage: „Five“ für 5 E-Gi­tar­ren (1989) (5‘)

Yeo­jin Yang, Ju­li­an Pe­rez, Joe Pott, Taka­shi Johr­den, Ja­mes Wil­liam Le­wis, Fathan Nau­val, Yue­chen Jiang, Eo-Jin Jung, Hen­ry Hardt, Ja­vier Cuen­ca, Jo­han­nes Eu­se­mann, Yixu­an Qiao, Gi­tar­re

Chris­to­pher Brandt, Lei­tung

Ei­nem nicht-vul­gä­ren Frei­heits­be­griff, der auf mehr ab­zielt als auf Il­lu­sio­nen von Selbst­be­stim­mung oder Tu-Was-Du-Willst, eig­net in der Re­gel eine ethi­sche oder gar spi­ri­tu­el­le Di­men­si­on.

„Ich sah den Sa­tan vom Him­mel fal­len wie ei­nen Blitz“ ist ei­ner­seits ein Zi­tat (Lk 10,18), dar­über hin­aus ein Buch des fran­zö­si­schen An­thro­po­lo­gen René Gi­rard, eine kri­ti­sche Apo­lo­gie des Chris­ten­tums – Haupt­mo­tiv ist die Über­win­dung von Ge­walt als ge­sell­schaft­li­chem Prin­zip durch den christ­li­chen Op­fer­tod. Die gleich­na­mi­ge Kom­po­si­ti­on für zwölf Gi­tar­ren be­steht aus ei­nem ers­ten Teil, der die Tex­tu­ren der ein­zel­nen Stim­men so­zu­sa­gen (auch phy­sisch) ge­walt­sam zu­sam­men­fügt, und ei­nem zwei­ten Teil, der das Ge­fü­ge des Stü­ckes auf­löst – bis hin zur Ent­span­nung der Sai­ten – und in eine Frei­heit au­ßer­halb struk­tu­rel­ler Recht­fer­ti­gun­gen ent­lässt.

In den letz­ten sechs Jah­ren sei­nes Le­bens (1986–1992) kom­po­nier­te Cage eine Se­rie so ge­nann­ter „num­ber pie­ces“ („Zah­len­stü­cke“). Ins­ge­samt han­delt es sich um 52 Kom­po­si­tio­nen für ein bis 108 In­stru­men­te. Die Stü­cke sind nur nach der An­zahl der vor­ge­se­he­nen Mit­wir­ken­den be­nannt. „Four“, im Ori­gi­nal für Streich­quar­tett, und „Five“ für 5 be­lie­bi­ge In­stru­men­te wer­den, wie die meis­ten die­ser Stü­cke, von fle­xi­blen Zeit­räu­men be­stimmt, in­ner­halb de­rer die je­wei­li­gen Klän­ge frei und un­ab­hän­gig von­ein­an­der im mu­si­ka­li­schen Raum plat­ziert wer­den.

(Chris­to­pher Brandt)