Lach­yo­ga – Eine Kul­ti­vie­rung des Na­tür­li­chen

Workshop für alle mit Martin Nachbar, Professor für Szenische Körperarbeit. Keine Vorkenntnisse erforderlich. Je nach Bedarf auf Deutsch oder Englisch. 

Bitte Schuhe am Eingang zum Tanzstudio ausziehen oder bereitgestellte Überzieher verwenden.

HfMDK, TanzstudioEschersheimer Landstraße 29,60322 Frankfurt Auf Karte anzeigen
Neue Musik Nacht: Gesamtprogramm

Lach­yo­ga – Eine Kul­ti­vie­rung des Na­tür­li­chen

Die meis­ten von uns as­so­zi­ie­ren mit La­chen ei­nen Aus­druck von Freu­de oder eine spon­ta­ne Re­ak­ti­on auf ei­nen Witz. Oft la­chen wir aber aus ganz an­de­ren Grün­den, z.B. um un­se­rem Ge­gen­über durch Spie­ge­lung zu si­gna­li­sie­ren, dass wir in Re­so­nanz sind, oder um eine an­ge­spann­te Si­tua­ti­on zu ent­schär­fen oder ein­fach aus Freund­lich­keit. Die­se un­ter­schied­li­chen For­men des La­chens sind er­lernt und als Kör­per­tech­nik Teil der un­ter­schied­lichs­ten Kul­tu­ren welt­weit. Gleich­zei­tig ist La­chen aber eben auch spon­tan und als Re­flex auf be­stimm­te Rei­ze manch­mal kaum kon­trol­lier­bar. Be­reits im Al­ter von drei Mo­na­ten la­chen Men­schen. Und zu­min­dest ist Lä­cheln auch bei an­de­ren Pri­ma­ten be­kannt, die da­mit ihre auf­ein­an­der­lie­gen­den und also nicht beiß­be­rei­ten Zäh­ne zei­gen. La­chen und lä­cheln sind also auch na­tür­lich.

Lach­yo­ga macht sich die­sen Zwi­schen­sta­tus des La­chens zu Nut­ze. Es han­delt sich um eine Form, mit der jede*r ohne Grund la­chen kann, ohne Hu­mor oder Witz. Es be­steht un­ter an­de­rem aus Klatsch- und Atem­übun­gen und aus Übun­gen ab­sichts­vol­len La­chens in der Grup­pe. 1995 von ei­nem in­di­schen Arzt ge­mein­sam mit fünf wei­te­ren Men­schen be­gon­nen, reiht sich Lach­yo­ga in eine Tra­di­ti­on von ab­sichts­vol­len Lach­übun­gen in Yoga und in der Me­di­ta­ti­on ein. Durch die tie­fe At­mung beim La­chen nimmt der Kör­per mehr Sauer­stoff auf. Wir füh­len uns vi­ta­ler und ge­sün­der. Das Kon­zept ba­siert auf der wis­sen­schaft­li­chen Tat­sa­che, dass der Kör­per nicht zwi­schen ab­sicht­li­chem und spon­ta­nem La­chen un­ter­schei­det, der phy­sio­lo­gi­sche und psy­cho­lo­gi­sche Nut­zen ist der Glei­che. Trotz­dem kann das La­chen wäh­rend ei­ner Lach­ses­si­on durch Blick­kon­takt und in auf­blit­zen­den Mo­men­ten von Ver­spielt­heit oder Al­bern­heit spon­tan wer­den und sich na­tür­lich an­füh­len.

Ohne die­sen Wi­der­spruch zwi­schen kul­ti­vier­ter Tech­nik und spon­ta­ner Re­ak­ti­on auf­lö­sen zu wol­len, kul­ti­viert Lach­yo­ga das Na­tür­li­che des La­chens. Men­schen in über 100 Län­dern schwö­ren drauf.

Of­fen für alle. Kei­ne Vor­kennt­nis­se er­for­der­lich. Je nach Be­darf auf Deutsch oder Eng­lish

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